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Rückblick zum Summit für den Technologiestandort am 15.05.2025 in Düsseldorf

"Wir diskutieren heute nicht mehr und nicht weniger als die Zukunft!" mit diesem Satz eröffnete VDI-Direktor Adrian Willig den 32. Deutschen Ingenieurtag 2025 in Düsseldorf.

Wie können konkrete Zukunftsperspektiven für den Standort Deutschland aussehen?

Das diskutierten rund 1500 Ingenieurinnen und Ingenieure unter dem Leitmotiv "Zukunft Standort Deutschland" gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Forschung.

Video-Rückblick

Kurze Zusammenfassung Morning-Session

Eröffnung und Grußwort
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VDI-Direktor Adrian Willig

Eröffnung

Die Morningsession auf dem Deutschen Ingenieurtag 2025 stand ganz unter dem Stern der Innovationsfähigkeit Deutschlands. Es gelte "Technik und Innovationen wieder in der Gesellschaft zu verankern," so VDI-Direktor Adrian Willig. Diese Haltung stärke der VDI, auch mit den Antworten, die die Initiative Zukunft Deutschland 2050 erarbeitet. Diese Themen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung.

Moderatorin Ursula Heller vom Bayerischen Rundfunk führte die Gäste durch das hochkarätige Programm. Der DIT wäre eine der Veranstaltungen, die man schlauer verlässt als man gekommen ist. Die Branche beeindrucke sie durch Innovationskraft und Bodenständigkeit. 

In seinem Grußwort betonte der Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf Stephan Keller, wie gut eine Veranstaltung wie der Deutsche Ingenieurtag zu Düsseldorf passe, denn genau wie die Landeshauptstadt verfüge der VDI über Expertise, Ingenieurskunst und Innovationskraft.

Keynote Prof. Eckstein und Impuls Hendrik Wüst

Technologieoffenheit und Innovationsförderung

In seiner Keynote bedauerte VDI-Präsident Lutz Eckstein, dass Deutschland kein Innovationsmotor für Europa und die Welt mehr sei und dass es darum einer langfristigen Zukunftsvision bedarf. Diese stellte er in seinem 5-Punkt-Programm vor. 

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Adrian Willig, Henrik Wüst, Lutz Eckstein

Diese Schwerpunkte müssen in der Politik langfristig gesetzt werden, forderte Eckstein und übergab mit dieser Forderung an den Ministerpräsidenten des Landes NRW, Hendrik Wüst.

Hendrik Wüst betonte zu Beginn, er lerne gerne von Menschen, wie heute auf dem DIT im Austausch mit Fachleuten.
„Unsere Ingenieurinnen und Ingenieure genießen international einen hervorragenden Ruf – dank Präzision, Verlässlichkeit und Innovationskraft. Sie tragen maßgeblich zu unserem wirtschaftlichen Erfolg bei und sind ein Motor für die Zukunft unseres Landes."

Technologie biete sehr viele Chancen und diese gelte es für die Gesellschaft zu nutzen. Dazu müsse man die Menschen mitnehmen und offen über Chancen und Risiken sprechen. Denn Möglichkeiten, die die KI auch für Deinformationen nutzt, verunsichere die Menschen. Auch diesem Problem müsse man entgegen treten.

Zeitgleich brauche es mehr Rikisofreude und -bereitschaft, um neue Technologien und Innovationen zu ermöglichen. "Wir müssen in diesem Land mutiger werden. Wir dürfen die Zukunft nicht kaputt regulieren, sonst haben wir bald keine mehr." erklärt Wüst mit Nachdruck. Es brauche mehr "schnöde Vernunft" und mehr Verlässlichkeit für einen starken Wirtschaftsstandort.

Statt über Probleme und Herausforderungen zu sprechen, sollten wir mehr über Antworten und Lösungen diskutieren, so Wüst. Darum wären Veranstaltungen wie diese wichtig, denn "wir sollten mehr Menschen zuhören, die Ahnung haben, so wie heute hier."

Als Dankeschön und kleine Erinnerung an die Forderungen des VDI übergaben Lutz Eckstein und Adrian Willig Henrik Wüst eine Erinnerung an den DIT 2025.

Keynote Prof. Günther
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Prof. Dr. Jutta Günther, Rektorin Universität Bremen

Chancen nutzen trotz Krisen

Innovationen als Weg aus der Krise: Impulse von Prof. Dr. Jutta Günther

Trotz multipler Krisen bleibt Deutschland ein innovationsstarkes Land – vor allem im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Prof. Dr. Jutta Günther, Rektorin der Universität Bremen, betonte in ihrer Keynote auf dem DIT 2025 die zentrale Rolle wirtschaftlicher Innovationen für die Überwindung aktueller Herausforderungen. Es brauche dafür einen Schulterschluss von Wirtschaft und Wissenschaft, flankiert durch privatwirtschaftlich organisierte Initiativen, die den Transfer von Wissen und Technologien aus Hochschulen in marktrelevante Entwicklungen beschleunigen.

Ein weiteres zentrales Anliegen der Wissenschaftlerin: Bildung. Investitionen in Bildungseinrichtungen seien essenziell – nicht nur zur Fachkräftesicherung, sondern auch als Grundlage für technologische Souveränität. Gerade im Bereich der KI gelte es, ein neues Denken zu etablieren, das die Chancen stärker betont und bestehende Vorbehalte abbaut.

Mit Blick auf Europa warb Günther für ein starkes europäisches Innovationssystem. Zusätzliche Mittel – wie etwa die geplanten 500 Millionen Euro für den EU-Research Fund – könnten helfen, Talente aus aller Welt an europäische Hochschulen zu holen und so Forschung und Entwicklung gezielt zu stärken. Aus ökonomischer Sicht sollten staatliche Infrastrukturförderungen stärker auf zukunftsweisende Forschungs- und Bildungsinnovationen ausgerichtet sein.

Keynote Matthias Zink
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Matthias Zink, Mitglied des Vorstands der Schaeffler AG

Die Zukunftsfähigkeit Deutschlands auf dem Prüfstand

German Engineering statt German Bedenken: Matthias Zink über die Zukunft der Automobilindustrie

Matthias Zink, Vorstandsmitglied der Schaeffler AG, rief in seinem Vortrag auf dem DIT 2025 zu einem selbstbewussteren Umgang mit deutscher Ingenieurskunst auf. Statt von German Angst sollten wir künftig wieder von German Engineering sprechen – als Synonym für Mut, Innovationskraft und Gestaltungskompetenz. Ingenieurwesen bedeute, lebenslang neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen – gerade jetzt sei diese Haltung entscheidend für die Transformation der Automobilindustrie.

Zink machte deutlich, dass viele gut gemeinte Regulierungen in Europa inzwischen zum Wettbewerbsnachteil geworden seien. Ihre Komplexität behindere Innovationen, statt sie zu fördern. Während in den USA mit Optimismus agiert und in China strategisch umgesetzt werde, herrsche in Europa häufig ein lähmender Regelungsdruck. Deshalb engagiere sich Zink inzwischen aktiv in politischen Prozessen – nicht, weil er es wolle, sondern weil es notwendig sei.

Trotz dieser Herausforderungen sieht Zink großes Potenzial: In puncto Nachhaltigkeit sei Deutschland technologisch weiter als oft angenommen – doch dieser Vorsprung werde öffentlich zu wenig wertgeschätzt. Statt Erfolge kleinzureden, plädierte er für einen konstruktiven, lösungsorientierten Diskurs. Viele Menschen seien bereit für den Wandel, wenn Chancen klar benannt würden. Seine Botschaft: Auch im föderalen System könne Zukunft gelingen – wenn Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gemeinsam handeln.

