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VDI-Fachbereich Technische Gebäudeausrüstung

Richtlinienreihe VDI 2047 "Hygiene bei Rückkühlwerken"

Die Richtlinienreihe VDI 2047 befasst sich mit dem hygienisch sicheren Betrieb von Verdunstungskühlanlagen.

 

Die Richtlinie definiert Begriffe und ist maßgebend für den Stand der Technik hinsichtlich des Immissionsschutzes für Verdunstungskühlanlagen. Kleinanlagen (< 200 MW thermische Leistung) und Großkühltürme werden aufgrund der unterschiedlichen Emissionscharakteristiken separat in den Richtlinien VDI 2047 Blatt 2 und Blatt 3 behandelt.

 

Der Betreiber einer Verdunstungskühlanlage hat nach der 42. BImSchV bestimmte Pflichten . Die Anlage ist zum einen bei der zuständigen Überwachungsbehörde zu melden (siehe www.kavka.bund.de). Zu anderen ist der Betreiber aufgrund des von den Anlagen ausgehenden Risikos in besonderem Maße verpflichtet Sorge zu tragen, dass nur geeignet qualifiziertes Personal zum Betrieb der Anlagen eingesetzt wird. Der VDI schafft hier die Grundlage zum Nachweis der geeigneten Qualifikation in Form von qualitätsgesicherten Partnerschulungen.

Die Richtlinie VDI 2047 ist in drei Blätter gegliedert:

 

 

VDI 2047

Das Dokument enthält ein Wörterverzeichnis der Fachausdrücke auf dem Gebiet Kühlturmbau und -betrieb mit klaren Definitionen. Die entsprechenden Begriffe sind auch in den Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch wiedergegeben.

 

 

Weitere Informationen zu unseren Schulungen nach VDI 2047 Blatt 2 finden Sie hier.

Schlagworte zu dieser Richtlinie

Aerosol, Begriffe, Betriebssicherheit, Biozid, Checkliste, Definition, Energietechnik, Errichtung, Gesundheitsschutz, Inbetriebnahme, Instandhaltung, Keim, Konstruktion, Kühlturm, Kühlwasser, Lufthygiene, Luftstrom, Mikrobiologie, mikrobiologisch, Personal, Planung, Risiko, Sanitärtechnik, Sicherheit, Verdunstungssystem, Wasser, Wasserkreislauf

Ihre Fragen zur VDI 2047

Sie haben Fragen zu der Richtlinienreihe VDI 2047? Dann nutzen Sie die Möglichkeit Ihre Frage über unsere Internetseite zu stellen.

 

Die Inhalte von VDI-Richtlinien entstehen in Übereinstimmung mit VDI 1000 und bilden den Konsens der Verkehrskreise ab. Sie gelten als anerkannte Regeln der Technik. Die Inhalte dieser FAQ dagegen sind rein informativ und haben nicht den Status anerkannter Regeln der Technik. Sie stellen insbesondere auch keine Rechtsberatung dar, sondern sollen als beispielhafte Fallbesprechungen Hilfestellungen für Richtlinienanwender geben. Sie können nicht die eingehende Rechtsberatung durch eine hierzu berufene Person ersetzen und sind nicht als zusätzliche oder über die Richtlinieninhalte hinausgehende Festlegungen zu verstehen.

Frage Datum
Frage Datum
Frage: Gibt es ein einheitliches Vorgehen für die Bewertung des Aufstellorts im Hinblick auf mögliche Exposition? Was ist dabei zu beachten?
Gibt es ein einheitliches Vorgehen für die Bewertung des Aufstellorts im Hinblick auf mögliche Exposition?
Was ist dabei zu beachten?

Antwort: Die Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 beschreibt den hygienegerechten Betrieb von Verdunstungskühlanlagen. Ist der gegeben, ist der Aufstellort von untergeordneter Bedeutung. Letztendlich müssen Sie für Ihre konkrete Anlage und deren Aufstellort eine Gefährdungsbeurteilung durchführen und Maßnahmen zur Beherrschung der Gefährdungen implementieren. Ein einheitliches Vorgehen für alle Anlagen gibt es dazu nicht, weil die Anlagenspezifika entscheidend sind.
11.09.2018
Frage: Fallen adiabatische RLT-Anlagen, welche über eine Abluftbefeuchtung verfügen und somit über einen Wärmetauscher die Zuluft kühlen in den Anwendungsbereich der VDI 2047 und 42. BImSchV? Wie ist...
Fallen adiabatische RLT-Anlagen, welche über eine Abluftbefeuchtung verfügen und somit über einen Wärmetauscher die Zuluft kühlen in den Anwendungsbereich der VDI 2047 und 42. BImSchV?
Wie ist mit Anlagen zu verfahren, bei welchen über einen längeren Zeitraum (Winter) der wasserführende Anlagenteil entleert und stillgelegt wird? Können für diesen Zeitraum Hygienekontrollen (Laboruntersuchungen, interne Kontrollen) entfallen?

Antwort: Bitte haben Sie Verständnis, dass wir in diesem FAQ nicht den Anwendungsbereich der 42. BImSchV oder deren Inhalte wiederholen möchten.

Der Anwendungsbereich der VDI 2047 Blatt 2 wurde im Rahmen der Überarbeitung deutlicher ausformuliert. Es ist nunmehr aus unserer Sicht absolut klar herausgearbeitet, dass jede Anlage, die zu einem Aerosolauswurf führen kann entweder unter die VDI 2047 oder unter die VDI 6022 fällt. Ersteres gilt für Anlagen, bei denen das Aerosol in die Umwelt entweichen kann, letzteres für solche Anlagen, die Bestandteil einer RLT-Anlage nach VDI 6022 sind, d. h., wo das Aerosol die Raumluft beeinflussen könnte.

Hinsichtlich saisonaler Stillstände sind ebenfalls sowohl in der Richtlinie als auch in der Verordnung klare Vorgaben enthalten, die wir hier ebenfalls nicht wiederholen möchten.

Praxisrelevante Erläuterungen zu solch grundlegenden Fragen bekommen Sie mit Sicherheit in den von unseren Schulungspartnern angebotenen, qualitätsüberwachten Schulungen nach VDI 2047 Blatt 2, Angebote siehe https://www.vdi.de/technik/fachthemen/bauen-und-gebaeudetechnik/fachbereiche/technische-gebaeudeausruestung/veranstaltungen/schulung-nach-vdi-2047-rueckkuehlwerke-sicherstellung-des-hygienegerechten-betriebs-von-verdunstungskuehlanlagen/aktuelle-schulungstermine.
03.09.2018
Frage: 1) Die BImSchV und die VDI fordern umfangreiche Maßnahmen nach der (Wieder-) Inbetriebnahme von Verdungstungskühlanlagen. Nach der VDI 2047 ist ein Stillstand der Anlage ab 7 Tagen gegeben. In der...
1) Die BImSchV und die VDI fordern umfangreiche Maßnahmen nach der (Wieder-) Inbetriebnahme von Verdungstungskühlanlagen. Nach der VDI 2047 ist ein Stillstand der Anlage ab 7 Tagen gegeben. In der Praxis, speziell bei adiabatischen RLT-Anlagen, kommt es häufig vor, dass Anlagen eine Woche nicht in Betrieb sind. Ist nun eine vollständige Wiederinbetriebnahme der Anlage durchzuführen?
2) Ist es möglich dies durch Spülintervalle zu umgehen (z.B. die Anlage wird alle zwei Tage für eine halbe Stunde per Hand in Betrieb genommen, damit ein Wasserdurchsatz erfolgt und das Wasser nicht stagniert)?
3) Gehört zwar nicht zur VDI vielleicht können Sie hier jedoch trotzdem eine Antwort geben: In §3 (5) 42. BImSchV steht, dass bei Anlagen, bei den die Verweilzeit des Kühlwassers nicht mehr als eine Stunde beträgt, das Zusatzwasser nicht untersucht werden muss. Fällt diese Anlage somit nicht unter die BImSchV?

Antwort: 1) Ein Wiederanfahren nach 7 Tagen Stillstand ist nach der 42. BImSchV keine Wiederinbetriebnahme, aber auch beim Wiederanfahren nach 7 Tagen ist die Checkliste (42. BImSchV) auszufüllen.

2) Ja, theoretisch. Die Bewertung, ob die Spülintervalle (Zeitdauer, Massenstrom usw.) ausreichen, sollte von einer hygienisch fachkundigen Person beurteilt und im Betriebstagebuch erfasst werden. Beispiel: Eine Gartenteichpumpe kann z. B. nicht den Kreislauf eines Naturzugnasskühlturms umwälzen.

3) Hier werden zwei Dinge vermischt. Anlagen, bei den die Verweilzeit des Kühlwassers nicht mehr als eine Stunde beträgt, werden ebenfalls von der 42. BImSchV erfasst. Es handelt sich hier um Ablauf- oder Mischkühler. Das „Zusatzwasser“ muss nicht untersucht werden, da die Verweilzeit so kurz ist.
30.08.2018
Frage: Was beinhaltet die "Überprüfung des ordnungsgemäßen Anlagenbetriebs" nach § 14 der 42. BImSchV durch einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen?
Was beinhaltet die "Überprüfung des ordnungsgemäßen Anlagenbetriebs" nach § 14 der 42. BImSchV durch einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen?

Antwort: Maßgeblich für den Stand der Technik hinsichtlich des bestimmungsgemäßen Betriebs der Anlage, so steht es in der Begründung zur genannten Verordnung, ist die Richtlinie VDI 2047 Blatt 2. Sie sollten sich daher diese Richtlinie und ggf. eine VDI-GBG-Partnerschulung zu Gemüte führen.
06.08.2018
Frage: Muss die Gefährdungsbeurteilung zwingend von einem außenstehenden Sachverständigen sein oder reicht es wenn man diese selbst erstellt hat?
Muss die Gefährdungsbeurteilung zwingend von einem außenstehenden Sachverständigen sein oder reicht es wenn man diese selbst erstellt hat?

Antwort: Die Erstellung der Gefährdungsbeurteilung (GBU) ist eine Betreiberaufgabe. Wenn der Betreiber die nötige Fachkenntnis hat, die GBU zu erstellen, darf er das sicher auch selbst. Ich bezweifle allerdings, dass viele Betreiber die nötige umfassende juristische und technische Sachkkentnis haben. Ich wäre persönlich als Betreiber auch eher vorsichtig: Sollte Ihre GBU in Zweifel gezogen werden, wird die Beweislast dafür, DASS Sie als Betreiber die nötigen Kenntnisse hatten, bei Ihnen liegen. Sie können sich natürlich schulen lassen. Dann müssen Sie den Aufwand für die Schulung (Zeit und Kosten) und den Arbeitsaufwand für die Erstellung der GBU gegen das Sachverständigenhonorar aufrechnen. (Und so sehr ich von unseren VDI-Partnerschulungen überzeugt bin, glaube ich nicht, dass sie das für eine GBU nötige umfassende Wissen vermitteln.)

Weiterhin stellt sich die Frage, inwieweit Sie frei von Interessenskonflikten sind.

Mit der Beauftragung eines unabhängigen Sachverständigen liegen diese Zweifel nicht so nahe.
26.07.2018
Frage: Wir haben schon eine Gefährdungsbeurteilung für unseren Kühlturm, allerdings wurde diese ohne Beteiligung eines unabhängigen Sachverständigen erstellt. Ist es zwingend notwendig, die...
Wir haben schon eine Gefährdungsbeurteilung für unseren Kühlturm, allerdings wurde diese ohne Beteiligung eines unabhängigen Sachverständigen erstellt. Ist es zwingend notwendig, die Gefährdungsbeurteilung zu erneuern?


Antwort: Eine Gefährdungsbeurteilung ist kein totes Papier, sondern muss regelmäßig aktualisiert werden. Von daher würde ich tatsächlich eine Aktualisierung oder gar neue Gefährdungsbeurteilung empfehlen.
25.07.2018
Frage: Wo kann man seinen Kühlturm denn anmelden? Bis Wann muss eine Gefährdungsbeurteilung vorliegen? Und kann man das ganze Prozedere noch etwas hinauszögern, falls man sich für eine andere...
Wo kann man seinen Kühlturm denn anmelden? Bis Wann muss eine Gefährdungsbeurteilung vorliegen? Und kann man das ganze Prozedere noch etwas hinauszögern, falls man sich für eine andere Kühlmethode interessiert?

Antwort: www.kavka.bund.de

kavka = *KA*taster *V*erdunstungs*K*ühl*A*nlagen

Solange Sie in der Phase sind, keine VKA zu haben, sondern nur darüber nachzusinnen, brauchen Sie nichts zu melden. Wenn Sie jedoch eine in Betrieb setzen wollen oder schon betreiben, müssen Sie sie melden.

Die Gefährdungsbeurteilung muss eigentlich schon lange vorliegen. Die Betreiberpflicht zur Erstellung einer solchen ergibt sich nämlich nicht erst aus der 42. BImSchV. Der Betreiber war schon lange verpflichtet, seine Anlage in verkehrssicherem Zustand zu halten, und jeder Arbeitgeber hat "schon immer" die Pflicht gehabt, für die Arbeiten seiner Beschäftigten eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Die 42. BImSchV hat lediglich das Augenmerk auf eine bestimmte, sehr konkrete Gefährdung gerichtet.
23.07.2018
Frage: Unter dem Punkt 6.4.2 steht unter Anmerkung: Bei Verwendung von Betriebs-oder Oberflächenwasser als Zusatzwasser ist eine Überschreitung der Maßnahmenwerte im Zusatzwasser zulässig. Welche...
Unter dem Punkt 6.4.2 steht unter Anmerkung: Bei Verwendung von Betriebs-oder Oberflächenwasser als Zusatzwasser ist eine Überschreitung der Maßnahmenwerte im Zusatzwasser zulässig.

Welche Maßnahmewerte (Prüfwerte) gelten hier? 500, 5000 oder 50.000?

Heißt das, dass Wasser mit einer hohen Legionellenkonzentration direkt in den Kühlkreislauf gefahren werden kann, oder soll vorher eine Aufbereitung (Desinfizierung) stattfinden.

Antwort: In der 42.BImSchV ist auf § 3 Abschnitt 5 verwiesen:
Das Zusatzwasser ist zu beproben und muss für Anlagen innerhalb des Anwendungsbereichs von VDI 2047 Blatt 2 eine Legionellenkonzentration
05.07.2018
Frage: Zwischen der Ermittelung des Referenzwerts für die Gesamtkeimzahl nach VDI 2047 Blatt 2 und 42. BImSchV gibt es erhebliche Differenzen. Neben der unterschiedlichen Festlegung dieses Referenzwerts...
Zwischen der Ermittelung des Referenzwerts für die Gesamtkeimzahl nach VDI 2047 Blatt 2 und 42. BImSchV gibt es erhebliche Differenzen. Neben der unterschiedlichen Festlegung dieses Referenzwerts gibt die VDI 2047 Blatt 2 10000KBE/ml als Orientierungswert an wenn der Normalzustand nicht bestimmt wurde. Die 42. BImschV hat hier andere Vorgaben. 1) Was ist nun verbindlich? 2) Was hat der Betreiber in der Gefährdungsbeurteilung, insbesondere ins Betriebstagebuch, aufzunehmen? 3) Kann er nach VDI 2047 Blatt 2 mit den 10000 KBE/ml arbeiten oder hat er damit ein rechtliches Problem? Die BimschV42. ist hier wenig praktikabel: Wenn bei der externen Erstuntersuchung des Umlaufwassers ein Wert von 30 KBE/GK ermittelt wurde, weil die Anlage neu in Betrieb gegangen ist, ist dieser Wert wohl eher als Referenzwert ungeeignet, ist aber nach derzeitiger Rechtslage bei Anlagen die bestimmungsgemäß nicht länger als 90 Tage/Jahr in Betrieb sind anzusetzen. 4) Was ist mit Anlagen die zwischen 90 und 120 Tagen in Betrieb sind? Der sechste Messwert nach 42. BImschV zur Ermittelung des Durchschnitts-Referenzwertes fehlt ja unter diesen Bedingungen. Es wäre wünschenswert wenn VDI 2047 Blatt 2 und Gesetzesvorgabe hier eindeutig wären. Um meine Frage an Sie nochmal zu konkretisieren: 5) Kann ein Betreiber eines offenen Rückkühlwerkes sagen das er 10000KBE/ml GK als Referenzwert festlegt, diesen im Betriebstagebuch vermerkt, weil er sich nach VDI 2047 Blatt 2 für den ausgewiesenen Orientierungswert entscheidet? Damit wäre er zwar richtlinienkonform aber nicht gesetzeskonform.

Antwort: 1) Es gilt ganz klar die „Gesetzespyramide“: Gesetze MUSS man einhalten, VDI-Richtlinien und andere allgemein anerkannte Regeln der Technik haben exkulpierenden Empfehlungscharakter.
2) siehe 3).
3) Der Orientierungswert ist NICHT als Ersatz für eine eigene Bestimmung des Referenzwerts gedacht, sondern als Hilfe, solange man noch keinen Referenzwert hat. Also: Nein.
4) Eine Interpretation der Verordnung an dieser Stelle können wir Ihnen nicht bieten. Wenn Sie aufgrund Ihres Sachverstands oder von spezifischer Kenntnis der jeweiligen Anlage Zweifel an der Sinnhaftigkeit bestimmter Verordnungsfestlegungen haben, gilt es einen Weg zu finden, mit der Verordnung konform zu bleiben, jedoch mit der gebotenen Sorgfalt Maßnahmen zu finden, um ein sich eventuell ergebendes Risiko unter Kontrolle zu halten. Hier bietet sich die Kontaktaufnahme mit der Überwachungsbehörde an.
5) Wie bei 3) schon erwähnt, ist der Orientierungswert kein Angebot, um eigene Messungen zu unterlassen, sondern nur die Hilfestellung für die Anfangszeit.
02.06.2018
Frage: Thema "betriebsinterne Überprüfung". Aktuell erfolgt bei uns die mikrobiologische Untersuchung mittels Dip-Slide-Test. Gibt es chemisch-physikalische Parameter (Leitfähigkeit, pH-Wert,...
Thema "betriebsinterne Überprüfung".
Aktuell erfolgt bei uns die mikrobiologische Untersuchung mittels Dip-Slide-Test. Gibt es chemisch-physikalische Parameter (Leitfähigkeit, pH-Wert, Zink-,Kupfer-, Clorid-, Sulfatgehalt etc, welche bei der betriebsinternen Untersuchung zwingend erforderlich zu messen sind oder handelt es sich hierbei nur um Empfehlungen?

Antwort: Die Frage ist u. E. nicht ganz eindeutig gestellt.

Grundlegend gilt: Nach der Richtlinie 83/189/EWG sind Normen (also auch die VDI-Richtlinien) technische Spezifikationen, die von einem anerkannten Regelsetzer zur wiederholten oder ständigen Anwendung angenommen wurden, deren Einhaltung jedoch nicht zwingend vorgeschrieben ist.

In diesem Sinne sind alle VDI-Richtlinien, DIN-Normen und sonstigen allgemein anerkannten Regeln der Technik "nur Empfehlungen". Sie sind gleichwohl in bestimmtem Rahmen rechtlich bindend, lassen jedoch den Weg offen, ein Schutzziel auch mit anderen Mitteln als den in der Regel vorgegebenen zu erreichen. Ihr Anwendung invoziert nur eine Entlastungswirkung.

Was die Parameter betrifft, die Sie erwähnen: Ich verstehe nicht, wo die Richtlinie hier missverständlich formuliert wäre. Was nach Meinung des Richtlinienausschusses zwingend zu messen ist und was nur empfohlen wird, haben wir durch die Formulierungen deutlich zu identifizieren versucht.

30.05.2018
Frage: In Abschnitt 8.7.1.1 wird die Regeneration von Enthärtungsanlage nach spätestens drei Tagen Betriebsunterbrechung gefordert. Ist es möglich, dieses Intervall durch tägliche Spülungen der...
In Abschnitt 8.7.1.1 wird die Regeneration von Enthärtungsanlage nach spätestens drei Tagen Betriebsunterbrechung gefordert.

Ist es möglich, dieses Intervall durch tägliche Spülungen der Enthärtungsanlagen (3-5 Bettvolumen) zu verlängern?

Antwort: Nein, denn wir brauchen die Salzbeaufschlagung bei der Regeneration. Genau deswegen soll die Kapazität auf den Weichwasserbedarf von drei Tagen begrenzt werden.
15.05.2018
Frage: Wie ist § 6 der Verordnung zu verstehen? Muss bei Überschreitungen von Prüfwert 1 oder 2 in jedem Fall eine sofortige Nachuntersuchung auf Legionellen erfolgen (das wäre dann eine 14tägige...
Wie ist § 6 der Verordnung zu verstehen? Muss bei Überschreitungen von Prüfwert 1 oder 2 in jedem Fall eine sofortige Nachuntersuchung auf Legionellen erfolgen (das wäre dann eine 14tägige Untersuchung und kein monatliches Intervall mehr) oder gilt das nur zur Verifizierung der ersten Laboruntersuchung ?

Antwort: Folgendes gilt:

PW 1 überschritten -->
Zusatzuntersuchung. Bei Bestätigung Maßnahmen Abs. 2, 1-4, also auch monatliche Untersuchung auf Leg sp und allg. KBE

PW 2 überschritten -->
wie PW1, zuzüglich Sofortmaßnahmen nach Abs. 3, 2.

Bei drei aufeinanderfolgenden Untersuchungen (also nach drei Monaten) alles unter PW 1: Normalzustand und Beprobung alle drei Monate
11.04.2018
Frage: Ein Kunde betreibt zwei Nassabscheider, bei denen das Nutzwasser im Zuge der wöchentlichen Abschlämmung vollständig durch Frischwasser ausgetauscht wird. Sind diese Anlagen untersuchungspflichtig...
Ein Kunde betreibt zwei Nassabscheider, bei denen das Nutzwasser im Zuge der wöchentlichen Abschlämmung vollständig durch Frischwasser ausgetauscht wird. Sind diese Anlagen untersuchungspflichtig oder ist der Begriff "im Durchlaufbetrieb" auch auf diese Anlagen ausgelegt.

Antwort: IN der 42. BImSchV heißt es § 1 "Anwendungsbereich":

„(2) Diese Verordnung gilt nicht für
…..
8. Nassabscheider, die ausschließlich mit Frischwasser im Durchlaufbetrieb betrieben werden,….“

Wir sehen in einem wöchentlichen Austausch von Frischwasser keine Befreiung einer Anlage vom Anwendungsbereich der 42. BImSchV.
Im Zweifelsfall kann Ihnen die zuständige Überwachungsbehörde Auskunft dazu geben.
04.04.2018
Frage: In der VDI steht: Zur Ermittlung des Referenzwertes vom Nutzwasser zieht man die ersten sechs aufeinanderfolgenden Laboruntersuchungen auf allgemeine Koloniezahl (GKZ) heran. Müssen diese...
In der VDI steht: Zur Ermittlung des Referenzwertes vom Nutzwasser zieht man die ersten sechs aufeinanderfolgenden Laboruntersuchungen auf allgemeine Koloniezahl (GKZ) heran.
Müssen diese Laboruntersuchungen von einem akkreditierten Labor durchgeführt werden oder können die Untersuchungen auch im betriebseigenen Labor stattfinden?


Antwort: Der Referenzwert ist auch im Rahmen der 42. BImSchV relevant. Nach meinem Verständnis müssen alle Untersuchungen, deren Ergebnisse justiziabel sein sollen, in akkreditierten Laboren stattfinden.
22.03.2018
Frage: Fällt eine simple Raumluftbefeuchtungs- (und damit kühl-)anlage, die lediglich Wasser im Raum vernebelt, unter die 42. BImSchV/VDI-Richtlinie?
Fällt eine simple Raumluftbefeuchtungs- (und damit kühl-)anlage, die lediglich Wasser im Raum vernebelt, unter die 42. BImSchV/VDI-Richtlinie?

Antwort: Raumlufttechnische (RLT-)Anlagen fallen unter VDI 6022, nicht VDI 2047.
16.03.2018
Frage: Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage vom 06.02.18. Wenn ich Ihre Antwort richtig verstehe, so beziehen Sie sich auf die Einschaltreihenfolge. Im Abschnitt 8.4.1 der VDI 2047 Blatt 2:2015...
Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage vom 06.02.18. Wenn ich Ihre Antwort richtig verstehe, so beziehen Sie sich auf die Einschaltreihenfolge. Im Abschnitt 8.4.1 der VDI 2047 Blatt 2:2015 wird jedoch eine Abschaltreihenfolge beschrieben.
Während in der 2047 Blatt 2:2015 diese Abschaltreihenfolge erwähnt wird, konnte ich diesen Passung im Entwurf der VDI 2047 Blatt 2 aus dem November nicht mehr finden. Hat man sich von dieser Forderung entfernt, oder wurde diese ggf. anders formuliert?

Antwort: Sie haben völlig Recht: Ich sprach von der *Einschalt*reihenfolge, Sie von der *Abschalt*Reihenfolge. Sorry. In der Tat wurde die Passage aus der Richtlinie herausgenommen. Die Festlegung gibt es nicht mehr.
15.03.2018
Frage: In einer anderen Frage haben Sie klargestellt, das auch Trockenkühltürme mit vorgeschalteter adiabater Kühlung, anders als vom Fragenden vermutet, unter die 42. BImSchV fallen. Sie begründeten...
In einer anderen Frage haben Sie klargestellt, das auch Trockenkühltürme mit vorgeschalteter adiabater Kühlung, anders als vom Fragenden vermutet, unter die 42. BImSchV fallen. Sie begründeten dies mit einem potenziellen Tröpfchenauswurf. Was wäre wenn zwischen Trockenkühler und Befeuchtung eine geeignete Vorrichtung eingebracht wäre die die möglicherweise entstehenden Aerosole abfängt und nur kühlere Luft mit einer relativ hohen Luftfeuchte zum Trockenkühlturm leitet?

Antwort: Die besagte "Vorrichtung" ist ein Tröpfchenabscheider. Ein solcher muss ohnedies vorhanden sein, arbeitet aber auch nur in einem bestimmten (Lufströmungs-)Geschwindigkeitsbereich. Insofern kann er ein Risiko des Aerosolauswurf m. E. immer nur *mindern*, aber nie gänzlich ausschließen. Genau das dürfte der Grund dafür sein, dass die 42. BImSchV und die VDI 2047 Blatt 2 Geräte mit Tröpfchenabscheider nicht als ungefährlich einstufen, sondern diese mit einschließen.
14.03.2018
Frage: Gibt es "Auffrischungskurse" zur Schulung nach VDI 2047 Blatt 2? In welchen Zeitabständen sollte man diese Kurse besuchen?
Gibt es "Auffrischungskurse" zur Schulung nach VDI 2047 Blatt 2? In welchen Zeitabständen sollte man diese Kurse besuchen?

Antwort: Die Gültigkeit der Urkunde ist an die Gültigkeit der Richtlinie gebunden und beträgt in der Regel fünf Jahre. Wir halten es auch für sinnvoll, nach spätestens dieser Zeit - oder eben, wenn an der Richtlinie Änderungen vorgenommen wurden - eine neue Schulung zu besuchen. Es gibt keine dedizierten Schulungen nur über die Änderungen, wenn Sie das mit "Auffrischung" meinen. Da für viele Schulungsteilnehmer die Schulung nach VDI 2047 Blatt 2 die erste gezielte Hygieneschulung war und diese daher viel neues Wissen lieferte, das erst einmal verdaut sein muss, halten wir es für eine durchaus gute Idee, nach spätestens fünf Jahren nochmal eine übliche Schulung nach VDI 2047 Blatt 2 zu besuchen, vielleicht, wegen der anderen Art der Vermittlung, mal bei anderen Referenten. Die Richtlinie befindet sich derzeit im Entwurfsstadium bis 30.4.2018. Es ist daher absehbar, dass spätestens 2019 ein neuer Weißdruck erscheint und damit eine Neuschulung auf jeden Fall lohnt. Sollten Sie oder die Personen, um die es geht, schon vor der Veröffentlichung der 42. BImSchV geschult sein, ist auch das ein Anlass, mal über eine Neuschulung nachzudenken... Schlussendlich hängt ein sinnvolles Intervall auch davon ab, wie intensiv man in der Zwischenzeit mit dem Wissen arbeitet, ob man evtl. zwischenzeitlich andere Fortbildungen, Fachkonferenzen o.ä. besucht hat usw.
08.03.2018
Frage: Meine Frage bezieht sich auf die Probeentnahmestelle einer wie folgt aufgebauten Anlage: Es ist eine mehrere 100 Liter großer Sammeltank vorhanden, von diesem wird das Kühlwasser zu mehreren...
Meine Frage bezieht sich auf die Probeentnahmestelle einer wie folgt aufgebauten Anlage:
Es ist eine mehrere 100 Liter großer Sammeltank vorhanden, von diesem wird das Kühlwasser zu mehreren Verbrauchern (z.B. Kältemaschinen) gepumpt und von dort zu mehreren Kühlanlagen mit Berieselung geleitet. Von den Anlagen wird das Kühlwasser wieder im Sammeltank zusammengeführt und der Kreislauf beginnt von vorne. Die Probeentnahmestelle liegt momentan direkt am Sammeltank.
Diese Stelle ist nicht VDI-konform (zwischen zuführender Pumpe und Berieselung). Sollte die Probe an jeder einzelnen Kühlanlage entnommen werden, oder ist es ausreichend, eine Probe am Zusammenfluss des Kühlwassers nach den Verbrauchern und vor den Kühltürmen eine Probe zu entnehmen?

Antwort: Die Richtlinie, DIN EN 19458 und die UBA-Empfehlung enthalten Vorgaben zur Probenahme. Dabei ist die VDI-Richtlinie lt. Begründung zur 42. BImSchV als maßgeblich für den Stand der Technik zu sehen und die UBA-Empfehlung (trotz der Bezeichnung als Empfehlung) nach dem Text der 42. BImSchV bindend einzuhalten. Sie stellen selber fest, dass Ihre Probenahmestelle nicht mit der Richtlinie übereinstimmt. Daraus würde man i. Allg. wohl ableiten, dass nachgebessert werden muss. Auch den Fall, dass aus nachvollziehbaren Gründen an den nach Regelwerk vorgegebenen Stellen keine Probenahme möglich ist, sieht VDI 2047 Blatt 2 vor: In diesem Fall darf nach Abschnitt 9.3.2.1 due Probe als Schöpfprobe aus der Tasse oder unter der Verrieselung entnommen werden.
12.02.2018
Frage: In Abschnitt 8.4.1 der VDI Richtlinie 2047 Blatt 2 ist zu lesen, dass durch geeignete Regelungstechnik sichergestellt werden soll, dass immer vorrangig die Versprühung/Verrieselung und zeitversetzt...
In Abschnitt 8.4.1 der VDI Richtlinie 2047 Blatt 2 ist zu lesen, dass durch geeignete Regelungstechnik sichergestellt werden soll, dass immer vorrangig die Versprühung/Verrieselung und zeitversetzt die Luftzufuhr abgeschalten werden soll.
Welchen Zweck erfüllt dies/was soll hiermit erreicht werden? Etwa eine Trocknung der Innenflächen und Einbauten der Verdunstungskühlanlage?