Wir müssen den Willen aufbringen und den Regelkreis wieder stärken – durch Bildung, starke Köpfe und die gemeinsame Umsetzung neuer Innovationen und Produkte. Die wichtigsten Punkte seien zukünftig:

  • Transformation, Digitalisierung und Automatisiertes Fahren
  • Innovationen und Technik als Stärke erkennen und fördern
  • Investitionen in Menschen und ihre Bildung, um diese Herausforderungen umsetzen zu können
Keynote Yasmin Fahimi
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Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds

Wie qualifizieren wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für die Zukunft?

Deutschland könne Innovations und Technologiemotor der Zukunft sein, dessen ist sich Yasmin Fahimi sicher. Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes betont aber, dass dies nicht ohne qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gehe. 

Denn es brauche ein Umdenken. Deutschland müssen weiter Technologiestandort sein und könne sich nicht nur auf Dienstleistungen konzentrieren. Dafür brauche es langfristige, tragfähige Konzepte und Innovationen.

Dabei sollte das Geld aber nicht mit der Gießkanne verteilt werden. Denn man müsse "in Köpfe investieren und nicht in Beton". Es komme zukünftig zu einem Missverhältnis von hoher Arbeitslosigkeit und zeitgleichem Fachkräftemangel. Es brauche mehr Bildungsanstrengungen und Förderung.

Keynote Prof. Grimm
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Prof. Veronika Grimm, Wirtschaftsweise

Mehr Pragmatismus wagen

Prof. Veronika Grimm über Innovation und wirtschaftliche Zukunftssicherung

Prof. Veronika Grimm, Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und Professorin an der TU Nürnberg, forderte auf dem Deutschen Ingenieurtag 2025 verlässliche Rahmenbedingungen für nachhaltiges Wachstum und technologischen Fortschritt. Innovation entstehe dort, wo langfristige Investitionen möglich seien – dafür brauche es politische Stabilität und weniger Bürokratie.

Grimm kritisierte die aktuell zu komplexen und teilweise hemmenden Regulierungen der zentralen Zukunftsfelder. "Wir müssen beim Hochlauf neuer Technologien mehr Pragmatismus wagen."Der Wasserstoffhochlauf hat zwar begonnen, doch die Regulierung schreitet schneller voran als der Ausbau. Die politische Gestaltung müsse marktnäher und lösungsorientierter erfolgen, um technologische Entwicklungen nicht durch Überregulierung zu ersticken.

Zugleich plädierte sie für gezielte Investitionen in die Zukunft – insbesondere in Bildung und nachhaltige Infrastrukturen. Statt breit zu streuen, müssten Mittel dort eingesetzt werden, wo sie langfristig wirken: in Felder mit Innovationspotenzial und wirtschaftlicher Hebelwirkung. Nur so lasse sich Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit im globalen Umfeld sichern und die Industrie als Rückgrat der Wirtschaft stärken.

Podiumsdiskussion
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Ursula Heller, Adrian Willig, Veronika Grimm, Matthias Zink, Yasmin Fahimi und Lutz Eckstein (v.l.n.r.)

Podiumsdiskussion

Zwischen Aufbruch und Realität: Fachkräfte, Innovation und Akzeptanz

Die Fäden aller Speakerinnen und Speaker liefen am mittag auf dem Podium zusammen. Veronika Grimm, Jasmin Fahimi, Matthias Zink und VDI-Direktor Adrian Willig diskutierten darüber, wie eine Vision für die Zukunft für den Standort Deutschland 2050 aussehen könne. Trotz einiger Unterschiede in den Positionen der Teilnehmenden, herrschte Einigkeit darüber, dass Deutschland eine klare technologiepolitische Vision benötigt.

Fahimi betonte die Dringlichkeit einer umfassenden Fachkräftestrategie. Der Missmatch zwischen Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel sei offensichtlich – besonders im MINT-Bereich. Investitionen müssten gezielt erfolgen, nicht mit der Gießkanne. Es brauche eine engere Zusamenarbeit von Arbeitnehmervertretern, Unternehmen und Politik, um eine solche langfristige Strategie zu entwickeln. Denn nur wenn die laufenden und bevorstehenden Transformationsprozesse erklärt würden, könne die nötige Akzeptanz geschaffen werden. 

Grimm unterstrich die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen. Innovation brauche Freiraum statt Überregulierung. Sie warnte vor falschen politischen Anreizen. So sehe sie Beschränkungen wie den EU-AI Act äußerst kritisch, der Innovation eher bremse als fördere. Zudem sei es essenziell, dass Bildungserfolge nicht von der Herkunft anhängen, sondern jedes Talent von Anfang gefördert werde.

Matthias Zink betonte, Schaeffler investiere gezielt in Mitarbeitende, bilde beständig weiter und nehme Ängste ernst. Zwar sei es manchmal "kritisch, Menschen im Unternehmen zu halten – aber es lohnt sich.“ Denn wenn in die Qualifikation der Mitarbeitenden investiert werde, senke dies die Angst vor Arbeitsplatzverlust und die Menschen würden die Veränderungen mit tragen. Technologischer Fortschritt allein genüge nicht – auch soziale Prozesse müssten mitgedacht werden.

Auch VDI-Direktor Adrian Willig wiederholte wie entscheidend für technologische Akzeptanz, die Kommunikation sei. Menschen lehnen ab, was sie nicht verstehen. Daher wäre es wichtig, neue Entwicklungen einzuordnen und Technologie zu erklären. Hier sei der VDI in der Pflicht seine Kompetenz zu nutzen, um über Chancen und Risiken neutral und fachkundig zu informieren und Pilotprojekte zu fördern. Gemeinsam könne man die Gesellschaft mitnehmen und Deutschland zukunftsfähig machen. 

Denn „es ist kein Naturgesetz, dass Deutschland wirtschaftlich erfolgreich bleibt. Der Innovationsmotor stottert in Deutschland. Innovationen werden in Deutschland oft zu langsam oder auch gar nicht gezielt bis zur Marktreife gebracht. Ingenieure und Ingenieurinnen liefern die Machbarkeit für die Herausforderungen unserer Zeit. Es braucht endlich wieder eine klare Vision für Technik und Innovation als Grundlage unseres Wohlstands."

Einigkeit herrschte: Deutschland braucht verlässliche, strategische Weichenstellungen – und mehr Mut, Wandel als Chance zu begreifen.

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Das 5-Punkte-Programm für einen wettbewerbsfähigen Innovationsstandort

VDI-Präsident Lutz Eckstein schwor die Gäste auf eine Ära der Innovation ein. In seiner Keynote blickte er weit über den Tellerrand nach China, in die USA und Indien und die rasanten Entwicklungen, die dort stattfinden. Entscheidend sei überall eine Vision und ein konkretes Zielbild sowie eine langfristige Strategie, um diese zu erreichen. Es sei dringend notwendig diese Strategie auch in Deutschland weiter zu entwickeln. Dazu benötige es Ideen, die über eine Legislaturperiode hinaus reichten. Die wichtigste Ressource seien dabei die Menschen und Bildung, die schon früh auch die technische Bildung mehr in den Blick nehmen müsse.

Hierzu habe er fünf zentrale Punkte identifiziert:

  1. Deutschland braucht eine langfristige Technologie- und Innovationsstrategie mit klaren Zielen und Prioritäten, über Legislaturperioden hinaus.
  2. Notwendig ist der Aufbruch in eine neue Zeit der Innovation, damit Deutschland als integraler Teil von Europa, im globalen Wettbewerb in Schlüsseltechnologien eine führende Rolle spielt. Das Land benötigt dringend zukunftsfähige Ansätze der Wertschöpfung, wofür Innovationen in Technologien, Wirtschaft und Gesellschaft Voraussetzungen sind.
  3. Eine wichtige Grundlage für den Erfolg einer langfristigen Technologie- und Innovationsstrategie sind Vertrauen und gesellschaftliche Akzeptanz. Hierzu braucht es offene, faktenbasierte gesellschaftliche Debatten über Chancen und Risiken von Technologien.
  4. Aus Ideen muss Wertschöpfung werden. Wettbewerbsfähige sowie verlässliche Rahmenbedingungen sind unabdingbar, um Patente, Forschungsergebnisse und Entwicklungen erfolgreich in die industrielle Anwendung zu bringen und Wertschöpfung in Deutschland zu generieren.
  5. Der Schlüssel für Innovationsfähigkeit sind Fachkräfte, insbesondere im technischen Bereich. Der VDI fordert eine umfassende Fachkräftestrategie, einschließlich einer konsequenten und verbindlichen MINT-Bildung in allen Schulformen.