Antwort: Nein, der Gedanke war ein anderer: Wenn die Anlage eine Weile gestanden hat, ist das Wasser, was in den Leitungen stagniert hat, vermutlich hochgradig verkeimt. Wenn man zunächst dieses Wasser ausstößt, ohne den Ventilator laufen zu haben, dann wird das Risiko gemindert, gleich mit dem ersten Schwall hochgradig verunreinigtes Aerosol zu erzeugen. Sie beziehen sich allerdings auf die aktuelle Weißdruckausgabe der Richtlinie. Im empfehle, auch einmal in den aktuellen Entwurf zu schauen.
06.02.2018
Frage: Laut 42. BImSchV hat der Betreiber einer Anlage die Möglichkeit das Nutzwasser zweiwöchentlich mikrobiologisch zu überprüfen. Dafür setzen wir als Labor sogenannte Dip-Slides ein. Die 42....
Laut 42. BImSchV hat der Betreiber einer Anlage die Möglichkeit das Nutzwasser zweiwöchentlich mikrobiologisch zu überprüfen. Dafür setzen wir als Labor sogenannte Dip-Slides ein.
Die 42. BImSchV regelt jedoch nicht welche Slides eingesetzt werden sollen und bei welchen Temperaturen diese inkubiert werden sollen.
Müssen zwei Slides eingesetzt werden um die Temperaturen 22°C und 36°C zu überprüfen, wie es bei den quartalsmäßigen Untersuchungen gefordert ist? Oder ist es ausreichend, nur eine der beiden Temperatur zu überwachen?
Manche Hersteller von Dip-Slides zur Desinfenktions- bzw. Hygienekontrolle geben auch eine Temperatur von 30°C an.
Könnten Sie in dieser Frage weiterhelfen?


Antwort: Dip-Slides sind nicht für die Untersuchungen nach 42. BImSchV geeignet, die nur von für entsprechende Wasseranalysen akkreditierten Untersuchungsstellen vorzunehmen sind, sondern eignen sich nur für betriebsinterne Untersuchungen. Die im Rahmen der Verordnung geforderten Untersuchungen müssen sich an der UBA-Empfehlung zur Legionellenanalyse in Verdunstungskühlanlagen orientieren und erfordern aufwändige Probenaaufbereitungen und Analysen nach ISO 11731-2. Andere Analysen sind nicht als Nachweis der Erfüllung von Betreiberpflichten geeignet.
Hinsichtlich der Untersuchungen mit Dip-Slides lesen Sie bitte den Entwurf VDI 2047 Blatt 2 vom November 2017.
11.01.2018
Frage: Beim Hybridverflüssiger gehört zum bestimmungsgemäßen Betrieb, dass in der kalten Jahreszeit die Wasserberieselung gestoppt wird, aber der Verflüssiger natürlich trocken weiterbetrieben wird....
Beim Hybridverflüssiger gehört zum bestimmungsgemäßen Betrieb, dass in der kalten Jahreszeit die Wasserberieselung gestoppt wird, aber der Verflüssiger natürlich trocken weiterbetrieben wird. Ist dies gemäß der 42. BImSchV eine Stilllegung der Anlage und muss dies dann jedes Mal der Behörde gemeldet werden?
Ein Hybridverflüssiger wird zu Beginn der kalten Jahreszeit komplett entleert und erst wieder im Frühjahr durch das Trinkwassernetz befüllt. Muss in diesem Fall vor der Befüllung eine Wasseranalyse des Trinkwassernetzes erfolgen? Der Zeitpunkt der Befüllung geschieht meistens zu keinem festen Termin, sondern ergibt sich aus den Außentemperaturen und der Last der Anlage. Dadurch kann der Wasserverbrauch reduziert werden, weil die Berieselung zustandsbedingt zugeschaltet wird. Dies wäre bei der Notwendigkeit von vorherigen Analysen so nicht mehr möglich.

Antwort: Ich bitte zunächst um Entschuldigung für die krankheitsbedingt lange Antwortzeit.
Nach meinem Verständnis handelt es sich um eine Stilllegung und Wiederinbetriebnahme. Die Details dazu sind in der 42. BImSchV nachzulesen.

Beim Stadtwasser/Trinkwassernetz sollte die Schwankungsbreite der Rohwasser-Parameter einigermaßen gering sein. Ich würde hier davon ausgehen, dass eine Analyse des Wasserversorgers und die Vorgaben der TrinkwV zu den mikrobiologischen Parametern ausreichen.

Sie brauchen für die Anlage sowieso eine Gefährdungsbeurteilung von einem Sachverständigen, und zwar nach 42. BImSchV bezogen auf den Schutz Dritter und nach BetrSichV bezogen auf den Schutz Ihrer Beschäftigten. Der Ersteller dieses Gutachtens sollte in dieses die nötigen Maßnahmen spezifisch für Ihre Anlage aufnehmen.

Sie müssen jedoch auf folgendes achten: Die Verdunstungskühlanlage (VKA) müssen Sie mit einer Sicherungseinrichtung vom Trinkwassernetz trennen. Auf Seite der VKA ist das Wasser dann kein Trinkwasser mehr. Dies umso mehr, als in den Zuleitungen evtl. Wasser über lange Zeiträume (den ganzen Winter) stagniert. Dieses Wasser kann - insbesondere, wenn verstoffwechselbare Materialien in den Zuleitungen vorhanden sind - extrem verkeimen und für eine Startkontamination sorgen. Diese sollten Sie mit geeigneten Maßnahmen (z. B. vollständige Entleerung auch der Zuleitung, Spülung) ausschließen.
20.12.2017
Frage: Die 42. BImSchV verlangt eine Sachverständigenprüfung der Anlage. Im Moment gibt es m. W. noch keine Sachverständigen nach 42. BImSchV. Was tue ich also nun?
Die 42. BImSchV verlangt eine Sachverständigenprüfung der Anlage. Im Moment gibt es m. W. noch keine Sachverständigen nach 42. BImSchV. Was tue ich also nun?

Antwort: In der Tat steht die Vereidigung des ersten Sachverständigen in dem neuen Bestellungsgebiet noch aus. Dennoch waren schon immer Gefährdungsbeurteilungen für Verdunstungskühlanlagen nötig, für die Arbeitnehmer des eigenen Betriebs nach der BetrSichV, für die Umwelt wegen der Verkehrssicherungspflicht. Es gibt auch schon eine Weile Fachleute, die entsprechende Gefährdungsbeurteilungen erstellen können, beispielsweise die RLQ-Fachingenieure, siehe www.dincertco.de/6022. Solange es also noch keine Sachverständigen für das neue Bestellungsgebiet gibt, sind die o. g. Fachleute die erste Anlaufadresse.
27.11.2017
Frage: Ich hätte gerne Ihre Hilfe hinsichtlich der Auslegung der Probenahmestellen in offenen Kühlsystemen. Es geht um folgenden konkreten Fall: Es sind 4 Türme parallel geschaltet, wobei 2 Türme eine...
Ich hätte gerne Ihre Hilfe hinsichtlich der Auslegung der Probenahmestellen in offenen Kühlsystemen.
Es geht um folgenden konkreten Fall:
Es sind 4 Türme parallel geschaltet, wobei 2 Türme eine Tasse haben. Es besteht eine zentrale Wasseraufbereitung und ein Speicherbehälter für alle Türme. Die einzig vorgesehene PN-Stelle ist vor der Dosieranlage nach dem Speicherbehälter eingerichtet. (gilt also für alle Türme). Meiner Meinung nach ist diese Stelle für den einzelnen Turm nicht repräsentativ. Sie gibt die Keimbelastung vom Gesamtwasser als „Querschnitt“ wieder.
Entsprechend der VDI 2047 und der 42.BImSchV ist jeder Turm einzeln zu bewerten. (Das zeigen auch meine Erfahrungen bei anderen Kunden.) Das heißt, dass bei einer solchen technischen Konstellation die KT-Tassen als PN-Stelle der ersten Wahl in Frage kämen. Da das aber weder in der VDI noch in der 42. BImSchV detailliert genannt ist, kommen die Betreiber zu dem Schluss, dass eine Probe aus dem Gesamtsystem ausreicht.

Antwort: Bitte schauen Sie sich hierzu auch die Frage und Antwort vom 20.11.2017 an.
Zu Ihren Fragen: Volle Zustimmung – jedenfalls fast! Die Beprobung nur an einer zentralen Stelle kann funktionieren, wenn 1) sichergestellt ist, dass das Wasser im gesamten System gleichmäßig durchmischt ist UND 2) die vier Türme immer gleichzeitig betrieben werden. Und das ist der Grund für das „fast“ in meiner Zustimmung. Ihre Annahme des „Querschnitts“ stimmt nur bei totaler Durchmischung, die aber schon bei kleineren Systemen eine gewagte Behauptung sind. Nehmen wir an, die vier Anlagen werden nicht gleichzeitig betrieben. Wird dann trotzdem die ganze Zeit das Kreislaufwasser durch alle Anlagen zirkuliert? Wenn nein, stagniert in den ruhenden Anlagen das Wasser, Biozide (sofern eingesetzt) werden dort aufgezehrt und werden nicht nachgeliefert, Keime vermehren sich unkontrolliert. Aber: Der Betreiber bezahlt die Untersuchungen. Wenn er darauf besteht, nur an der einen Stelle zu beproben, können Sie ihn nicht zwingen, drei weitere Proben zu bezahlen. Sie können ihm jedoch erklären, dass er damit auf sehr dünnem Eis steht: Wenn Sie als Fachmann ihn auf seine nicht berechtigte Annahme hinweisen und er, obwohl er Sie als Fachmann beauftragt hat, damit Ihr Fachwissen in den Wind schlägt, möchte ich vor Gericht nicht in seiner Haut stecken, wenn er aus irgendeinem Grund einmal die Dokumentation zu seinem Kühlturm aus der Tasche ziehen muss. Schon Unwissenheit schützt nicht vor Strafe, aber wissentliche Missachtung einer sachkundigen Aussage… Die Probenahmestellen müssen im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung für die Verdunstungskühlanlage festgelegt werden. Ich höre ab und an das Argument, dass für diese oder jene Anlage keine solche gibt. Das sei ja früher nicht nötig gewesen. Unfug! Die Verpflichtung zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung sowohl für eigenes und Fremdpersonal, das an den Anlagen arbeitet (Instandhalter, auch Probenehmer) besteht schon lange, nämlich über die BetrSichV. Zum zweiten besteht die Verkehrssicherungspflicht, d. h. die Menschen in der Umgebung sind zu schützen, auch das nicht erst seit der 42. BImSchV. Jetzt haben wir aber die BImSchV, und die sagt auch, es muss eine Gefährdungsbeurteilung geben. Erster Schritt für Ihren Betreiber ist also, diese erstellen zu lassen.
24.11.2017
Frage: Reicht in einem Gesamtsystem mit mehreren Verdunstungskühlanlagen eine Probenahme oder ist je Verdunstungskühlanlage eine Probe zu entnehmen?
Reicht in einem Gesamtsystem mit mehreren Verdunstungskühlanlagen eine Probenahme oder ist je Verdunstungskühlanlage eine Probe zu entnehmen?

Antwort: Die Probenahmestelle(n) sind vom Betreiber in der Gefährdungsbeurteilung festzulegen. Die Idee einer einzelnen Probe für mehrere Anlage beruht auf der Annahme, dass das Wasser in der Gesamtanlage homogen durchmischt ist. Nur dann wäre es gleichgültig, wo im System Sie die Probe entnehmen, weil sowohl sichergestellt ist, dass ein evtl. eingesetztes Biozid alle Stellen der Anlage erreicht, als auch, dass die Bakterienkonzentrationen in Anlage 1 dieselben sind wie in Anlage 2. Wenn man seine Anlage gut kennt und weiß, dass die Annahme gerechtfertigt ist, kann man das so machen, aber a priori würde ich davon nicht ausgehen.
20.11.2017
Frage: Welche Maßnahmen muss der Betreiber einer Verdunstungskühlanlage ergreifen, wenn das Ergebnis nach UBA-Empfehlung lautet: "Die Legionellenkonzentration liegt im Bereich von 1000 KBE/100 ml bis 10...
Welche Maßnahmen muss der Betreiber einer Verdunstungskühlanlage ergreifen, wenn das Ergebnis nach UBA-Empfehlung lautet: "Die Legionellenkonzentration liegt im Bereich von 1000 KBE/100 ml bis 10 000 KBE/100 ml."? Sind in diesem Fall die Prüfwerte 1 und 2 überschritten und der Maßnahmewert nicht, sodass Maßnahmen für die Überschreitung von Prüfwert 2 durchzuführen sind?
Wenn das Ergebnis andererseits lautet: "Die Legionellenkonzentration liegt im Bereich von 1000 KBE/100 ml", sind dann Maßnahmen für die Überschreitung von Prüfwert 2 fällig oder muss man nur von einer Überschreitung von Prüfwert 1 ausgehen und entsprechend reagieren?

Antwort: Beide Angaben sind aus statistischer Sicht suboptimal, weil Angaben fehlen, anhand derer man bestimmte Wahrscheinlichkeiten einschätzen könnte.

Bei einem Analysenergebnis „1.000 bis 10.000“ sind aus meiner Sicht sicher beide Prüfwerte (100 und 1.000) überschritten, den der untere Wert der angegebenen Spanne ist gerade die 1.000 (Prüfwert 2). Ich komme wie folgt zu dieser Einschätzung: Die Beschreibung entspricht einer Wahrscheinlichkeitsverteilung, deren größter Teil irgendwo zwischen 1.000 und 10.000 liegt. Dem ist nicht sofort zu entnehmen, wie wahrscheinlich eine Überschreitung des Maßnahmenwerts (10.000) ist. Bei einer Gauß-Glocke beispielsweise kann man Vertrauensbereiche angeben: Wäre die obige Angabe der 95%-Vertrauensbereich, so wäre der Maßnahmenwert 10.000 mit 95%iger Wahrscheinlichkeit nicht überschritten. Diese Angabe fehlt aber hier.

Der zweite Fall ist aus meiner Sicht klarer: „im Bereich von 1.000“ bedeutet für mich nach demselben Muster, dass die Verteilung ihr Maximum bei 1.000 hat. Damit ist mit einer vergleichsweise hohen Wahrscheinlichkeit (bei einer Gauß-Glocke 50%) Prüfwert 2 (1.000)überschritten. Bei einer schiefen Verteilung sind die Wahrscheinlichkeiten andere, aber die Tendenz bleibt.

Fazit: Die Angabe eines Ergebnisses ohne nähere Angaben zu seiner statistischen Bewertung ist nur begrenzt hilfreich. Die UBA-Empfehlung macht auch dazu Aussagen: Die Unsicherheiten hängen insbesondere davon ab, auf Basis welcher Teilproben die Analysenergebnisse ermittelt wurden. Werden Ihnen vom Labor Ergebnisse in dieser Form angegeben, bitten Sie daher um eine Angabe zu den Messunsicherheiten mit Bezug auf die UBA-Empfehlung.
20.11.2017
Frage: Wir haben an unserem Standort etwa 30 Verdunstungskühlanlagen. Die allgemeine Koloniezahl sowie Legionellen werden bei uns monatlich durch ein Labor bestimmt, bisher hatten wir einen Referenzwert...
Wir haben an unserem Standort etwa 30 Verdunstungskühlanlagen. Die allgemeine Koloniezahl sowie Legionellen werden bei uns monatlich durch ein Labor bestimmt, bisher hatten wir einen Referenzwert von 10000 KBE/100 ml herangezogen, wobei sich dies durch die 42. BImSchV jetzt ändern soll. Die Ergebnisse der allgemeinen Koloniezahl in den monatlichen Untersuchungen sind bei z. T. "zu" gut und liegen ab und zu sogar bei 0 KBE/100 ml. Damit haben wir jetzt bei der Erstellung des Referenzwerts ein "Problem". Wie soll damit umgegangen werden, wenn der Referenzwert am Ende z.B. bei 5 KBE/100 ml liegt? Bis der Referenzwert durch die ersten sechs Untersuchungen bestimmt ist, gilt der Wert der Erstuntersuchung. Was ist wenn dieser schon bei 0 KBE/100 ml liegt? Wie soll darauf reagiert werden? Bei welcher "Überschreitung" soll dann reagiert werden?

Antwort: Wenn die Ergebnisse kontinuierlich sehr niedrig sind, ist ein ebenso niedriger Referenzwert kein Problem. Nur wenn Sie Sorge haben, dass plötzlich in derselben Anlage Werte von über 10.000 auftreten, müssten Sie bei niedrigem Referenzwert reagieren. Das aber ist genau der Sinn der Regelung. Wenn der Wert stark schwankt, wird es dafür eine Ursache geben (z.B. Dosierung von Bioziden?). Genau das soll ja durch die Maßnahmen bei starkem Anstieg der Koloniezahl (oder in diesem Fall starkem Schwanken des Werts) herausgefunden werden. Ein höherer Referenzwert nur als Sicherheit, damit man als Betreiber diesen Wert auf gar keinen Fall überschreitet, ist jedenfalls nicht Sinn der Regelung.
Nebenbei: Wenn die Koloniezahlen Ihnen auffällig niedrig erscheinen, sollten Sie ein Kundenaudit mit dem Labor machen, d. h. dem Labor bei Probenahme und Untersuchung im Labor mal über die Schulter schauen. Auch wäre zu prüfen, ob das von Ihnen beauftragte Labor eigentlich für diese Untersuchungen akkreditiert ist, so wie es laut 42. BImSchV und UBA-Empfehlung gefordert ist. Das ist nach meinem Kenntnisstand bisher nur ein einziges Labor ...
23.10.2017
Frage: Als VDI-Schulungspartner bekommen wir hin und wieder die Nachfrage in welchen Bereiche, bzw. für wen die Teilnahme an einer VDI 2047 Blatt 2-Schulung zwingend erforderlich ist sowie in welcher...
Als VDI-Schulungspartner bekommen wir hin und wieder die Nachfrage in welchen Bereiche, bzw. für wen die Teilnahme an einer VDI 2047 Blatt 2-Schulung zwingend erforderlich ist sowie in welcher Veröffentlichung man dieses findet. Ich beziehe mich da immer auf den Punkt 10.1 der Richtlinie, der jedoch etwas konkreter formuliert sein könnte. Ist dieses so korrekt und/oder gibt es noch anderweitige Veröffentlichungen, in denen die zu schulenden Personen definiert sind?

Antwort: "Zwingend", d. h. juristisch bindend vorgeschrieben ist die Schulung für niemanden. Allerdings steht der Betreiber in der Verantwortung, sich entweder selbst oder im Wege der Dienstleistung das Wissen über die Risiken seiner Anlage verfügbar zu machen und dafür zu sorgen, dass nur geeignet qualifiziertes Personal an seiner Anlage hygienerelevante Tätigkeiten ausübt. D. h. in Klartext: Die Schulung ist ein Angebot an den Betreiber. Wenn er für alle, die an seiner Anlage arbeiten, sowie für sich selbst eine Schulung nachweisen kann, wird man ihm nur schwerlich einen Auswahlfehler vorwerfen können. (Es gibt noch mehr Kriterien, damit man sich durch Delegation wirklich rechtswirksam exkulpiert, aber das ist ein wichtiger Punkt.)
20.10.2017
Frage: Wie wird der Referenzwert der Koloniezahl nach der 42. BImSchV ermittelt? Gibt es je einen Referenzwert für die Koloniezahl bei 22°C und einen Referenzwert für 36°C oder gibt es nur einen...
Wie wird der Referenzwert der Koloniezahl nach der 42. BImSchV ermittelt?
Gibt es je einen Referenzwert für die Koloniezahl bei 22°C und einen Referenzwert für 36°C oder gibt es nur einen Referenzwert, bei dem man jeweils den ungünstigeren Wert der beiden Koloniezahlen aus den 6 Untersuchungen in Folge nimmt?

Antwort: Bei den beiden Temperaturen vermehren sich unterschiedliche Bakterien. Es sind also i. Allg. beide Werte zu betrachten.
17.10.2017
Frage: Meine Frage bezieht sich auf den Referenzwert für die allgemeine Koloniezahl, bei einem erklärten Verzicht auf dessen Bestimmung. Die 42. BImSchV sagt folgendes: „Als Referenzwert...
Meine Frage bezieht sich auf den Referenzwert für die allgemeine Koloniezahl, bei einem erklärten Verzicht auf dessen Bestimmung. Die 42. BImSchV sagt folgendes:

„Als Referenzwert heranzuziehen ist die bei der Erstuntersuchung ermittelte Konzentration der allgemeinen Koloniezahl, jedoch nicht mehr als 10000 KBE/Milliliter, bei Anlagen, für die der Betreiber erklärt, auf die Bestimmung des Referenzwertes zu verzichten“.

D.h. für mich: Die Erstuntersuchung ist maßgebend. Beispiel 1: Ergebnis Erstuntersuchung von 100 KBE/ml = Referenzwert 100 KBE/ml, Beispiel 2: Ergebnis Erstuntersuchung von 100000 KBE/ml = Referenzwert 10000 KBE/ml.

Das ist soweit eigentlich klar für mich, jedoch steht in der Begründung des Bundesrates zur 42. BImSchV (Drucksache 242/17) etwas anderes:
„Zur Minimierung des Aufwandes kann auf die Bestimmung des anlagenindividuellen Referenzwertes zugunsten eines fest vorgegebenen konservativen Wertes (10000 KBE/ml) verzichtet werden.“

Hier ist keine Rede von der Erstuntersuchung und der Referenzwert wird pauschal mit 10000 KBE/ml bei Verzicht auf Bestimmung festgelegt.

Meine Frage ist letztendlich: Woran muss ich mich halten? Es ist für mich einfacher, einen pauschalen Wert bei Nichtbestimmung festzulegen und dies ist auch einfacher an den Kunden zu vermitteln. Jedoch habe ich Bedenken, ob dies nicht eventuell gegen die Vorgaben aus der 42. BImSchV verstößt.

Antwort: 42. BImSchV ist das eine, weitere rechtliche Rahmenbedingungen das andere. In der Begründung zur 42. BImSchV wird das geltende EU-Recht nicht ausreichend gewürdigt: Die (EU-)Biozid-Verordnung verlangt den Nachweis, dass Biozide nur minimal und gut begründet eingesetzt werden. D.h.: Für den Einsatz eines Biozids ist es erforderlich, dass zunächst Referenzwerte sowie Legionellen-Konzentration ermittelt werden. Die Aufgabe des Referenzwerts ist es, unnötigen Biozid-Einsatz zu verhindern. Liegt z.B. ein Referenzwert von 70000 KBE/ml ohne Legionellenbelastung vor, ist das System in Ordnung. Mit einem pauschalen Wert von 10000 KBE/ml würde in diesem Fall ein unnötiger Biozid-Einsatz erfolgen. Dieser Aspekt muss auch korrekterweise von Dienstleistern beachtet werden.

Mit der Ermittlung des Referenzwerts kann jedes System validiert werden. Das setzt zunächst mindestens sechs "Start"-Wertepaare (allg. Koloniezahl und KBE Legionellen) voraus, zu denen jedes Jahr bei ganzjährig betriebenen Anlagen vier weitere kommen. Aus einer Einzelbestimmung kann der Referenzwert nicht abgeleitet werden.
10.10.2017
Frage: Ist es nun zwingend notwendig interne Untersuchungen mit Dip-Slides durchzuführen oder genügen auch die regelmäßigen 3-Monats-Kontrollen?
Ist es nun zwingend notwendig interne Untersuchungen mit Dip-Slides durchzuführen oder genügen auch die regelmäßigen 3-Monats-Kontrollen?

Antwort: Bei den betriebsinternen Kontrollen nach Abschnitt 9.3.2.2 der Richtlinie steht die Formulierung "kann". "Zwingend notwendig" ist nur, dass Sie Ihre Anlage und deren Zustand so genau im Blick haben, dass keine Überschreitungen der Prüfwerte nach 42. BImSchV auftreten. Die Dip-Slide-Tests sind ein Hilfsmittel, mit dem Probleme evtl. aufgrund von Trends frühzeitiger erkannt werden können. Sie müssen dieses Hilfsmittel nicht benutzen, aber die Fachleute im Ausschuss fanden es immerhin so hilfreich, dass Sie es durch die Aufnahme in die Richtlinie als Hilfsmittel anbieten wollten.
02.10.2017
Frage: Ich habe gehört, adiabatische Kühler, bei denen mit dem verrieselten Wasser nur die Kühlluft berieselt und gekühlt wird, nicht aber die Prozesswärme direkt damit gekühlt wird, fallen nicht...
Ich habe gehört, adiabatische Kühler, bei denen mit dem verrieselten Wasser nur die Kühlluft berieselt und gekühlt wird, nicht aber die Prozesswärme direkt damit gekühlt wird, fallen nicht unter die VDI 2047 Blatt 2 und die 42. BImSchV. Stimmt das?

Antwort: Nein, das ist eine Fehlinformation. Bei der 42. BImSchV und bei VDI 2047 Blatt 2 geht es allein um die Frage, ob das Risiko eines Aerosolauswurfs besteht. Die von Ihnen beschriebene Kühlerbauart besteht im Prinzip aus zwei Anlagen, nämlich einem "Trocken"kühler (der, für sich genommen, nicht unter Verordnung und Richtlinie fällt) und einem diesem vorgeschalteten nassen Luftkühler oder Befeuchter (der hingegen innerhalb des Geltungsbereichs liegt), das Ganze in einem großen Kasten. Der nachgeschaltete "Trocken"kühler unterbindet nicht den Tropfenauswurf aus dem Nasskühler. Damit bleibt die Anlage letztendlich eine nasse Verdunstungskühlanlage.
14.09.2017
Frage: Gilt die VDI-Urkunde zur Schulung auf Lebenszeit?
Gilt die VDI-Urkunde zur Schulung auf Lebenszeit?

Antwort: Urkunden zu VDI-GBG-Partnerschulungen gelten üblicherweise bis zum Erscheinen einer Neuausgabe der jeweiligen Richtlinie als Weißdruck. Das ist auch folgerichtig, da sich ja mit dem neuen Weißdruck immer auch etwas ändert. Davon abgesehen empfehlen wir eine Auffrischung der Schulung nach längstens fünf Jahren.
13.09.2017
Frage: Gemäß UBA-Empfehlung vom 02.06.2017 ist zu für Probenehmer lesen: "Von dieser Qualifikation kann ausgegangen werden, wenn sie erfolgreich an einer Probenehmerschulung für Trinkwasser...
Gemäß UBA-Empfehlung vom 02.06.2017 ist zu für Probenehmer lesen:
"Von dieser Qualifikation kann ausgegangen werden, wenn sie erfolgreich an einer Probenehmerschulung für Trinkwasser teilgenommen haben sowie eine Qualifikation gemäß der Schulung nach VDI 2047 Blatt 2 besitzen."

Welche Probenehmerschulung sind denn nun allein ausreichend für eine Probenahme nach Kühlwasserrichtlinie 2047-2 und der 42.BImschV?
Trinkwasserprobenehmer
VDI 2047-2
VDI 6022 Kat A
VDI 6022 Kat B

oder sind nur Kombinationen zulässig?

Antwort: Probenehmerschulungen spezifisch für Verdunstungskühlanlagen gibt es m. W. (noch) nicht. Der Probenehmer muss jedoch von zwei Dingen Ahnung haben: vom Probenehmen an sich und von Verdunstungskühlanlagen. Daher ist die Kombination sinnvoll. Da die Probenahmen, wenn die Probe justiziabel sein soll, jedoch nur von einem akkreditierten Labor analysiert werden darf und der Probenehmer in dessen QM-System eingebunden sein muss - wie beim Trinkwasser - ist die jeweils nötige Schulung mit dem Labor abzustimmen, bei dem der Probenehmer unter Vertrag steht. Im Übrigen legt die UBA-Empfehlung nur eine Vermutungswirkung fest; es ist nicht gesagt, dass die nötigen Kenntnisse nur auf den genannten Wegen zu erwerben sind, sondern es wird die widerlegbare Vermutung aufgestellt, dass die Kenntnisse da sind, wenn die genannten Fortbildungen erfolgreich absolviert wurden.
21.08.2017
Frage: Ist es richtig, dass bei einer kleinen Lüftungsanlage (14000 m³/h) mit adiabatischer Kühlung der Abluft,die Beprobung des Prozesswassers nach der Trinkwasserverordnung Anlage 5, Teil 1...
Ist es richtig, dass bei einer kleinen Lüftungsanlage (14000 m³/h) mit adiabatischer Kühlung der Abluft,die Beprobung des Prozesswassers nach der Trinkwasserverordnung Anlage 5, Teil 1 durchzuführen ist?


Antwort: Ist hier mit "Abluft" vielleicht die Fortluft gemeint?

Entscheidend ist, worunter die Anlage einzusortieren ist: Wird die Luft stromab von der Verrieselung wieder in die Räume abgegeben, fällt die Anlage in den Anwendungsbereich der VDI 6022 (www.vdi.de/6022), wird sie in die Umwelt abgegeben, so ist das ein Fall für VDI 2047 Blatt 2. Der Luftvolumenstrom spielt da keine Rolle. Die Untersuchungspflichten sind nicht in der TrinkwV, sondern in der 42. BImSchV (Verdunstungskühlanlagenverordnung) festgelegt, die weiteren Maßnahmen nach dem Stand der Technik in VDI 2047 Blatt 2.
07.08.2017
Frage: Gemäß VDI 2047 soll ja die allgemeine Koloniezahl regelmäßig bestimmt werden. Die Vorgabe der RL gibt als Nachweisverfahren die DIN EN ISO 6222 oder die TrinkwV vor. Die Labore setzen dies ja...
Gemäß VDI 2047 soll ja die allgemeine Koloniezahl regelmäßig bestimmt werden. Die Vorgabe der RL gibt als Nachweisverfahren die DIN EN ISO 6222 oder die TrinkwV vor. Die Labore setzen dies ja auch um und geben die Keime bei 2 Temperaturen an - folgend der ISO 6222 bei 36°C und 22°C. Diese Messwerte können extrem unterschiedlich bei gleichem Wasser ausfallen.
Nach welcher der beiden Temperaturen hat man sich denn nun zu richten? Jene, die näher an der Kühlwassertemperatur liegt oder sind beide Temperaturen gleichwertig zu betrachten und müssen die Keimzahlen einhalten?