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Prof. Zhongqin Lin

Vortrag des Präsidenten der Chinese Mechanical Engineering Society

Abendprogramm

In seinem Vortrag sprach Prof. Zhongqin Lin, President CMES (Chinese Mechanical Engineering Society) über die lange Geschichte des Ingenieurwesens in seiner Heimat China. Schon im Jahre 605 sei die Anji-Brücke fertiggestellt worden und seitdem habe sich die Ingenieurskunst beständig weiterentwickelt.

Trotz aller technischen Neuerungen, die es seitdem gegeben habe, ständen wir heute vor großen Herausforderungen, die auch technische Entwicklung erforderten. Und da für ein Vorankommen und für Innovationen ein echter Austausch eine wichtige Rolle spiele, gehe es darum, weiter Brücken zu bauen, auch und gerade zwischen den Ingenieurinnen und Ingenieuren weltweit.

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A. Willig, W. Clauß, E. Haller, R. Schöneburg, L. Eckstein

Drei Ehrenmitgliedschaften für außerordentliches ehrenamtliches Engagement

Ehrungen

Das Rückgrat des VDI sind die vielen tausende engagierten Ehrenamtlichen. Darum bietet der Deutsche Ingenieurtag den richtigen Rahmen, um dem Ehrenamt zu danken und besonderes Engagement auszuzeichnen.

Präsident Lutz Eckstein betont, die Ehrenmitgliedschaft werde vergeben, als "Wertschätzung für Engagement und Tatkraft, nicht nur im Beruf als Ingenieur und Ingenieurin, sondern im Ehrenamt. Denn diese Preisträger haben sich über alle Maße für den VDI und somit für die Gemeinschaft eingebracht." Gerade heute sei eine aktive Gestaltung wichtiger denn je.

Mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaften würdigten Präsident Lutz Eckstein und Direktor Adrian Willig das herausragende ehrenamtliche Engagement dreier Persönlichkeiten, die sich über Jahrzehnte hinweg um den VDI und die Ingenieurgemeinschaft verdient gemacht haben.

Prof. Dr.-Ing. Rodolfo Schöneburg wurde für sein langjähriges Wirken im Bereich der Verkehrssicherheit ausgezeichnet – ein Engagement, das weit über das Berufliche hinausgeht.

Prof. Dr.-Ing. Wilfried Clauß wurde für seine Dienste in der Weiterentwicklung des VDI geehrt, insbesondere die Entwicklung der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (GBG).

Prof. Dr.-Ing. Eberhard Haller erhielt die Ehrenmitgliedschaft, da er als langjähirger Vorsitzender des Finanzbeirats, den VDI in seiner jetzigen Form maßgeblich mit gestaltet hat.

Die Auszeichnungen stehen stellvertretend für die tausenden Ehrenamtlichen im VDI, ohne deren Tatkraft und Mitgestaltung die Arbeit des Vereins nicht möglich wäre. Gerade in Zeiten des Wandels ist aktives Engagement ein entscheidender Faktor für eine zukunftsfähige Ingenieurgesellschaft.

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Prof. Sabine Kunst

Preisträgerin Prof. Sabine Kunst als Vorbild für Frauen in technischen Berufen

Grashof-Denkmünze

Prof. Sabine Kunst ist promovierte Umweltbiotechnologin. Nach leitenden Positionen an der Universität Potsdam und beim Deutschen Akademischen Austauschdienst wurde sie Wissenschaftsministerin in Brandenburg. Anschließend übernahm sie das Präsidentenamt der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2022 ist sie Vorstandsvorsitzende der Hamburger Joachim Herz Stiftung. Ihre Verdienste reichen von der Wasserwirtschaft bis zur Förderung junger Frauen in MINT-Berufen.

„Ihr wissenschaftliches Werk, ihre innovativen Lösungen und ihre Weitsicht haben einen enormen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung und dem Schutz unserer Wasserressourcen geleistet“, so VDI-Präsident Prof. Lutz Eckstein. Weiter sagt er: „Frau Prof. Kunst hat stets darauf hingewiesen, wie wichtig eine gleichberechtigte Teilnahme von Frauen an wissenschaftlichen und technischen Berufen ist, um das volle Potenzial der Gesellschaft zu entfalten.“

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Prof. Siegfried Rußwurm

Preisträger Prof. Siegfried Rußwurm als Impulsgeber der Industrie

Siegfried Rußwurm, der sich selbst als „Technik-Freak“ bezeichnet, hat die deutsche Industrie über Jahrzehnte geprägt – unter anderem als Vorstand bei Siemens. Zuletzt war er als Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) die wichtigste Stimme für die Interessen der Industrie in Deutschland und Europa. Der VDI würdigte ihn mit der Grashof-Denkmünze für seine technologische Exzellenz, Innovationskraft und sein unermüdliches Engagement für eine nachhaltige Industriepolitik. Als Honorarprofessor und Mitglied zahlreicher Gremien schlägt er aktiv die Brücke zwischen Forschung und Praxis. Prof. Lutz Eckstein sagt über ihn: „Sie haben schon früher als viele andere die Chancen der Digitalisierung und der aufkommenden KI-Technologien erkannt und insbesondere für die industrielle Anwendung stets nach passenden Lösungen gesucht und oft gefunden.“ Von 2021 bis 2024 führte er als Präsident die größte und wohl bedeutendste Wirtschaftsvereinigung in Deutschland, den BDI. „Sein außergewöhnliches Engagement zeigt sich nicht nur in seinen Führungsrollen, sondern auch in seinem Einsatz für Wissenschaft und Forschung“, ergänzt Eckstein.

Kurze Zusammenfassung Fachsessions

Am Nachmittag wurde an zukunftsweisenden Themen gearbeitet und in den Fachsessions über wichtige Entwicklungen diskutiert. Hier erhielten die Gäste Impulse durch Fachvorträge und konnten mit anderen Fachleuten auf Podium und im Publikum diskutieren. Neben kurzen Zusammenfassungen finden Sie hier das Vortragsprogramm. (Weitere Ergänzungen folgen.)

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Prof. Anke Weidlich beim Vortrag zu Flexibilität und Systemdienlichkeit im Stromsystem

Um die Stromnetze der Zukunft ging es in der VDI-Fachsession Energie, moderiert von Dr.-Ing. Jochen Theloke. Mitten in der Energiewende gibt es noch einiges zu tun, besonders jetzt, wo der Ausbau der Erneuerbaren Energien an Fahrt aufnimmt.

Auch in den Kurzvorträgen drehte sich alles um die Bedeutung der Verteilnetze als wichtiger Teil der Energiewende. Dr. Tim Meyer, 3Epunkt, formulierte sehr deutlich: Die Verteilnetze sind der größte Flschenhals bei der Umsetzung der Energiewende. Erst mit wachsendem Problemdruck wurden Verteilnetze von der Politik als wichtiger Baustein entdeckt. Leider 5-10 Jahre zu spät, wie Tim Meyer konstatierte. Aktuell trifft der massenhafte PV-Zubau auf mangelnde Netzstrukturen. Doch auch die Verteilnetzbetreiber sind nicht ganz unschuldig am Problem: Jeder Betreiber kann eigene Regeln erlassen, so dass die technische Vielfalt zu deutlicher Ineffizienz führt.