Antwort: Beide Temperaturen sind relevant und werden getrennt betrachtet. Man erhöht dadurch das betrachtete Bakterienspektrum.
Das Bakterienspektrum, das bei 22 °C angezüchtet wird, steht stellvertretend für Umweltorganismen,
dasjenige, was bei 36 °C (also menschlicher Körpertempemperatur) angezüchtet wird, für Organismen aus dem menschlichen oder thermotoleranteren Umfeld.
Für beide (22°C und 36°C) werden die Koloniezahlen ermittelt und die Mittelwerte für die jeweilige Temperatur erhoben.
Abweichungen (in 10er-Potenzen) von einem der beiden Mittelwerte können Hinweise auf Störungen des Normalbetriebs geben.
29.05.2017
Frage: Wie konkret soll der Punkt "Bewertung des Aufstellungsorts im Hinblick auf mögliche Exposition" angegangen werden? Reicht es wenn dort ein zwei Sätze zu geschrieben werden oder soll dort ein...
Wie konkret soll der Punkt "Bewertung des Aufstellungsorts im Hinblick auf mögliche Exposition" angegangen werden? Reicht es wenn dort ein zwei Sätze zu geschrieben werden oder soll dort ein Gutachten vorliegen?

Antwort: Leider ist die Frage etwas unkonkret gestellt. Ich muss unterstellen, dass es um die Gefährdungsbeurteilung geht.

Allgemein gilt, dass VDI 2047 Blatt 2 den Fokus auf den hygienegerechten Betrieb richtet und unter dieser Voraussetzung die Wahl des Aufstellungsorts betrachtet. Die sich konkret ergebenden Risiken hat dann der Betreiber zu analysieren, zu beurteilen und Schutzmaßnahmen abzuleiten. Dabei ist die Gefährdungsbeurteilung selbst an sich ein Gutachten, das noch mehr Punkte enthalten muss. Die Tiefe dieses Punkts lässt sich nicht allgemeingültig festlegen. Der Betreiber muss in Kenntnis der konkreten Anlage, der Umgebung und unter selbstkritischer Berücksichtigung der ihm zur Verfügung stehenden Fachkunde entscheiden, ob er diese Fragestellung selber bearbeiten kann oder dazu die Hilfe eines Sachverständigen oder Gutachters braucht.

Anders - einfacher - ausgedrückt: Schon die Unsicherheit an sich ("Kann ich das? Was umfasst denn das alles?")lässt es weiser erscheinen, sich zur rechtssicheren Abarbeitung der Aufgabe externen Sachverstand verfügbar zu machen.
02.05.2017
Frage: Gilt die Richtlinie auch bei Stilllegung und Rückbau einer Kühlanlage? Muss insbesondere nach Stilllegung und vor Rückbau eine Desinfektion und Reinigung durchgeführt werden, damit beim Rückbau...
Gilt die Richtlinie auch bei Stilllegung und Rückbau einer Kühlanlage? Muss insbesondere nach Stilllegung und vor Rückbau eine Desinfektion und Reinigung durchgeführt werden, damit beim Rückbau keine Gefährdungen auftreten?

Antwort: Die Richtlinie behandelt i. W. den BETRIEB von Verdunstungskühlanlagen. Ihre Frage betrifft den Arbeits- und Umweltschutz beim Rückbau. Dabei sind die gebotenen Schutzmaßnahmen sowohl gegen den Austrag von kontaminiertem Material in die Umwelt als auch die nötigen Arbeitsschutzmaßnahmen für die beteiligten Personen zu treffen, ähnlich wie bei Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an weiter zu nutzenden Anlagen. Diese Maßnahmen werden m. W. nicht im Detail im technischen Regelwerk beschrieben, sondern müssen aus einer fachkundigen Beurteilung der vorliegenden Gefährdungen und der zu leistenden Tätigkeiten abgeleitet werden.
05.04.2017
Frage: Ab wann bezeichne ich einen Bereich in dem kein Wasser fließt als Stagnationsbereich? Sind auch Endverbraucher, die keinen dauerhaften Durchfluss fordern bzw. benötigen, als Stagnationsbereich...
Ab wann bezeichne ich einen Bereich in dem kein Wasser fließt als Stagnationsbereich? Sind auch Endverbraucher, die keinen dauerhaften Durchfluss fordern bzw. benötigen, als Stagnationsbereich anzusehen? Wenn ja, ab welchem Zeitraum?

Antwort: Es gibt bei Verdunstungskühlanlagen, anders als beim Trinkwasser, keine feste Zeitangabe. Anders als bei einer durchströmten Leitung ist ja die Strömung beispielsweise in der Tasse nicht gleichmäßig. Wichtig ist, dass nirgends Wasser so lange verbleibt, dass es gravierend verkeimt, weil z. B. das regelmäßig zudosierte Biozid in dem fraglichen Bereich gar nicht ankommt. Nehmen wir an, das Biozid werde immer montags zugegeben. Ein Endverbraucher, der beispielsweise immer nur längere Zeit nach der Dosierung sporadisch genutzt wird, kommt dann gar nicht in den Genuss der bioziden Wirkung. (Genau aus dem Grund ist ja gefordert, dass Proben VOR der Bioziddosierung entnommen werden; dann ist die Biozidkonzentration am geringsten.) Die Antwort ist also nicht einfach in Form einer simplen Zeitangabe zu geben; Sie müssen schon sehr genau auf Ihr System schauen…
31.03.2017
Frage: Ich habe eine Frage in Bezug auf die Personenanzahl die sich im Gefährdungsbereich vom RKW aufhalten, in der VDI 2047 steht hierzu nichts. In den Schulungunterlagen steht hierzu nur sehr viele...
Ich habe eine Frage in Bezug auf die Personenanzahl die sich im Gefährdungsbereich vom RKW aufhalten, in der VDI 2047 steht hierzu nichts.
In den Schulungunterlagen steht hierzu nur sehr viele Personen, viele, eine angemessene Anzahl und wenige. Jetzt fragen uns einige Kunden wieviel sind "viele" oder eine "angemessene" Anzahl Personen. Gibt es in der VDI irgendwo einen Hinweis dazu, worauf ich mich dann beziehen kann?

Antwort: Die Philosophie der VDI 2047 ist die, dass die Anlagen hygienisch einwandfrei betrieben (und instandgehalten) werden. Dann spielt der Aufstellungsort nur eine untergeordnete Rolle. In dicht besiedelten Gebieten (siehe Ulm oder Bremen) befindet sich im Einzugsbereich der Anlagen, der sich ja über Kilometer erstreckt, immer "viele" Menschen.
28.03.2017
Frage: Wird ein in einer Schulung nach VDI 2047 Blatt 2 geschulter Mitarbeiter durch die Schulung in die Lage versetzt, die Gefährdungsbeurteilung für eine Verdunstungskühlanlage zu erstellen?
Wird ein in einer Schulung nach VDI 2047 Blatt 2 geschulter Mitarbeiter durch die Schulung in die Lage versetzt, die Gefährdungsbeurteilung für eine Verdunstungskühlanlage zu erstellen?

Antwort: A priori nicht. Die eintägige Schulung nach VDI 2047 Blatt 2 kann nicht mehr leisten, als den Mitarbeiter für das Thema "Hygiene" zu sensibilisieren und ihm die Grundlagen der Betreuung der Verdunstungskühlanlage zu vermitteln. Er ist damit in etwa in der Rolle eines Brandschutzhelfers: Er kann mit offenen Augen durch die Anlage gehen und auf Probleme hinweisen, die Folgen seines Handelns (oder seiner Unterlassungen) besser abzuschätzen und v. a. erkennen, wann er externe Hilfe braucht. Für die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung sind wesentlich umfassendere Kenntnisse erforderlich.
08.03.2017
Frage: Ergänzend zur Frage vom 24.01.17 nach der "Nulllinienermittlung" (siehe dortige Antwort): Die Frage zielte aber vielmehr auf die Bestimmung der Nulllinie nach Abschnitt 9.3.2.1. Darin wird...
Ergänzend zur Frage vom 24.01.17 nach der "Nulllinienermittlung" (siehe dortige Antwort): Die Frage zielte aber vielmehr auf die Bestimmung der Nulllinie nach Abschnitt 9.3.2.1. Darin wird beschrieben, dass die Ermittlung des Normalzustands über "wiederholte Bestimmungen, z.B. wöchentlich, über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten" zu erfolgen hat. Aus diesen 12 Einzelwerten muss ja anschließend ein "Normalzustand" ermittelt werden, um bei zukünftigen Abweichungen Maßnahmen nach Tabelle 3 ergreifen zu können. Die Frage war daher nach der Berechnungsmethode des "Normalzustands" aus den z.B. 12 Einzelwerten, um einen eindeutigen Maßnahmenwert zu definieren, bei dessen Überschreitung Maßnahmen nach o.g. Tabelle ergriffen werden können.


Antwort: Die allgemeine Koloniezahl kann wiederkehrenden Schwankungen unterworfen sein, wie beschrieben. Diese durch eine Mittelwertbildung über den gesamten Zeitraum "herauszumitteln" ist ggf. nicht sinnvoll. Nur bei einer Anlage, deren Werte weitgehend konstant sind, kann man vermutlich mitteln. Andere Verläufe verlangen ein differenzierteres Vorgehen. Qualifiziertes Personal muss achtsam auf die Werte schauen, um frühzeitig auf "pathologische" Veränderungen reagieren zu können. Sie sollten nach den "Nullmessungen" Ihre Anlage so genau kennen, dass Sie entscheiden können, von welcher Basis aus die Veränderung zu bestimmen ist. Die Richtlinie kann hier nicht die "Rundum-sorglos-Lösung" offerieren, sondern nur qualifiziertem Bedienpersonal eine Hilfestellung bieten.

Wenn Sie völlig willkürfrei und sozusagen "auf Autopilot" reagieren möchten, bleibt vermutlich nur eine konservative Lesart: Tabelle 3 spricht ganz einfach von Änderungen. Wenn sich also ein Wert von einer Messung zur nächsten um mehr als den Faktor 10 bzw. 100 ändert, so sind nach meiner Lesart die beschriebenen Maßnahmen zu ergreifen.

Bitte beachten Sie allerdings, dass, wie in VDI 1000 erläutert, die Anwendung der Richtlinie nicht von der Verantwortung für eigenes Handeln entbindet. D. h., auch penibles Abarbeiten des Textes, jedoch ohne Einbringung von Fachwissen und Detailkenntnis ist nicht hinreichend zur Erfüllung von Sorgfaltspflichten.
26.01.2017
Frage: 1) Darf nach VDI 2047 Blatt 2 eine wöchentliche Dosierung mit Biozid erfolgen, ohne vorher eine Wasserprobe entnommen zu haben? 2) Ist eine Stoßdosierung zulässig?
1) Darf nach VDI 2047 Blatt 2 eine wöchentliche Dosierung mit Biozid erfolgen, ohne vorher eine Wasserprobe entnommen zu haben?

2) Ist eine Stoßdosierung zulässig?

Antwort: 1) Wichtig ist, dass eine Probenahme nicht zeitnah nach einer Biozidzugabe erfolgt, da das die Probe verfälschen würde. Sinnvoll ist es also in Ihrem Beispiel wöchentlicher Zugabe, beispielsweise am Montag zu beproben, wenn am Dienstag Biozid zugegeben wird. Wir haben die Biozidzugabe in der Richtlinie nicht von einer Probennahme abhängig gemacht. Sie müssen jedoch bedenken, dass Biozide nach Biozidverordnung nur verwendet werden dürfen, wenn es ohne nicht geht. Wie der Nachweis der Notwendigkeit zu führen ist, ist m. E. aber nicht konkretisiert.

2) Dazu gibt es in der Richtlinie Aussagen, die ich an dieser Stelle nicht wiederholen möchte.
24.01.2017
Frage: 1) Zur Inaktivierung nach Anhang B wird für Isothiazolinone Natriumglykolat vorgeschlagen. In welcher Konzentration sollte dieses der Wasserprobe zugegeben werden? Ich kann in der DIN EN 13623 und...
1) Zur Inaktivierung nach Anhang B wird für Isothiazolinone Natriumglykolat vorgeschlagen. In welcher Konzentration sollte dieses der Wasserprobe zugegeben werden?
Ich kann in der DIN EN 13623 und Wallhäuser keine Angaben von Mengen finden.
2) Ein Kunde von uns verwendet ein Biozid mit Wirkstoff Glutardialdehyd und Isothiazolione. Kann die Neutralisation aus einer Probe bei der Probenahme erfolgen, oder muss für jeden einzelnen Wirkstoff eine neutralisierte Flasche mit Neutralisationsmittel genommen werden. Die Informationen in der VDI und DIN sind sehr dürftig. Wichtige Fragen werden nicht beantwortet.

Antwort: 1) Hier liegt leider ein Schreibfehler vor: Es muss heißen NatriumTHIOglykolat. Die Konzentrationsangaben können wir leider nicht angeben, da es bei nicht-oxidativen Bioziden nirgends validierte Vorgaben dazu gibt. Eine Validierung eines Neutralisationsmittels müsste für jeden Wirkstoff und jede Wirkstoffkombination eigens durchgeführt werden und wurde wegen des Aufwands offenbar noch von niemandem vorgenommen. Es scheint, dass auch aus diesem Grund die nicht-oxidativen Biozide immer weniger genutzt werden. Wenn die Werkstoffe der Anlage auf die Nutzung oxidativer Biozide hin ausgelegt sind, spricht einiges dafür, solche zu benutzen.
2) „Sehr dürftig“? Das finde ich stark übertrieben. Vor VDI 2047 Blatt 2 gab es genau NICHTS. Jetzt gibt es mit VDI 2047 Blatt 2 eine recht umfassende Richtlinie. Dass diese weiter verbessert werden kann, ist gewiss. Wir arbeiten gerade daran und ich bin sicher, der nächste Entwurf (hoffentlich noch dieses Jahr) wird nochmal ein großer Schritt nach vorn sein. Tatsache bleibt aber, dass insbesondere im Bereich der Mikrobiologie und der Biozide noch eine Menge Forschungsbedarf besteht. Der VDI-Richtlinienausschuss besteht aus einer großen Zahl von hoch qualifizierten Fachleuten. Was diese an gesichertem Wissen haben, teilen sie mit Ihnen. Aber wo es Lücken gibt, können auch wir diese nicht immer füllen.
23.01.2017
Frage: Wie soll aus den z.B. 12 Einzelwerten der allgemeinen Koloniezahl am Ende der Normalzustand für ein System berechnet werden? Über das arithmetische Mittel, oder kann aus den 12 Werten der...
Wie soll aus den z.B. 12 Einzelwerten der allgemeinen Koloniezahl am Ende der Normalzustand für ein System berechnet werden? Über das arithmetische Mittel, oder kann aus den 12 Werten der "schlechteste" als "Normalzustand" festgelegt werden?

Antwort: Der Begriff Normal*zustand* mag suboptimal gewählt sein; gemeint ist eher eine Art Null*linie*. Ziel der betriebsinternen Untersuchungen ist es, dass der Betreiber einen Eindruck vom üblichen Verhalten seiner Anlage gewinnt (z. B. saisonal auftretende Schwankungen durch erhöhte Pollenfracht der Luft und im Gefolge nährstoffreicheres Kreislaufwasser) und Abweichungen sowie Handlungsbedarf frühzeitig erkennt und reagieren kann.
20.01.2017
Frage: Zur Inaktivierung nach Anhang B wird für Isothiazolinone Natriumglykolat vorgeschlagen. In welcher Konzentration sollte dieses der Wasserprobe zugegeben werden? Kann Natriumglykolat zusätzlich in...
Zur Inaktivierung nach Anhang B wird für Isothiazolinone Natriumglykolat vorgeschlagen. In welcher Konzentration sollte dieses der Wasserprobe zugegeben werden? Kann Natriumglykolat zusätzlich in ein mit Natriumthiosulfat bereits vorkonserviertes Gefäß gegeben werden?

Antwort: Die Angaben zu den Enthemmern der nicht-oxidativen Biozide in der VDI 2047 Blatt 2, Tabelle B2, wurden aus der DIN EN 13623 und aus „Wallhäußers Praxis der Sterilisation“ übernommen. Dabei ist uns ein Fehler unterlaufen. Die Richtlinie wird wegen der Erscheinung der VDI 2047 Blatt 3 (voraussichtlich Februar 2017)ab Dezember 2016 überarbeitet. Daher werden wir diesen Fehler dann korrigieren. Die Sinnfälligkeit einer "Doppelneutralisation" mit Glykolat und Thiosulfat erschließt sich mir nicht; sie sollten doch vor der Probenahme wissen, welches Biozid verwendet wird und dann spezifisch neutralisieren.
21.11.2016
Frage: Ich habe ich im Abschnitt 8.4.1 die Reihenfolge beim Ausschalten gefunden, zum Einschalten jedoch finde ich nichts. Bedeutet die Angabe in Abschnitt 8.4.1 im Umkehrschluss, dass beim Einschalten...
Ich habe ich im Abschnitt 8.4.1 die Reihenfolge beim Ausschalten gefunden, zum Einschalten jedoch finde ich nichts.
Bedeutet die Angabe in Abschnitt 8.4.1 im Umkehrschluss, dass beim Einschalten zuerst die Lüfter und erst dann die Versprühung eingeschaltet werden dürfen? Bedeutet die Vorgabe ferner, dass Kühltürme nie ohne Zuschaltung der Lüfter betrieben werden dürfen?
Wenn dem so ist, bedeutet es, dass untere Regelstufen für geringere Kühlleistungen für die der Betrieb der Kühlturmpumpe ohne Lüfter ausreicht, um die Kühlung durch den Kamineffekt zu nutzen, nicht mehr zulässig sind?


Antwort: Ein Tropfenabscheider hat nach oben wie nach unten eine Grenzgeschwindigkeit (Durchrissgeschwindigkeit), oberhalb derer bzw. unterhalb derer er nicht mehr wirksam ist. Eine obere Grenze der Wirksamkeit sehen die meisten Menschen sofort ein. Dass es nach unten auch eine Grenze gibt, liegt daran, dass die Abscheidung mitunter auf Trägheitskräften beruht. In einer sehr langsamen Strömung können sich die Tröpfchen quasi durch den Abscheider schlängeln, ohne in Kontakt zu kommen, d. h. ohne abgeschieden zu werden. Wenn der Tropfenabscheider der VKA für den Betrieb mit reduzierter Strömungsgeschwindigkeit (mit geringerer Ventilatordrehzahl oder ohne Ventilator) ausgelegt ist, dürfen Sie die Anlage selbstredend auch als Naturzuganlage betreiben. Andernfalls ist sicherzustellen, dass der Ventilator läuft, wenn die Versprühung einsetzt, also in der Tat beim Hochfahren erst Ventilator, dann Versprühung einschalten, oder, ganz allgemein: Es ist sicherzustellen, dass der Tropfenabscheider immer wirksam ist, wenn die Versprühung eingeschaltet ist. (Zugegeben: Es wäre eine gute Idee gewesen, diese Motivation in der Richtlinie transparent zu machen. Wir werden das bei der nächsten Überarbeitung diskutieren.)
26.09.2016
Frage: Frage 1: Welche Maßnahmen muss der Anlagenbauer konkret in die Kühlanlage bzw. in der Anlagenregelung umsetzen, um konform zur 2047-2 zu sein? Frage 2: Kleine „Totzonen“ im Wasserkreislauf...
Frage 1: Welche Maßnahmen muss der Anlagenbauer konkret in die Kühlanlage bzw. in der Anlagenregelung umsetzen, um konform zur 2047-2 zu sein?
Frage 2: Kleine „Totzonen“ im Wasserkreislauf sind oft nicht gänzlich vermeidbar. Wie ist damit dann umzugehen?
Frage 3: Gibt es eine Vorgabe zur Regelung beim Ein- und Ausschalten des Kühlturms bezüglich der Reihenfolge zur Einschaltung von Kühlturmpumpe und Lüfter?
Frage 4: Das verwendete Biozid muss nach der Zugabe möglichst gleichmäßig im Wasserkreislauf verteilt werden. Das funktioniert nur bei Betrieb der Kühlturmpumpe. Was ist zu tun, wenn der Kühlturm genau zum Zeitpunkt der Bioziddosierung nicht benötigt wird? Muss die Kühlturmpumpe bzw. alle am Kreislauf befindlichen Umwälzpumpen dann trotzdem für einen Zeitraum x eingeschaltet werden um das Biozid zu verteilen? Je nach Systemzustand könnte dies eine zu starke Abkühlung des Systemwassers bedeuten.
Frage 5: Wie kann die Wasserzuleitung zu den Sprühdüsen der adiabaten Kühlung von Trockenkühlern keimfrei gehalten werden? Diese Leitung wird nur an sehr warmen Tagen im Jahr genutzt. Nach Kap. 8.4.2.3 muss die Sprühleitung bei Nichtbenutzung spätestens am 7. Tag wieder betrieben werden. Je nach Betriebszustand, ist die dadurch hervorgerufene Kühlleistung aber nicht erforderlich, weshalb z. B. die Lüfter nicht eingeschaltet werden können.
Sollte die Leitung entleert werden? Die Restflüssigkeit in der Rohrleitung würde zurückbleiben und könnte auch zu einer Verkeimung führen.
Oder sollte die Besprühung regelmäßig, auch wenn sie nicht erforderlich ist, eingeschaltet werden, damit ein Wasseraustausch stattfindet?
Frage 6: Wie kann die Wasserleitung zu den Sprühdüsen beprobt werden? Prinzipiell müsste die Probe am Ende der Leitung, also an den Düsen entnommen werden. Diese sind aber nicht abflammbar und bei Düsenbetrieb steht der Probennehmer im Wassernebel, was auch mit angelegter PSA nicht angenehm ist.

Antwort: Frage 1: Ziel ist eine hygienisch einwandfreie Konstruktion als Grundlage für hygienisch einwandfreien Betrieb. Sie tun daher gut daran, alle konstruktiven und betriebstechnischen Maßnahmen, die für die Anlage infrage kommen, auch umzusetzen.
Frage 2: Das ist so. Das Problem liegt in der Abgrenzung zwischen hinreichend „klein“ (= bedeutungslos) und signifikant. Vermeiden Sie – so steht es in der Richtlinie – Totzonen so weit wie eben möglich. Ein T-Stück mit einer Zapfarmatur beispielsweise lässt sich nicht vermeiden. Aber die 3 m Stichleitung dahinter vielleicht schon. Technische Gründe für Stagnationszonen kann es geben; dann muss man, wenn diese Zonen zu einem Problem werden könnten, beispielsweise weil das Biozid nicht in diese Zonen vordringt, nach kompensierend wirkenden Maßnahmen suchen. Dies könnte im Beispiel eine Zwangsdurchspülung sein.
Frage 3: Ja, bitte die Richtlinie lesen.
Frage 4: Das Biozid kann nur wirken, wenn es 1) ÜBERALL hinkommt und 2) LANGE GENUG EINWIRKT. Aus meiner Sicht ist es daher unabdingbar, dass zum Zeitpunkt der Dosierung und für die nötige Einwirkzeit die Pumpe läuft. Hygiene (Menschenleben) hat Vorrang vor dem Prozess (= Materielles). Im Zweifel ist die zu starke Abkühlung mit technischen Mitteln zu verhindern.
Frage 5: Wenn die Ventilatoren stehen, ist eine Aerosolbildung wenig wahrscheinlich. Die Ventilatoren sind auch nicht wichtig für das Spülen der Leitung. Wo liegt also das Problem? Die Düsen müssen zum Schutz vor Verkeimung ja wohl auch bei der Bioziddosierung betrieben werden.
Ob Sie entleeren oder lieber regelmäßig ohne Kältebedarf sprühen, müssen Sie aus Ihrem Fachwissen heraus entscheiden. Sie müssen nur auf die eine oder andere Weise eine unzulässige Verkeimung verhindern.
Frage 6: Bei solchen Anlagen bleibt einem wohl nichts anderes übrig als das herabtropfende Wasser aufzufangen. PSA ist aus meiner Sicht zwingend nötig, Abflammen nicht zwingend; die Frage „Angenehm oder nicht?“ ist nachrangig.
21.09.2016
Frage: Sind die Vorgaben der VDI 2047 Blatt 2 auch beim Einsatz einer adiabaten Kühlung in einer Lüftungsanlage zu beachten?
Sind die Vorgaben der VDI 2047 Blatt 2 auch beim Einsatz einer adiabaten Kühlung in einer Lüftungsanlage zu beachten?

Antwort: Der Anwendungsbereich der Richtlinie (siehe https://www.vdi.de/uploads/tx_vdirili/pdf/2265208.pdf) ist aus meiner Sicht an der Stelle eindeutig: Anlagen, bei denen das Wasser in der Fortluft verrieselt wird, fallen danach in den Anwendungsbereich der VDI 2047 Blatt 2. Anlagen, bei denen die befeuchtete Luft ganz oder teilweise zurückgeführt wird, fallen in den Anwendungsbereich der VDI 6022. Auf diese Weise ist die Kette geschlossen.
09.09.2016
Frage: Wenn die Bioziddosierung ausfällt, ist doch nicht sofort der Maßnahmewert überschritten. Darf ich dann also noch eine Weile weiter betreiben?
Wenn die Bioziddosierung ausfällt, ist doch nicht sofort der Maßnahmewert überschritten. Darf ich dann also noch eine Weile weiter betreiben?

Antwort: Üblicherweise findet die Bioziddosierung regelmäßig stoßweise statt, beispielsweise Mo/Mi/Fr. Am wahrscheinlichsten dürfte es sein, dass Sie die Fehlermeldung „Bioziddosierung ausgefallen“ dann bekommen, wenn eine Dosierung fällig wäre, also beispielsweise am Mittwoch. Dann wissen Sie aber, dass die Biozidkonzentration so weit abgefallen ist, dass eigentlich eine Dosierung fällig wäre. Daher wäre ich unter diesen Bedingungen geneigt, die Anlage stillzusetzen, um ruhig schlafen zu können.
02.09.2016
Frage: Zur Bestimmung der Gesamtkeimzahl wird in der VDI 2047 Blatt 2 unter 9.3.2.2 aufgeführt, dass für die Untersuchung ein CASO-(TSA)Nährboden mit Enthemmer zu verwenden ist. Der Wirkstoff unseres...
Zur Bestimmung der Gesamtkeimzahl wird in der VDI 2047 Blatt 2 unter 9.3.2.2 aufgeführt, dass für die Untersuchung ein CASO-(TSA)Nährboden mit Enthemmer zu verwenden ist.
Der Wirkstoff unseres Biozides basiert auf Isothiazolonen.
In der Tabelle B2 der VDI 2047 Blatt 2 ist als Inaktivierungsmittel für Isothiazolone "Natriumglykolat" angegeben.
Laut Angaben meines Laborversorgers sind am Markt jedoch Dipslides mit Natriumglykolat als Neutralisationsmittel nicht verfügbar. Meine Analysen wären somit fehlerhaft und gegen Ihre Norm.
Was ist zu tun?

Antwort: In der Tat hat sich herausgestellt, dass die Formulierung nicht ganz glücklich gewählt ist. Sie werden keine Schwierigkeiten haben Dip-Slides mit Enthemmer für oxidative Biozide zu beschaffen, bei nicht-oxidativen, wie Isothiazolon, sieht es anders aus. Wir beabsichtigen, das in Kürze im Rahmen einer Anpassung der Richtlinie zu korrigieren. Das stellt jedoch für Sie kein Problem dar, da die Dip-Slide-Untersuchungen nur der betriebsinternen Kontrolle dienen. Führen Sie Ihre Untersuchungen am besten mit den Dip-Slides fort, mit denen Sie Erfahrungen haben, da ein Wechsel zu Sprüngen in den Werten führen würde.
23.08.2016
Frage: Kann ein Betreiber durch Beauftragung eines externen qualifizierten und geschulten Probenehmers auf die Schulung eines eigenen Mitarbeiters verzichten? Geht die Betreiberverantwortung dann auf den...
Kann ein Betreiber durch Beauftragung eines externen qualifizierten und geschulten Probenehmers auf die Schulung eines eigenen Mitarbeiters verzichten? Geht die Betreiberverantwortung dann auf den externen Dienstleister über?

Antwort: Ein Probenehmer ist für die Probenahme verantwortlich. Das hat mit der Betreiberverantwortung und den Schutzpflichten des Betreibers gegenüber Dritten rein gar nichts zu tun. Der Betreiber hat Dritte vor Gefahren zu schützen, die von der Anlage ausgehen. Zur Erfüllung dieser Schutzpflichten sind ein fachgerechter Betrieb und eine fachgerechte Instandhaltung der Anlage erforderlich. Probenahmen dienen nur der Überwachung. Durch sie wird ein eventuelles Problem ja nur festgestellt, nicht behoben. Die Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 gibt als allgemein anerkannte Regel der Technik Hinweise, wie die Anlage hygienegerecht betrieben werden kann. Durch Einhaltung der darin enthaltenen Vorgaben und Dokumentation der dazu durchgeführten Maßnahmen kann der Betreiber im Schadenfall weitgehend den Vorwurf der Schuldhaftigkeit widerlegen. Das bedeutet im Klartext: Wenn der Betrieb und die Instandhaltung mit eigenem Personal erfolgen, dann sollte dieses Personal geeignet qualifiziert sein, also beispielsweise durch eine VDI-Partnerschulung nach VDI 2047 Blatt 2. Delegation ist nämlich nur dann rechtswirksam, wenn das Personal geeignet qualifiziert ist. Betreiberverantwortung kann natürlich an einen Dritten delegiert werden, aber dann muss diesem vertraglich der gesamte Betrieb inklusive Instandhaltung und Überwachung sowie eventuell nötiger Maßnahmen übertragen werden, nicht nur die Probenahme.
15.07.2016
Frage: 1) Handelt es sich bei der Gefährdungsbeurteilung nach VDI 2047 Blatt 2, Abschnitt 5.2, um dieselbe Gefährdungsbeurteilung wie unter 9.2? 2) Muss die Gefährdungsbeurteilung durch eine Fachkraft...
1) Handelt es sich bei der Gefährdungsbeurteilung nach VDI 2047 Blatt 2, Abschnitt 5.2, um dieselbe Gefährdungsbeurteilung wie unter 9.2?
2) Muss die Gefährdungsbeurteilung durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit (FASi) durchgeführt werden oder muss eine nach VDI 2047 Blatt 2 geschulte Person diese durchführen?
3) Ist die Risikoanalyse als Anhang der Gefährdungsbeurteilung durch die FASi zu sehen oder ist sie eher mit einer Gefährdungsanalyse wie nach einer Überschreitung des Maßnahmewerts nach TrinkwV zu vergleichen?