Prof. Anke Weidlich, INATECH, hob in ihrem Vortrag hervor, dass der Strombedarf größer wird, denn immer mehr E-Mobilität, neue Batteriespeicher, Wärmepumpen und Elektrolyseure heizen die Nachfrage weiter an. Aktuell stammen Flexibilitäten vor allem aus Großkraftwerken und dem Außenhandel – insbesondere aus Braun- und Gaskraftwerken. Nur durch ein flexibles Energiesystem und ein neues Strommarktdesign werden wir in Deutschland die Herausforderungen eines intelligenten Stromsystems in den kommenden Jahren meistern können, so die Energieexpertin.

Prof. Dr. rer. nat. Sebastian Lehnhoff, Vorstandsvorsitzender des OFFIS Instituts für Informatik in Oldenburg, legte dar, was Open Source zu einer schnellen und sicheren Digitalisierung in den Verteilnetzen beitragen kann. Aktuell arbeiten die allermeisten Verteilnetzbetreiber mit ihrer eigenen Verteilnetzsoftware. Das ist absolut ineffizient und ermöglicht keine Schnittstellen. Open Source wäre dagegen ein optimales Tool zur Beschleunigung des Innovationstransfers in der Energiewirtschaft.

Die Vortragenden und das Publikum waren sich einig: Die Probleme sind hinlänglich bekannt, jetzt muss die Politik schnell die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen, und die Energiewirtschaft muss noch enger und besser kooperieren, damit die Verteilnetze den Herausforderungen einer sicheren, bezahlbaren und nachhaltigen Stromversorgung gerecht werden können.

Herr Stryi-Hipp stellte in einem Impuls-Vortrag die Arbeiten der Topic Force Energie der Initiative Zukunft Deutschland 2050 vor. Dort wird die Vision einer sicheren, bezahlbaren und klimaneutralen Energieversorgung für den Zukunftsstandort Deutschland erarbeitet.

Im Anschluss diskutierten die Vortragenden mit Gerhard Stryi-Hipp und Professor Harald Bradke über Zukunft Energie 2050. Stefanie Mollemeier moderierte die Diskussionsrunde kompetent und abwechslungsreich. Es wurde klar, im Bereich der Netze ist noch viel zu tun, vieles davon betrifft nicht nur den Ausbau, sondern es herrscht auch ein Modernisierungsstau sowohl im Bereich der Infrastruktur, als auch Digitalisierung. Die Experten und Expertinnen hatten jedoch nicht nur Problembeschreibungen im Gepäck, sondern auch Lösungen. Neben technischen Innovationen brauche es ein gesamtgesellschaftliches langfristiges Zielbild, sowie klare Rahmenbedingungen für langfristige Innovationen und Investitionen.

Die Antwort der Expertenrunde nach ihrem Wunsch für die Zukunft der Energie 2050 war klar: eine Energieversorgung, die klimaneutral sicher und bezahlbar ist. So müsse die Energieversorgung endlich „enkeltauglich“ werden, statt auf Kosten der zukünftigen Generationen und der Menschen im globalen Süden zu gehen.

Außerdem solle man den positiven Blick auf die Potenziale der Umgestaltung stärker betonen, denn Deutschland könne 2050 mit seinen Erfahrungen aus der Energiewende der globale Marktführer für Regelungstechnik komplexer Energiesysteme werden, wenn wir es jetzt richtig  anpacken.

Programminhalte

 

Moderation: Dr.-Ing. Jochen Theloke, Geschäftsführer der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt

 

Verteilnetze: das vergessene Rückgrat der Energiewende

  • Ursachen und Symptome der Überlastung
  • mangelnde Vorbereitung auf die steigende Nachfrage
  • Handlungsfelder und Lösungsansätze
  • Ausblick auf zukünftige Netzoptimierungen

Dr. Tim Meyer, Energiewendeunternehmer und -berater, 3Epunkt, Hamburg

Dr. Tim Meyer im Interview

 

Nutzung von Flexibilitäten in einem intelligenten Stromsystem

  • Flexibilität Energiesystem 
  • Strommarktdesign 
  • Stromnetze 
  • Systemdienlichkeit 

Prof. Dr., D.E.S.S., Dipl.-Wi.-Ing. (FH) Anke Weidlich, Institut für Nachhaltige Technische Systeme INATECH, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

 

Open Source für schnelle und sichere Digitalisierung in den Verteilnetzen

  • Open Source erhöht die Sicherheit in Verteilnetzen.
  • Open Source ist notwendig zur Beschleunigung des Innovationstransfers in die Energiewirtschaftliche Praxis.
  • openKonsequenz ist eine Genossenschaft aus Verteilnetzbetreibern, die sich diesem Ansatz verschrieben haben.

Prof. Dr. rer. nat. Sebastian Lehnhoff, Vorstandsvorsitzender des OFFIS Instituts für Informatik in Oldenburg

 

Impulsvortrag: Zukunft Energie 2050 – Einführung in die Energieaspekte des VDI-Projektes Zukunft Deutschland 2050

Gerhard Stryi-Hipp, Vorsitzender des Fachausschuss Regenerative Energien (FARE) in der VDI-GEU

 

anschließende Podiumsdiskussion: Zukunft Energie 2050

Moderation: Stefanie Mollemeier, stellvertr. Vorsitzende des FA Informationstechnik in der VDI-GEU

Teilnehmende: Prof. Dr.-Ing. Harald Bradke,  Sebastian Lehnhoff, Tim Meyer, Anke Weidlich, Gerhard Stryi-Hipp

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Vortrag von Dr.-Ing. Christoph Höhmann zu Verantwortung, Sicherheit und Systemauslegung im automatisierten Fahren

In den Fachsession Mobilität diskutierten Expertinnen und Experten über die Zukunft des automatisierten Fahrens.

Weitere Infos folgen in Kürze.

Programminhalte

 

Moderation: Dipl.-Ing. Alexander Bloch, Motorjournalist

 

Automatisiertes Fahren – warum, wo und wann?

  • Deutsche Führungsposition beim automatisierten Fahren in Privatfahrzeugen 
  • Starke deutsche Beteiligung beim fahrerlosen Lkw-Transport im Süden der USA
  • Robotaxis dominiert von Waymo und chinesischen Playern
  • für Deutschland/EU ist v.a. Transport und ÖPNV interessant

Prof. Dr.-Ing. Steven Peters, Head of Institute of Automotive Engineering, TU Darmstadt

Prof. Peters im Interview

 

Vertrauenswürdige hochautomatisierte Fahrsysteme durch interdisziplinäre Entwicklung

  • Übergang von SAE Level 2 zu 3 stellt einen Paradigmenwechsel dar
  • Größerer Verantwortungsumfang des Fahrzeugherstellers muss im Entwicklungsprozess abgebildet werden
  • Systeme müssen vertrauenswürdig sein hinsichtlich Sicherheit und Verkehrsregeleinhaltung.
  • Systemauslegung von Projektbeginn, gemeinschaftlich, interdisziplinär, einschließlich Recht und Ethik
  • Gesamtziel ist, sämtlichen Verkehrsteilnehmenden zuverlässige und sichere Systeme bereitzustellen

Dr.-Ing. Christoph Höhmann, Technical Compliance Automated Driving, Mercedes-Benz Group AG

 

Automatisiertes Fahren – Zulassung heute und in der Zukunft

Dipl.-Ing. Richard Damm, Präsident des Kraftfahrt-Bundesamt

 

Impulsvortrag: Kontrolle ist gut – Vertrauen ist besser? Autonom unterwegs im Straßenverkehr