Antwort: 1) Thematisch nicht. In Abschnitt 5.2 geht es ausschließlich um Arbeitsschutzaspekte, während Abschnitt 9.2 auf die Verkehrssicherungspflicht des Anlagenbetreibers fokussiert. Nach meinem Verständnis spricht aber nichts dagegen, beide Aspekte in einem Schriftstück zu bearbeiten.
2) Die meisten Fachkräfte für Arbeitssicherheit dürften ohne Zusatzqualifikation z. B. nach VDI 2047 Blatt 2 nicht dazu in der Lage sein, eine solche Gefährdungsbeurteilung für eine Verdunstungskühlanlage zu erstellen. Wohl aber kann nach meinem Verständnis ein Team aus FASi und einer Person mit besonderer Qualifikation im Bereich der Hygiene bei Verdunstungskühlanlagen eine solche Arbeitsschutz-Gefährdungsbeurteilung durchführen, wenn beide Qualifikationen in einer Person nicht vorhanden sind.
3) Hier gehen ein paar Dinge durcheinander: Wie in Abschnitt 9.2 dargestellt, ist die Risikoanalyse ein Teilschritt bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung; ein weiterer ist die Risikobewertung. (Das gilt für die Gefährdungsbeurteilung zur Verkehrssicherung wie auch für die im Rahmen des Arbeitsschutzes.) Sie ist damit kein Anhang, sondern z. B. ein Abschnitt der Gefährdungsbeurteilung. Die Gefährdungsanalyse Trinkwasser nach der UBA-Empfehlung wird ferner durch ein Ereignis angestoßen, wie Sie richtig schreiben, beispielsweise eine Überschreitung des Maßnahmewerts. Die Gefährdungsbeurteilung (gleich, ob für den Arbeitsschutz oder zur Verkehrssicherung) ist auch ohne Überschreitung von Maßnahmewerten immer Pflicht.
06.04.2016
Frage: In VDI 2047 Blatt 2 gibt es eine Beispielcheckliste für regelmäßige Inspektionen, welche monatlich, vierteljährlich und jährlich durchzuführen sind. Auch wird im Abschnitt 9.3.1 aufgeführt,...
In VDI 2047 Blatt 2 gibt es eine Beispielcheckliste für regelmäßige Inspektionen, welche monatlich, vierteljährlich und jährlich durchzuführen sind. Auch wird im Abschnitt 9.3.1 aufgeführt, dass eine regelmäßige Überwachung der Komponenten durchzuführen ist. Müssen diese Intervalle eingehalten werden oder reicht eine jährliche Wartung, bei der alle aufgeführten Punkte geprüft werden, aus?

Antwort: Die Checkliste ist, wie Sie richtig feststellen, nur beispielhaft. Sie muss von jedem Betreiber spezifisch für seine Anlage erstellt werden. Dabei können Anlagenteile in Ihrer jeweiligen Anlage wegfallen, weil sie schlicht nicht vorhanden sind, gleichermaßen müssen aber in der Liste nicht erwähnte instandhaltungspflichtige Anlagenteile der eigenen Anlage eingefügt werden. Gleiches gilt für die Intervalle: Die angegebenen Intervalle sind nur zur Orientierung gedacht. Der Betreiber (bei entsprechender Delegation Sie als sein Mitarbeiter) steht in der Pflicht, sich für seine spezifische Anlage einen geeigneten Instandhaltungsplan zu erstellen und die entsprechenden Maßnahmen durchzuführen.
Abschnitt 9.3.1 sagt an der Stelle ganz klar, dass die Besonderheiten der jeweiligen Anlage zu berücksichtigen sind und auch, dass Tabelle 1 nur zur Orientierung dient. Fazit: Wenn Sie durch gut dokumentierte Erfahrung (Inspektionsberichte) belegen können, dass Ihre Anlage mit längeren als den angegebenen Intervallen hygienisch sicher betrieben werden kann, können Sie die Intervalle ruhigen Gewissens heraufsetzen. Ist dem nicht so, würde ich persönlich davon abraten.
Die Durchführung von Inspektionen und Instandhaltungsmaßnahmen sollte man als Betreiber i. S. der eigenen Absicherung tunlichst sauber dokumentieren, da man sonst keinerlei Nachweismöglichkeit hat.
02.02.2016
Frage: Die Berechnung der Nulllinie sieht wöchentliche Probenahmen und Auswertungen über drei Monate vor. Ist eine so hohe Anzahl an Proben nötig und sollte man so engmaschig überwachen?
Die Berechnung der Nulllinie sieht wöchentliche Probenahmen und Auswertungen über drei Monate vor. Ist eine so hohe Anzahl an Proben nötig und sollte man so engmaschig überwachen?


Antwort: Für die Bestimmung des Nullwerts wird die wöchentliche Untersuchung über einen Zeitraum von drei Monaten empfohlen. Das sind 12 Messungen. In DIN EN ISO 8199 werden Berechnungen zur statistisch sicheren Angabe von Ergebnissen beschrieben. Danach wären bei den bei Koloniezahlbestimmungen üblicherweise gefundenen Zählbereichen etwas 35 Proben notwendig, um eine Veränderung statistisch sicher belegen zu können. Die Auswertung von 12 Proben erscheint vor diesem Hintergrund nicht unverhältnismäßig. Je weniger Proben zur Bestimmung einer Nulllinie herangezogen werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass gemäß Tabelle 3 Reaktionen aufgrund von Abweichungen von der Nulllinie erforderlich sind. Insofern ist es im Interesse des Betreibers der Verdunstungskühlanlage, die Nulllinie mit einer hinreichend großen Zahl an Proben zu bestimmen.
20.10.2015
Frage: Bei der Darstellung der allgemeinen Koloniezahl, die entsprechend der TrinkwV ausgeführt wird, werden zwei Werte produziert. (einmal der Wert Koloniezahl bei 20°C und der Wert bei 36 °C) Wie...
Bei der Darstellung der allgemeinen Koloniezahl, die entsprechend der TrinkwV ausgeführt wird, werden zwei Werte produziert.
(einmal der Wert Koloniezahl bei 20°C und der Wert bei 36 °C) Wie verfährt man nun bei der Darstellung der allgemeinen Koloniezahl laut
VDI 2047 Blatt 2?


Antwort: VDI 2047 Blatt 2 schreibt für die Untersuchung der allgemeinen Koloniezahl als Nachweisverfahren DIN EN ISO 6222 oder das Verfahren nach Trinkwasserverordnung vor. Die Maßnahmen bei Veränderung der allgemeinen Koloniezahl sind in Tabelle 3 beschrieben. Dass die beiden genannten Methoden unterschiedliche Ergebnisse zeigen wird im Text in Abschnitt 9.3.2.1 unter der Überschrift „Allgemeine Koloniezahl“ beschrieben (kein Wechsel der Methoden).
Bei beiden Methoden werden zwei Werte bestimmt. Bei DIN EN ISO 6222 gibt es einen Ansatz bei 22°C und eine zweiten Ansatz bei 36°C; bebrütet werden beide Ansätze für 72 Stunden. Bei der Bestimmung gemäß Trinkwasserverordnung gibt es ein Ergebnis bei 20°C und ein zweites Ergebnis bei 36°C, beide nach 44 Stunden Bebrütung. Aufgrund der etwas höheren Bebrütungstemperatur, der längeren Bebrütungszeit und des für DIN EN ISO 6222 vorgeschriebenen reichhaltigeren Nährbodens sind die Koloniezahlen bei Verwendung der Methode DIN EN ISO 6222 tendenziell höher.
Für die Betrachtung der Veränderungen gemäß Tabelle 3 werden jeweils beide Zahlen aus den Ergebnissen (20 bzw. 22°C und 36°C) betrachtet. Es kann dabei zu Veränderungen von nur einer Koloniezahl kommen (üblicherweise bei dem Ansatz mit der höheren Inkubationstemperatur) oder auch zu Veränderungen bei beiden Werten. Für die Beurteilung wird üblicherweise der ungünstigere Wert (der Wert mit der größten Veränderung) herangezogen.
20.10.2015
Frage: Kann die Ermittlung des Normalzustands (wöchentlich über drei Monate) mit Dip-Slides durch den Betreiber durchgeführt werden oder sind dafür Laboruntersuchungen erforderlich?
Kann die Ermittlung des Normalzustands (wöchentlich über drei Monate) mit Dip-Slides durch den Betreiber durchgeführt werden oder sind dafür Laboruntersuchungen erforderlich?

Antwort: Das Thema steht im Abschnitt 9.3.2.1 (Laboruntersuchungen). Tatsächlich brauchen Sie aber für beide - Laborergebnisse und betriebsinterne Ergebnisse - eine Nulllinie, um die einzelne Messung in einen Kontext zu stellen. Validiert werden die Ergebnisse u. a. dadurch, dass sich ein Trend, der bei der einen Methode auftaucht, auch bei der anderen sichtbar sein sollte.
28.09.2015
Frage: Sehr geehrte Damen und Herren, meine Frage: Gilt die VDI 2047 Blatt 2 auch für Ablaufkühler/Durchlaufkühlanlagen, bei denen das Wasser nicht im Kreislauf gefahren und nicht aufkonzentriert wird?
Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Frage:
Gilt die VDI 2047 Blatt 2 auch für Ablaufkühler/Durchlaufkühlanlagen, bei denen das Wasser nicht im Kreislauf gefahren und nicht aufkonzentriert wird?

Antwort: Eindeutig ja, da die Rieselkörper dauerfeucht sind und erfahrungsgemäß ebenso zu Verkeimung neigen wie bei Verdunstungskühlanlagen mit Tasse. Und ebenso wie diese können sie Aerosle verteilen.
15.07.2015
Frage: Als Nachweisverfahren für Pseudomonas aeruginosa ist in VDI 2047 Blatt 2, Tabelle 2, angegeben, dass man alternativ zur DIN EN ISO 16266 auch für die in der Richtlinie genannten Matrizes nach ISO...
Als Nachweisverfahren für Pseudomonas aeruginosa ist in VDI 2047 Blatt 2, Tabelle 2, angegeben, dass man alternativ zur DIN EN ISO 16266 auch für die in der Richtlinie genannten Matrizes nach ISO 17994 als gleichwertig anerkannte Verfahren einsetzen darf. Pseudalert ist nun aufgenommen in der Liste alternativer mikrob. Nachweisverfahren (nach §15 Abs. 1 TrinkwV 2001). Kann man demzufolge Pseudalert auch zur Untersuchung von Pseud aer in Kreislauf- und Füllwasser einer Verdunstungskühlanlage einsetzen?

Antwort: Für die Anwendung von Pseudalert im Wasser von Verdunstungskühlanlagen liegen bislang keine Erfahrungen vor. Das IWW Mülheim hat bei Untersuchungen in Oberflächenwässern gefunden, dass Pseudalert in Wässern mit hoher Begleitflora nicht geeignet ist. Es ist damit aber nicht ausgeschlossen, dass das Verfahren für das Kreislaufwasser von Verdunstungskühlanlage funktioniert.
02.07.2015
Frage: Wie weit betrifft die Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 auch die Trockenkühler (Luftverflüssiger von GWK-Anlagen). Diese kommen auch mit versprühtem Wasser in Verbindung, z.B. bei Kühlunterstützung...
Wie weit betrifft die Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 auch die Trockenkühler (Luftverflüssiger von GWK-Anlagen). Diese kommen auch mit versprühtem Wasser in Verbindung, z.B. bei Kühlunterstützung durch Wasserberieselung und nicht zuletzt bei der manuellen Reinigung mit einem Hochdruckreiniger.

Antwort: Werden Trockenkühler bei Bedarf mit Wasser berieselt ("Gartenschlauch-Kühlung"), werden sie zu Nasskühlern. Damit sind alle Gefahren des Nasskühlbetriebs verbunden. Hier hilft es auch nur wenig, dass die Anlagen im Durchlauf betrieben werden, denn die nassen Bauteile sind dauernd nass und stehen im Kontakt mit der Atmosphäre. Lange Rede, kurzer Sinn: Ja, eine solche Anlage ist im Nassbetrieb so zu sehen wie ein Nasskühlturm. Die Reinigung mit dem Hochdruckreiniger ist eine andere Sache: Die Anlage wird ja während der Reinigung nicht betrieben. Es sollte sichergestellt werden, dass die Anlage vor dem Wiederanfahren wieder trocken ist. Sie ist also nicht dauerfeucht und sollte daher nicht verkeimen. Natürlich ist darauf zu achten, dass die mit dem Hochdruckreiniger befreiten Verschmutzungen nicht in die Umgebung "hinausgeblasen" werden, und natürlich ist auch der Arbeitsschutz zu beachten.
25.06.2015
Frage: Ist es richtig, dass Mitarbeiter oder Wartungspersonal, das für die betriebsinternen Prozesskontrollen verantwortlich ist, KEINE Schulung nach VDI 2047 Blatt 2 benötigt? Betreiber gehen offenbar...
Ist es richtig, dass Mitarbeiter oder Wartungspersonal, das für die betriebsinternen Prozesskontrollen verantwortlich ist, KEINE Schulung nach VDI 2047 Blatt 2 benötigt? Betreiber gehen offenbar davon aus, dass es ausreicht, einen Mitarbeiter höherer Position (Abteilungsleiter, Schichtleiter o.ä.) zur Schulung zu schicken, um anschließend das Wartungspersonal entsprechend zu unterweisen, und dass die Schulung nur für die externe Laboruntersuchung notwendig sei.

Antwort: Richtig ist, dass in der Richtlinie (leider) nur im Abschnitt „Regelmäßige Laboruntersuchungen“ der explizite Hinweis steht, dass die Probenahme durch nach VDI 2047 Blatt 2 oder VDI 6022 geschultes Personal erfolgen soll. Die Schulung oder Nicht-Schulung von Personal hat jedoch Folgen: Nach den Grundregeln rechtswirksamer Delegation (siehe auch VDI 3810 Blatt 1.1) ist eine Delegation nur dann wirksam, wenn der Delegationsempfänger (1) fachlich geeignet ist, (2) ihm seine Aufgabe genau und verständlich vermittelt wurde, (3) er die Möglichkeiten (insbesondere Zugang) und Mittel hat, seine Aufgabe eigenverantwortlich zu erfüllen und (4) der Delegierende die ordnungsgemäße Durchführung der Aufgabe in angemessenem Rahmen überprüft. Eine Schulungsurkunde nach VDI 2047 Blatt 2 dürfte i. S. einer entlastenden Dokumentation für (1) (fachliche Eignung) und Teilaspekte von (2) (Einweisung) wirken. Selbstverständlich kann eine Führungskraft auch durch entsprechenden Aufwand bei (2) (Einweisung) und (4) (Kontrolle) die nötige Absicherung erzielen. Die Verantwortung für die Probenahme bleibt in diesem Fall allerdings möglicherweise vollständig bei der Führungskraft.
01.06.2015
Frage: In der Richtlinie werden in Tabelle 2 die mikrobiologischen Nachweisverfahren aufgeführt. Für die Bestimmung der allgemeinen Koloniezahl werden danach 22°C (DIN EN ISO 6222) bzw. 20°C (TrinkwV)...
In der Richtlinie werden in Tabelle 2 die mikrobiologischen Nachweisverfahren aufgeführt. Für die Bestimmung der allgemeinen Koloniezahl werden danach 22°C (DIN EN ISO 6222) bzw. 20°C (TrinkwV) und 36°C vorgegeben. Im Rahmen der betriebsinternen Kontrolle sollen die Proben dann aber bei 30°C inkubiert werden. Wie passt das zusammen? Betreibern, die auch schon vor der Veröffentlichung der Richtlinie Untersuchungen (siehe Informationsblatt des Bayerischen LGL 2007)in Auftrag gegeben hatten, liegen ebenfalls nur Werte vor, die sich auf eine Temperatur von 30°C beziehen. Diese Erfahrungswerte sind nun ohne Vergleichsuntersuchungen eigentlich kaum noch zu verwenden.