  • Akzeptanz des autonomen Fahrens – welche Faktoren sind für den individuellen Nutzer relevant?
  • Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Autonomes Fahren im privaten Pkw versus öffentlichem Verkehr
  • Erwünschte und erwartbare Veränderungen im Mobilitätsverhalten (intended and unintended effects)

Prof. Dr. rer. nat. Barbara Lenz, ehemalige Direktorin des DLR-Instituts für Verkehrsforschung

 

Podiumsdiskussion: Zukunft Mobilität 2050

Teilnehmende: Prof. Dr.-Ing. Steven Peters, Dr.-Ing. Christoph Höhmann, Dipl.-Ing. Richard Damm, Prof. Dr. rer. nat. Barbara Lenz

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Vortrag von Prof. Dr. Thomas Klindt zur rechtlichen Einordnung des AI Act

Künstliche Intelligenz – Chancen, Regulierung und konkrete Anwendungen

In der VDI-Fachsession zur Künstlichen Intelligenz diskutierten Expertinnen und Experten über Potenziale, Herausforderungen und die zukünftige Rolle von KI im Ingenieurberuf. Die Moderation übernahm Dieter Westerkamp, Bereichsleiter Technik und Gesellschaft beim VDI.

Zum Auftakt zeichnete Sabine Frank ein positives Bild der Möglichkeiten: „Künstliche Intelligenz ist ein Motor für Wachstum und Innovation.“ Richtig eingesetzt könne KI nicht nur die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit steigern, sondern auch dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Laut IW Consult könnten durch KI bis zu 330 Milliarden Euro zusätzliche Bruttowertschöpfung in Deutschland generiert werden. Zudem ließe sich jährlich Arbeitszeit in Höhe von rund 100 Stunden pro Person bei repetitiven Tätigkeiten einsparen – ein Potenzial, das Freiräume für kreative Aufgaben schafft.

Prof. Dr. Thomas Klindt beleuchtete den AI Act aus rechtlicher Perspektive. In einem unterhaltsamen Vortrag machte er deutlich: Die neuen Regulierungen sollten nicht als Bremse verstanden werden, sondern als verlässlicher Rechtsrahmen, der Unternehmen Sicherheit bei der Entwicklung und Implementierung KI-basierter Lösungen bietet.

Prof. Dr. Axel Ngonga betonte die Bedeutung von erklärbarer KI. Nur wenn Algorithmen – etwa hinter großen Sprachmodellen – nachvollziehbar seien, könne Vertrauen entstehen. Das sei insbesondere für den Einsatz in ingenieurspezifischen Fachanwendungen entscheidend.

Christine Maul und Alexander Fey stellten zentrale Ergebnisse der aktuellen VDI-Studie zur KI im Ingenieurberuf vor. Sie zeigten, in welchen Bereichen KI schon heute im Arbeitsalltag entlasten kann. Voraussetzung dafür sei jedoch die Bereitschaft, neue Technologien zu erproben, sowie die gezielte Qualifizierung von Mitarbeitenden.

Auch in der anschließenden Diskussion wurde deutlich: Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig – von der Planung über die Produktion bis hin zur Wartung technischer Systeme. Damit Unternehmen diese Potenziale ausschöpfen können, braucht es eine aktive Weiterbildungskultur und offene Innovationsstrukturen. Nur so könne der Fachkräftemangel abgefedert und Akzeptanz für KI geschaffen werden.

Programminhalte

 

Moderation: Dieter Westerkamp, Bereichsleiter VDI Technik und Gesellschaft

 

Künstliche Intelligenz: Motor für Wachstum und Innovation 

  • Wie KI Innovationskraft und Transformation beflügelt  
  • Potenzial von KI für die deutsche Wertschöpfung 
  • Mit intelligenten Technologien der Produktivitätskrise entgegenwirken

Sabine Frank, Leiterin, Government Affairs and Public Policy DACH & YouTube DACH/CEE, Google

 

Rechtliche Perspektive auf den AI-Act 

  • KI ist nunmehr eine regulierte Industrie!
  • Es gibt demnächst Marktüberwachungsbehörden.
  • Parallel arbeitet die EU an einer KI-Haftungsrichtlinie.

Prof. Dr. Thomas Klindt, Senior Partner, Noerr Partnerschaftsgesellschaft mbB

Prof. Klindt im Interview

 

Engineering XAI

  • Was ist erklärbare KI (XAI)?
  • XAI für Engineering
  • Engineering von XAI

Prof. Dr. Axel-Cyrille Ngonga Ngomo, Universität Paderborn

Prof. Ngonga Ngomo im Interview

 

Impulsvortrag: Ergebnisse der GMA-Studie zu "gKI und seinen Auswirkungen auf die Arbeit von Ingenieurinnen und Ingenieuren“

  • Wie veränderte Generative KI unsere Arbeit, heute und in Zukunft?
  • Welche kreativen, konstruktiven, prüfenden Aufgaben kann und wird Generative KI übernehmen?
  • Welche Rolle kann Generative KI in der Arbeit des VDI bekommen?
  • Über 500 VDI-Mitglieder haben Fragen beantwortet: Was sind ihre Erwartungen?

Prof. Dr.-Ing. Alexander Fay, Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Automatisierungstechnik

Prof. Fay im Interview

 

Podiumsdiskussion: Was bedeutet KI für das zukünftige Ingenieurwesen?

Teilnehmende: Sabine Frank, Prof. Dr. Thomas Klindt, Prof. Dr. Axel-Cyrille Ngonga Ngomo, Dr.-Ing. Christine Maul, Advanced Process Control, Covestro Deutschland AG

Prof. Dr.-Ing. Marc Kraft betonte in der Fachsession: "Medizintechnik wird von Ingenieurinnen und Ingenieuren entwickelt. Sie unterstützt den kompletten medizinischen Betreuungsprozess mit den Zielstellungen, in der Prävention einen besseren Gesundheitserhalt, in der Diagnostik eine verbesserte Früherkennung von Krankheiten, in der Therapie bei minimaler Patientenbelastung einen optimalen Heilungsprozess und in der Rehabilitation eine bestmögliche Wiedereingliederung und Teilhabe von Menschen mit Einschränkungen oder Krankheiten zu erreichen. Wir im VDI helfen Beschäftigten in der Gesundheitsbranche dabei, diese Technik zu optimieren, damit auch Sie gesund bleiben oder wieder gesund werden können."

Die Themen waren zu spannend wie vielfältig. (Weitere Infos folgen)

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André Steinbuß mit einem Vortrag zu Nachhaltigkeit im Gesundheitssektor

Programminhalte

 

Moderation: Prof. Dr.-Ing. Marc Kraft, Universitätsprofessor, Leiter des Fachgebietes Medizintechnik der TU Berlin

 

Neurotechnik: Medizintechnische Möglichkeiten für eine individuelle Behandlung und Rehabilitation

  • Neurotechnik als Alternative zu Pharmaka
  • Behandlung durch Strom statt Pillen
  • Steuerung von Hilfsmitteln mit Hirnsignalen
  • Fühlende Prothesen
  • Mikrotechnische Implantate

Prof. Thomas Stieglitz, Professur (Ordinariat) für Biomedizinische Mikrotechnik, Universität Freiburg             

 

Nachhaltigkeit in der Medizintechnik – Chancen und Herausforderungen

  • Die Bedeutung von Nachhaltigkeit für die Gesundheitssektor
  • CO2-Fußabdrücke von Gesundheitsversorgern und der Medizintechnik-Industrie
  • Produkt-Design für Nachhaltigkeit
  • Kreislaufwirtschaft in der Medizintechnik
  • Transformation zu weniger CO2-intensiven Versorgungsmöglichkeiten

André Steinbuß, Teamleiter Corporate Marketing, Siemens Healthineers AG

 

Industrie und Planetare Gesundheit – Was wir brauchen, um die größten Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam zu lösen

  • Einführung Planetare Gesundheit
  • Update Planetary Health Check Up – Wo stehen wir?
  • Blick in die Zukunft – welche technischen Entwicklungen brauchen wir, um die planetaren Grenzen einzuhalten

Dr. Andrea Nakoinz, Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V.

Dr. Nakoinz im Interview

 

Impulsvortrag: Welches zukünftige Gesundheitssystem will unsere Gesellschaft? Worauf kommt es aus Patientensicht an?

  • Zukunft des Gesundheitswesens: Demografischer Wandel, Finanzknappheit, Personalknappheit
  • Gesellschaftliche Erwartungen: faire, gerechte, solidarische Finanzierung der Gesundheitsversorgung
  • Patienten wollen individuelle Behandlung, persönliche Betreuung, mehr Prävention.
  • Disparitäten der Versorgung (Stadt-Land, arm-reich) drohen und führen zu Konflikten.
  • Digitalisierung und KI-Einsatz können das Gesundheitssystem disruptiv verändern.

Prof. Dr. Christiane Dienel, Geschäftsführerin, nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung GmbH

 

Podiumsdiskussion: Zukunft Gesundheit 2050

Teilnehmende: Prof. Dr.-Ing. Marc Kraft, Prof. Dr. Christiane Dienel, Prof. Thomas Stieglitz, Dr. Andrea Nakoinz, André Steinbuß

Bild: Julian Huke Photography
Vortrag von Michael Fritz zu Technikbegeisterung und Technikmündigkeit

MINT-Bildung ist der Schlüssel!

Eine starke MINT-Bildung ist essenziell für den Technologiestandort Deutschland. In unserer Fachsession Qualifikation und Bildung wurde deutlich: Zukunftskompetenzen – sogenannte Future Skills – müssen schon heute durch gute Bildung und Qualifizierung vermittelt werden.

Spannende Fachvorträge, eine lebhafte Paneldiskussion und der aktive Austausch mit dem Publikum zeigten, wie wichtig es ist, Begeisterung für Technik zu wecken und das gemeinsam. Denn nur durch interdisziplinäre Zusammenarbeit lassen sich die komplexen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft bewältigen.

Ein zentrales Problem dennoch besteht: Die Zahl der MINT-Absolvent*innen sinkt. Deshalb engagieren wir uns als VDI mit vielfältigen Maßnahmen, um junge Menschen für Technik zu begeistern – natürlich auch auf dem DIT.

Programminhalte

 

Moderation: Pascal Arras (Vorsitzender VDI Young Engineers) BEW Berliner Energie und Wärme GmbH und Fenja Feitsch (ehem. Vorsitzende VDI Young Engineers) Schweizerische Bundesbahnen AG

 

Kompetenzbedarfe von Ingenieurinnen und Ingenieuren

  • Entwicklung der Kompetenzprofile in der Vergangenheit – Rückblick
  • Von einer Produkt- und Produktionsorientierung zu ganzheitlicheren Ansätzen
  • Konsequenzen für Ausbildungsprofile
  • Individuelle Lernpfade
  • Bedeutung der Grundlagen

Prof. Dr.-Ing. Gerhard Müller, Geschäftsführender Vizepräsident für Studium und Lehre, TU München


Technikbegeisterung wecken und Technikmündigkeit schaffen

  • Die Welt wird schneller, anders und anders anders. Der konstruktive Umgang mit Veränderung wird zur wichtigsten Kompetenz aller Menschen.
  • Technik ist einer der Treiber von Veränderungen – und schafft sowohl Lösungen als auch neue Herausforderungen.
  • Welche Kompetenzen brauchen mündige Bürger und Bürgerinnen in Deutschland im Jahr 2050? Was bedeutet das für den Auftrag von Bildungseinrichtungen heute und morgen?
  • Wie motivieren wir junge Menschen, technische Lösungen erfinden, erforschen, produzieren, installieren und warten zu wollen? Welchen Beitrag leisten dabei Bildungseinrichtungen gemeinsam mit außerschulischen Partnern wie dem VDI?

Michael Fritz, Gründer und Geschäftsführer der Initiative Zukunftsbildung
 

Der Arbeitsmarkt für Ingenieurinnen und Ingenieure – Ist-Situation und Ausblick

  • Engpässe in Ingenieur- und Informatikberufen
  • Beschäftigungsausblick
  • Bedeutung, Innovationskraft, Klimaschutz

Prof.-Dr. Axel Plünnecke, Leiter des Clusters Bildung, Innovation, Migration, Institut der deutschen Wirtschaft Köln

Herausforderungen und Anpassungsbedarfe im Bildungssystem in Deutschland

Prof. Andreas Schleicher, Direktor des Direktorats für Bildung, OECD

Podiumsdiskussion: Herausforderungen und Anpassungsbedarfe im Bildungssystem in Deutschland

Moderation: Pascal Arras, Fenja Feitsch

Teilnehmende: Prof. Dr.-Ing. Gerhard Müller, Michael Fritz, Prof.-Dr. Axel Plünnecke, Prof. Andreas Schleicher, Friderike Birenheide, Geschäftsführerin, VDI GaraGe

Bild: Julian Huke Photography
Aya Jaff thematisierte die Rolle der Tech-Elite und die Gestaltung fairer Innovation

Aufbruch, Vielfalt, Zukunft – WoMentorING-Fachsession auf dem DIT 2025

In der Fachsession der Initiative VDI-WoMentorING trafen sich nicht nur Ingenieurinnen, um über die Zukunft der Arbeitswelt zu diskutieren. Zwar steigt die Zahl der Frauen in MINT-Berufen noch immer langsam, aber die Frauen im Saal machten deutlich, dass sie das ändern möchten und mit ihrer Energie sicher auch werden. Kerstin Stromberg-Mallmann moderierte einen Nachmittag, der sich gut umschreiben lässt mit: Aufbruch, Vielfalt, Zukunft.

Gründen trotz Angst: Plädoyer für mehr Mut

Als Einstieg sprach Dr Ansgar Schleicher sehr anschaulich und mit vielen praktischen Beispielen darüber, wie man erfolgreich ein Startup gegründet und warum man das dringend tun sollte. Noch immer dominiere in Deutschland die Angst vor dem Scheitern. Eine Haltung, die viele innovative Ideen im Keim ersticke.

Mehr Diversität für Fortschritt für alle 

Programmiererin und Gründerin Aya Jaff sprach sehr engagiert über die Schwierigkeiten und eine große Ungleichheit in unserer TechWelt. Unter dem Titel „Innovation oder Illusion – wie die Tech-Elite Fortschritt missbraucht“ stellte sie die Frage nach Chancengleichheit im Technologieumfeld. Sie machte deutlich: Fortschritt sollte nicht einigen wenigen dienen, sondern allen Nutzen stiften. Nur durch mehr Diversität lasse sich langfristig echte Innovationskraft entfalten.

Widerstand als Antrieb

Um Mut und den Widerstand gegen verkrustete Strukturen, ging es auch bei der Autorin Annahita Esmailzadeh. Unter dem Titel „Widerstand als Antrieb – Mut, der die Welt verändert“ schilderte sie ihre eigenen Erfahrungen mit Vorurteilen und wie man mit Mut, eingetretene Pfade verlassen und den eigenen Weg finden kann. Ganz klar sei es wichtig, neue Rollenbilder zuzulassen und auch bei Gegenwind nicht aufzugeben.

Podium: Future Skills brauchen Haltung

In der Podiumsdiskussion zwischen den Speakerinnen und Speakern und Katharina Ritzer und Melanie Thaler herrschte Einigkeit darüber, dass die „Future Skills“ über Fachwissen hinausgehen. Vielfalt brauche keine Sonderrolle, sondern die richtigen Rahmenbedingungen, dazu den Mut, mit Menschen gemeinsam zu gestalten als Altbekanntes zu verwalten. Und so Annahita Esmailzadeh: „Manchmal braucht es nur diese eine Person, die einen an glaubt und man darf nie aufhören an sich selbst zu glauben, nur weil andere nicht wissen, wie sie mit dir umgehen sollen.“ Man müsse sich selbst treu bleiben.

Wir leben in einer Welt, die sich schneller verändert als je zuvor. Darum brauchen wir zukünftig mehr Flexibilität, Resilienz und  Offenheit für Neues, auch um gute Ideen voranzubringen. Statt Veränderungen nur negativ zu beäugen, sei es wichtig mitzugehen und Innovationen zu wagen. Mit Mut und Zuversicht.

Darum sind Initiativen und Netzwerke, wie das VDI-WoMentorING auch so wertvoll, denn sie liefern jungen Frauen Role Models und unterstützen sie dabei, ihren eigenen Weg zu gehen: mit Haltung, intensivem Austausch und einem starken Netzwerk.

Programminhalte

 

Moderation: Kerstin Stromberg-Mallmann, Talking Bridges

 

Wie gründe ich ein Start-up und warum sollte ich das tun?

  • Praktische Essentials einer Unternehmensgründung
  • Sieben Grundregeln für den Erfolg
  • Entwicklung, Finanzierung und Aufbau des Unternehmens

Dr. Ansgar Schleicher – Vorstand der S-UBG AG, Managing Partner der TVF Management GmbH und Aufsichtsratsmitglied der SOPTIM AG

Dr. Schleicher im Interview

 

Innovation oder Illusion? Wie die Tech-Elite Fortschritt missbraucht

Die Zukunft der Technologie gehört uns allen – wenn wir sie aktiv mitgestalten. Dieser Vortrag zeigt, wie wir die Dominanz der Tech-Elite hinterfragen und Technologie nutzen können, um gerechte, nachhaltige und inklusive Innovationen zu schaffen. Denn nur wenn wir gemeinsam an den Lösungen arbeiten, kann die Tech-Branche wirklich Fortschritt für alle bieten.

Aya Jaff, Programmiererin, Gründerin & Bestseller-Autorin

Aya Jaff im Interview

 

Widerstand als Antrieb: Mut, der die Welt verändert

Mut als Schlüssel zum Wandel: Wir alle stehen täglich vor Widerständen – sei es in unserem persönlichen Leben, in der Arbeitswelt oder in der Gesellschaft. Doch nur durch den Mut, den Status quo zu hinterfragen, können wir echte Veränderungen bewirken. In dieser Keynote zeigt Microsoft-Managerin und Bestsellerautorin Annahita Esmailzadeh, warum Mut nicht nur eine persönliche Entscheidung ist, sondern die treibende Kraft hinter Fortschritt und Innovation. Viele der Freiheiten, die wir heute genießen, wurden durch Menschen erkämpft, die bereit waren, Widerstand zu leisten und mutig für ihre Überzeugungen einzustehen. Annahita Esmailzadeh erinnert uns daran, wie wichtig es ist, diesen Mut fortzuführen – sei es, um neue Wege zu gehen, Visionen zu verfolgen oder für Gerechtigkeit einzustehen.

Annahita Esmailzadeh – Tech Leader Microsoft, Business Influencerin LinkedIn & Bestseller-Autorin

Annahita Esmailzadeh im Interview

 

Podiumsdiskussion: Future Skills

Teilnehmende: Dr. Ansgar Schleicher, Aya JaffAnnahita Esmailzadeh, Dr.-Ing. Katharina Ritzer, New-Work Expertin für Ingenieurinnen, Dr. Melanie Thaler, Co-Vorsitzende VDI-Netzwerk Frauen im Ingenieurberuf und Initiatorin von VDI-WoMentorING

Bild: Julian Huke Photography
Sophia Christmann bei ihrer Moderation der Fachsession Next Generation auf dem Deutschen Ingenieurtag 2025

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Programminhalte

 

Moderation: Christopher Stäglich, Mitglied im Organisationsteam VDI Young Engineers Kongress, Doktorand an der TU Dresden und Sophia Christmann, Mitglied im Organisationsteam VDI Young Engineers Kongress, Werkstudentin bei JUWI GmbH 

 

Von Null auf Industrie: Unser Weg als KI-Startup – mit dem VDI-Netzwerk in den Mittelstand 

  • Herausforderung Mittelstand – Wie wir als KI-Startup Zugang zu einer traditionell schwer erreichbaren Branche gefunden haben 
  • Rolle des VDI-Netzwerks – Warum das VDI-Netzwerk für uns ein Schlüssel war, um Vertrauen und Kontakte im produzierenden Gewerbe aufzubauen 
  • KI-Software für den Mittelstand – Wie wir mit datengetriebenen Lösungen helfen, Prozesse zu automatisieren und Datenqualität zu verbessern 
  • Erfahrungen & Learnings – Welche Hürden wir als Startup meistern mussten und was wir daraus gelernt haben 
  • Vertrauen in die Zukunft– Wie wir unser Wachstum weiter vorantreiben und welche Potenziale KI für den Mittelstand noch bietet 

Myriam Erath, Unternehmerin, CWO – Customized Workflow Optimizer – GmbH 

 

Leuchtturm-Gespräche

Interaktiver Austausch zwischen Erfahrung und Zukunft!
Drei herausragende Führungspersönlichkeiten, frisch geehrt für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement, beantworten den Nachwuchsingenieuren und Nachwuchsingenieurinnen Fragen zu Karriereentwicklung, Netzwerkbildung und der Bedeutung ehrenamtlichen Engagements im Ingenieurwesen.

 

VDI-Science Slam 

Moderation: Anna Hülkenberg, VDI 

Der VDI-Science Slam ist ein wissenschaftlicher Wettstreit, bei dem die Teilnehmenden ihre eigene Forschung unterhaltsam auf die Bühne bringen. Möglichst anschaulich und mit einer Portion Humor buhlen sie um die Gunst des Publikums. Die „Slammys“ bereiten mit viel Liebe zum Detail PowerPoint-Präsentationen vor. Denn es gilt mit Bildern, Videos oder Ähnlichem das Forschungsthema anschaulich, verständlich und sogar witzig zu erklären. Während dieses 10-minütigen Vortrags ist also alles erlaubt! Am Ende entscheidet das Publikum mit einem tosenden Applaus, wer den Science Slam gewinnt. 

Bild: Julian Huke Photography
Vortrag von Reiner Neumann über den effektiven Einsatz von Zahlen, Daten und Fakten zur Steigerung der Überzeugungskraft

In der Session Wissen kompakt stand die Innovation im Mittelpunkt, wie kann ich Innovationen fördern, wie kann ich Gründung vorantreiben und warum lohnt es sich neue Wege zu gehen. Harald Ostermann von der Innovationswerkstatt lieferte zahlreiche Ansätze und praktische Tipps für die Umsetzung. Lesen Sie auch das Interview hier.

Programminhalte

 

Moderation: Lena Jung, Gruppenleiterin VDI Wissensforum GmbH

 

Back2Innovation – eine interaktive Diskussion mit vielen Praxistipps

  • Innovationen scheitern nicht an Ideen – sondern am Mindset!
  • Neugier ist der Erfolgsfaktor Nr. 1 – weck sie wieder!
  • Sofort anwendbare Tricks für mehr Innovation im Alltag

Harald Ostermann, Geschäftsführer, Innovationswerkstatt

Harald Ostermann im Interview

 

Überzeugen mit Zahlen-Daten-Fakten (Z-D-F): Informationen einordnen – erklären – erfolgreich argumentieren

  • Z-D-F: Was wir wahrnehmen und erinnern
  • Typische Fallen erkennen
  • Z-D-F: richtig einsetzen 
    • Verstanden werden, Argumente ordnen
  • Z-D-F: überzeugen mit Emotionen
    • Storytelling (auch) für Fakten

Dipl.- Psychologe Reiner Neumann, Berater, Trainer, Autor

 

Speedboats - der schnellste Weg von der Idee zur Umsetzung

  • Speedboats bringen Leben ins Unternehmen – und wie!
  • In 100 Tagen zur nächsten Produktgeneration – so geht’s
  • So verbessert Ihr die Unternehmenskultur – ohne über Kultur zu sprechen
  • Schnelle, sichtbare Innovations-Erfolge – es wird Zeit!

Harald Ostermann, Geschäftsführer innovationswerkstatt, Oliver Lammers, Vice President IT / Chief Information Officer, iwis SE & Co. KG

 

KI-Workshop: Building JARVIS - Technologien und Use Cases für KI-Assistenten im Engineering

  • Grundlagen von agentischen, LLM-basierten Assistenten
  • Anwendungsbeispiele aus der Praxis wie Anforderungsmanagement, Analyse von Test- und Flottendaten, Maschinenbedienung und Fehlerdiagnose
  • Best practices für den Einsatz: Welche Anforderungen sollte ein Use Case erfüllen, welche technologischen Aspekte sind wichtig und wie können Mitarbeiter begeistert werden .
  • Live-Demonstration von verschiedenen Anwendungen

Dr.-Ing. Stefan Suwelack, Geschäftsführender Gesellschafter Renumics GmbH

Rahmenprogramm

Bild: Julian Huke Photography

Spacebuzz

Vor Ort hatten die Besucherinnen und Besucher des Deutschen Ingenieurtags die Chance verschiedene Technik-Themen hautnah zu erleben. Ein echter Blickfang war der Spacebuzz, mit dem der VDI es 200 Schülerinnen und Schülern des benachbarten Gymnasiums Friedrich Rückert und einer Realschule aus Rath ermöglichte, einen kurzen Ausflug ins All zu unternehmen. Mit der VR-Brille konnten die Besucherinnen und Besucher einen Blick auf unseren blauen Planeten werfen und eindrücklich erleben, welche Auswirkungen der Klimawandel mit sich bringt. Die 10-jährige Amelie und Marlen waren beeindruckt: „Das war richtig krass! Die Stühle haben sich bewegt und mit der Brille dachte man, die Rakete bewegt sich in echt. Wie im All. Richtig gut.“

Bild: Julian Huke Photography

Technik in die Regionen bringt auch das VDI-TecMobil

Aus einem Volvo UNVI B9TL Doppeldeckerbus hat der Württembergische Ingenieurverein einen coolen, mobilen Makerspace gebaut. Das TecMobil bot vielfältige Möglichkeiten zum Ausprobieren und Selbermachen. Hier werkelten nicht nur Kinder, um zu lernen wie 3D-Drucker, Lasergravierer, ein 3D-Scanner, eine Tiefziehmaschine, eine Schneideplotter und Co funktionieren.

Wenn das TecMobil nicht, wie gerade, die Besucherinnen und Besucher des DIT fasziniert, bietet es abwechslungsreiche und praxisnahe Bildungsangebote für Schüler und Jugendliche. Die Kinder der 5d des Gymnasiums Friedrich Rückert waren begeistert: „Der Flug ins All war gut, aber das TecMobil hat sich total gelohnt. Wir haben coole Sachen mit dem 3D-Drucker gedruckt gemacht.“ Das Betreuerteam des TechMobil freute sich über die positive Resonanz der Kids und auch der Kolleginnen und Kollegen und hofft auf Nachahmer aus anderen Regionen.

Bild: Julian Huke Photography

Elektrisch-autonomes Prototyp Rennfahrzeug des Formula Student Teams der RWTH Aachen

Mit rund 80 Mitgliedern entwickelt und fertigt das Formula Student Team der RWTH Aachen jedes Jahr einen elektrisch-autonomen Prototypenrennwagen in ihrer Werkstatt am Campus Melaten – direkt neben der ika-Teststrecke – und nimmt ihn selbst in Betrieb. Mit dem eax02 gewannen sie erstmals die Formula Student Germany 2023 am Hockenheimring, das größte Event des Jahres. Der VDI ist Initiator des Konstruktionswettbewerbs Formula Student in Deutschland und bis heute ideeller Träger der Formula Student Germany.

Bild: Julian Huke Photography

VDI-Wasserstoff-Küsten Cup

Die Jugendlichen des Wasserstoff-Küstencup waren mit ihren Booten aus Ostfriesland angereist. In einem mit Wasser gefüllten Hänger gingen die mit H2 betriebenen Boote gegeneinander ins Rennen. Ziel des Projekts ist es neue Technologien erfahrbar zu machen. Der Mitinitiator des Wettbewerbs und Projekts, Volker Kuhnert vom VDI BV Ostfriesland, berichtet von der sehr positiven Resonanz auf den Wasserstoff-Küstencup. Es sei wichtig, den Kindern und Jugendlichen einen Raum zu geben, in dem sie in wertschätzender Atmosphäre Technik auszuprobieren können und verstehen lernen.

Bild: Julian Huke Photography

Innovatives Elektrobike aus Ostfriesland

Ebenfalls aus Ostfriesland und fürs Rennen gemacht ist das ENVECOTRICITY – Das modulare Elektrobike – ausgezeichnet mit dem VDI-Preis des Bezirksvereins  Ostfriesland. Innovationspreisträger David Schoone beeindruckte beim DIT nicht nur durch sein innovatives selbst entwickeltes Motorcrossbike, sondern auch durch die Geschichte dahinter.

Lesen Sie hier mehr über das innovative Motorcrossbike aus Ostfriesland

Der DIT 2025 war auch ein Schaufenster für die vielen Projekte und Initiativen, die über die VDI-Zentrale oder durch die regionalen Einheiten im VDI-Netzwerk ins Leben gerufen wurden. Im Rahmen des DIT zeigen wir ausgewählte Projekte und Initiativen, die zum Mit- und Nachmachen animieren.

Präsentiert werden u.a.

Alle Exkursionen sind ausgebucht!

Parallel zum Vortragsprogramm am Nachmittag hatten Interessierte die Möglichkeit an technischen Exkursionen teilzunehmen.

Technik hautnah gab es unter dem Titel Faszination Stahl im Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH in Duisburg.
Zwischen glühendem Stahl und heißem Eisen lernten die Teilnehmenden viel über die faszinierende Welt der Stahlproduktion. Aber auch über die Schwierigkeiten vor denen eine energieintensive Schwerindustrie heutzutage steht.

Im Gaskraftwerk "Fortuna" der Stadtwerke Düsseldorf AG erlebten die Besucherinnen und Besucher innovative Energietechnik live. Am Standort Lausward besichtigten sie mit dem Block „Fortuna“ eines der zurzeit effizientesten und leistungsfähigsten Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD) weltweit. 

Die dritte Exkursion stand unter dem Titel "Innovative Seewassernutzung und CO2-neutrales Energiekonzept der Zukunft". Schon vor der Eröffnung konnten wir einen Blick hinter die Kulissen des Reallabors Energiewende werfen. Etwa 4.000 Mitarbeitende aus etablierten Unternehmen, Start-ups, Wissenschaft und Forschung werden hier in engem Austausch und in einem inspirierenden Umfeld m EUREF Campus arbeiten: Durch intelligente Architektur, den Einsatz regenerativer Energieträger, neue Energiespeicher und die konsequente Vernetzung modernster Technik wird ein sichtbarer Zukunftsort als reales Modell geschaffen.

Impressionen vom DIT 2025

Der DIT 2025 wurde unterstützt von

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