Antwort: Die verschiedenen Temperaturen beziehen sich auf verschiedene Dinge: die eine auf betriebsinterne Kontrollen, die anderen auf die regelmäßigen Laboruntersuchungen. Äpfel mit Birnen zu vergleichen ist bekanntlich keine gute Idee. Hat man eine Nulllinie (in der Richtlinie „Normalzustand“ genannt, siehe Abschnitt 8.3.2.1) bestimmt, ist nur wichtig, dass man immer in gleicher Weise auswertet. Das Labor darf also ruhig die genannten vorgegebenen Verfahren verwenden und bei der betriebsinternen Kontrolle kann ruhig bei anderen Temperaturen bebrütet werden, da die Werte ohnedies nur in Zusammenarbeit mit dem Labor GROB korreliert werden können.
12.05.2015
Frage: Proben nach Abschnitt 9.3.2.1 der Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 müssen in nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditierten Labors ausgewertet werden. Was bedeutet das konkret?
Proben nach Abschnitt 9.3.2.1 der Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 müssen in nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditierten Labors ausgewertet werden. Was bedeutet das konkret?

Antwort: Die Akkreditierung eines Labors nach der genannten Norm beinhaltet u. a. eine Qualitätssicherung. In aller Regel werden Proben durch Probenehmer entnommen, die per Vertrag in die Qualitätssicherung des Labors einbezogen sind. Auch der Transport der Proben sollte bestimmte Anforderungen erfüllen (maximale Dauer, Temperaturhaltung). Eine lange Transportdauer ist immer ein Problem, sodass die Zusammenarbeit mit einem Labor in der Region empfehlenswert ist. Sollte ein längerer Transportweg unvermeidbar sein, kann das eigentlich nur sicher funktionieren, wenn die Probe nicht einfach in Kühlakkus gepackt wird, sondern vorzugsweise z. B. mittels eines beigefügten Temperaturloggers überwacht wird, denn die Auswertung einer Probe, die über längere Zeit in warmer Umgebung gelagert wurde, ist hinausgeworfenes Geld. Ein sauber arbeitendes Labor wird in dem Fall, dass eine Probe in einem undefinierten Zustand ankommt (z. B. mit aufgetauten Kühlakkus, bei denen man nicht erkennen kann, wie lange sie schon warm sind), die Rückmeldung geben, dass die Probe unauswertbar war. In solchen Fällen ist jedwede Auswertung der Probe herausgeworfenes Geld, und ggf. trotzdem zurückgelieferte Zahlen („nur zur Information“) sind eher irreführend als informativ. Wichtig ist ferner, dass sich der Akkreditierungsbereich des Labors auch auf das zu untersuchende Wasser bezieht, d. h. dass das Labor nicht ausschließlich für Trinkwasser oder Abwasser, sondern möglichst Wasser aller Art akkreditiert ist. Eine Datenbank der Liste akkreditierter Labors mit deren Akkreditierungsbereichen kann auf der Webseite www.dakks.de eingesehen werden.
23.04.2015
Frage: 1) Bei den Vorgaben zur Inkubationstemperatur von Dip Slides (mit CASO-/TSA-Nährboden) mit Enthemmer gibt es eine Abweichung zwischen den Herstellerangaben und VDI 2047 Blatt 2:2015, Abschnitt...
1) Bei den Vorgaben zur Inkubationstemperatur von Dip Slides (mit CASO-/TSA-Nährboden) mit Enthemmer gibt es eine Abweichung zwischen den Herstellerangaben und VDI 2047 Blatt 2:2015, Abschnitt 9.3.2.2. Bitte klären.

2) Geht auch Raumtemperatur?

3) Muss es speziell dieser Nährboden sein?


Antwort: 1) Der erläuternde Absatz zur Inkubationstemperatur in VDI 2047 Blatt 2 ist nicht als Anforderung zu verstehen, sondern informativ. D. h., dass natürlich die Herstellervorgaben zu beachten sind. Deutlich wichtiger ist, dass die Bebrütung immer gleich erfolgt, da nur dann vergleichbare Ergebnisse erzielt werden können und nur dann eine vernünftige Nulllinie (siehe auch Abschnitt 9.3.2.1 der Richtlinie) herauskommt.

2) Aus den vorgenannten Gründen ist davon abzuraten. Die Bebrütung muss nach Herstellervorgaben und kontrolliert erfolgen. Dafür eignet sich ein Brutschrank mit konstanter Temperatur über immer dieselbe Bebrütungszeit. Nur dann können die Ergebnisse sinnvoll miteinander verglichen werden.

3) Grundsätzlich können auch andere Nährböden verwendet werden, wenn deren Eignung nachgewiesen ist. Die Vorgabe der Nährböden in Abschnitt 9.3.2.2 ist jedoch schon recht bindend formuliert („… sind zu verwenden …“).

Der wichtigste Punkt bei allen diesen Fragen ist, dass alle Bedingungen (insbesondere Nährboden, Temperatur, Inkubationsdauer, Probenahmeort und -parameter) konstant bleiben. Es ist dem Betreiber nicht gedient, wenn die betriebsinternen Kontrollen "bequeme", konstant unkritische Ergebnisse liefern und er sich auf dieser Basis in trügerischer Sicherheit wähnt und die Anlage ggf. bis zur nächsten Laborkontrolle in stark verkeimtem Zustand belastetes Aerosol emittiert. Kommt es zu einer Nachuntersuchung, wie sie bei einem Legionelloseausbruch in der Umgebung zwingend stattfinden wird, wird man im Zweifelsfall anhand der Dokumentation feststellen, dass die betriebsinternen Kontrollen unwirksam waren.
23.04.2015
Frage: Gibt es eine komplette Betreiber-Checkliste (z. B. in Form eines Auditfragebogens) mit allen einzuhaltenden und zu beachtenden Vorgaben für den Betrieb von Verdunstungskühlanlagen/Rückkühlwerken?
Gibt es eine komplette Betreiber-Checkliste (z. B. in Form eines Auditfragebogens) mit allen einzuhaltenden und zu beachtenden Vorgaben für den Betrieb von Verdunstungskühlanlagen/Rückkühlwerken?

Antwort: ALLE Aspekte an einer Stelle gibt es u. W. nirgends. In VDI 2047 Blatt 2 wird jedoch das Thema "Hygiene" bei solchen Anlagen umfassend betrachtet. Auch dort kann man keine auf alle Anlagen anwendbare Checkliste geben. Der Betreiber einer Anlage muss in Kenntnis seiner Anlage für ebendiese eine spezifische Gefährdungsbeurteilung durchführen (lassen) und die darin enthaltenen Maßnahmen umsetzen.
16.04.2015
Frage: Gibt es schon eine VDI-Richtlinie für Naturzugkühltürme >200 MW? Gilt VDI 2047 Blatt 2 auch für Verdünstungskühlanlagen >200 MW, die aber KEINE Naturzugkühltürme sind (z.B. für ein...
Gibt es schon eine VDI-Richtlinie für Naturzugkühltürme >200 MW?
Gilt VDI 2047 Blatt 2 auch für Verdünstungskühlanlagen >200 MW, die aber KEINE Naturzugkühltürme sind (z.B. für ein zwangsbelüfteter Nasskühlturm >250 MW)?

Antwort: Nein und ja, zumindest sinngemäß.

Nein, eine Richtlinie gibt es dazu noch nicht. Aber ja, man kann die VDI 2047 Blatt 2 zumindest teilweise und sinngemäß auch auf Verdunstungskühlanlagen > 200 MW anwenden, solange es keine spezifische Richtlinie dafür gibt. Bestimmte Punkte beim Betrieb einer Großanlage sind schlicht anders als bei den Anlagen, die explizit innerhalb des Anwendungsbereichs liegen. Wenn man nun Betreiber einer solchen Großanlage ist, ist es durchaus vernünftig, zur Orientierung in VDI 2047 Blatt 2 zu schauen. Die dort beschriebenen Vorgehensweisen muss man dann auf Basis des eigenen Fachwissens über die Anlage anpassen.

01.04.2015
Frage: Darf der Betreiber seit Erscheinen der Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 nur noch nach der Richtlinie geschulte Personen mit bestimmten Tätigkeiten betrauen?
Darf der Betreiber seit Erscheinen der Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 nur noch nach der Richtlinie geschulte Personen mit bestimmten Tätigkeiten betrauen?

Antwort: VDI-Richtlinien sind keine Verordnungen oder im juristischen Sinn zwingend bindende Richtlinien. Die Einhaltung einer VDI-Richtlinie, einer anerkannten Regel der Technik, gibt jedoch zur Vermutung technisch richtigen Handelns Anlass. Das bedeutet, auf die Frage bezogen: Der Betreiber darf wen auch immer mit dem Betrieb der Anlage betrauen, doch nur dann, wenn die Person auch geeignet ist (also u. a. auch fachlich kompetent), ist die Delegation wirksam. Und diese Eignung lässt sich mit einem Schulungszertifikat aus einer VDI-Partnerschulung leichter belegen als ohne eine solche Dokumentation.
26.03.2015
Frage: Zur Erfassung der elektrischen Leitfähigkeit gibt es widersprüchliche Aussagen in VDI 2047 Blatt 2. Einerseits ist lt. Text eine kontinuierliche Messung der elektrischen Leitfähigkeit vorzusehen,...
Zur Erfassung der elektrischen Leitfähigkeit gibt es widersprüchliche Aussagen in VDI 2047 Blatt 2. Einerseits ist lt. Text eine kontinuierliche Messung der elektrischen
Leitfähigkeit vorzusehen, andererseits steht in Text auch:
Die elektrische Leitfähigkeit muss kontinuierlich oder mindestens 14-tägig bestimmt werden.
Wir empfehlen hier grundsätzlich die online Messung und die 14-tägige Wartung gemäß Herstellervorgaben.

Antwort: Ihre Empfehlung ist im Einklang mit dem, was der Richtlinienausschuss fordert: kontinuierliche Messung ist der Königsweg, aber wenn es denn aus irgendwelchen Gründen nicht geht, ist mindestens 14-tägig zu messen. Dabei ist zu beachten, dass insbesondere konduktive Leitfähigkeitssensoren häufiger mal geprüft und evtl. ausgetauscht werden müssen.
10.03.2015
Frage: In VDI 2047 Blatt 2 werden in Tabelle B1 die Eigenschaften gebräuchlicher oxidativer Biozide aufgeführt. Hier wird bei Chlordioxid bemerkt: hohe Wirksamkeit bei niedrigen Einsatzkonzentrationen...
In VDI 2047 Blatt 2 werden in Tabelle B1 die Eigenschaften gebräuchlicher oxidativer Biozide aufgeführt. Hier wird bei Chlordioxid bemerkt:
hohe Wirksamkeit bei niedrigen Einsatzkonzentrationen auch bei höherer organischer Belastung,
Herstellung vor Ort notwendig.
Die Diskussion zur Vor-Ort-Erzeugung von Chlordioxid wurde schon beim Trinkwasser geführt und aufgrund der § 11 der TrinkwV und der Liste des UBA ist beim Einsatzt im Bereich Trinkwasser die Anforderung der Vor-Ort-Erzeugung durchgesetzt worden, obwohl es auf dem Mark verfügbare stabilisierte Lösungen gibt.

Antwort: In der Tat ist die Vor-Ort-Erzeugung von ClO2 nur bei Trinkwasser, wie von der TrinkwV gefordert, notwendig. Für den Gebrauch in Verdunstungskühlanlagen teilen wir die Einschätzung, dass Fertiglösungen geeignet sind.
10.03.2015
Frage: Es gibt auch Festlegungen zu Verdunstungskühlanlagen in VDI 6022 und VDI 3803. Wie sind diese im Verhältnis zu VDI 2047 Blatt 2 zu sehen?
Es gibt auch Festlegungen zu Verdunstungskühlanlagen in VDI 6022 und VDI 3803. Wie sind diese im Verhältnis zu VDI 2047 Blatt 2 zu sehen?

Antwort: Die Festlegungen zu Verdunstungskühlanlagen waren vor VDI 2047 Blatt 2 verstreut über die genannten Regelwerke. Konsens in der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik ist, dass mit dem Erscheinen des Weißdrucks der VDI 2047 Blatt 2 deren Festlegungen gelten; die Festlegungen zu Verdunstungskühlanlagen in den anderen Regelwerken werden im Zug von deren Fortschreibung jeweils entfernt werden.
03.03.2015
Frage: Wir sind ein nach DIN EN ISO 17025 akkreditiertes Labor und führen sehr viele Probenahmen und Analysen im Bereich Wasser/Mikrobiologie durch. In der Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 wird für die...
Wir sind ein nach DIN EN ISO 17025 akkreditiertes Labor und führen sehr viele Probenahmen und Analysen im Bereich Wasser/Mikrobiologie durch. In der Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 wird für die Probenahme eine Schulung vorausgesetzt. Frage #1: Ist diese Schulung für die Probennahme und die anschließende Analytik zwingend? Frage #2: Reicht es, wenn einer unserer Probenehmer diese Schulung besucht und die anderen Probenehmer intern schult?

Antwort: Antwort #1: Die Analytik haben Sie ohne jeden Zweifel drauf, dafür brauchen Sie sicher keine Schulung. (Sie ist auch nicht wirklich Thema der Schulung.) Probenahmen in Verdunstungskühlanlagen verlangen jedoch gewisse Kenntnisse auch über die Technik der Anlagen und Kenntnis der Vorgaben beispielsweise darüber, wo die Proben zu entnehmen sind. Diese Kenntnisse werden in den VDI-Partnerschulungen nach VDI 2047 Blatt 2 von anerkannten Referenten vermittelt. Voraussetzungen für die Mitwirkung als Referent an einer VDI-Partnerschulung sind
- einschlägige Berufsausbildung
- hinreichende einschlägige Berufserfahrung
Die Details können Sie in der Richtlinie und auf unserer Webseite http://www.vdi.de/technik/fachthemen/bauen-und-gebaeudetechnik/fachbereiche/technische-gebaeudeausruestung/veranstaltungen/schulung-nach-vdi-2047-rueckkuehlwerke-sicherstellung-des-hygienegerechten-betriebs-von-verdunstungskuehlanlagen/ nachlesen.

Antwort #2: Wenn Sie in der Firma jemanden haben, der sich als Referent für die beiden Teilgebiete Technik und Hygiene qualifiziert, dann könnte dieser tatsächlich die Kolleg(inn)en schulen. Da müssen Sie bitte für sich prüfen, ob sich der damit verbundene Aufwand für Sie lohnt, oder ob Sie lieber die angebotenen, durch die VDI-Hauptgeschäftsstelle qualitätsgesicherten VDI-Partnerschulungen nutzen wollen. Der zweite Weg hat aus meiner Sicht den zusätzlichen Vorteil, dass die Geschulten ein von einer unabhängigen Stelle ausgestelltes VDI-Zertifikat erhalten, das Sie zum Bestandteil Ihrer Dokumentation machen können. Schulungstermine unserer Schulungspartner finden sie unter nachstehendem Link: http://www.vdi.de/technik/fachthemen/bauen-und-gebaeudetechnik/fachbereiche/technische-gebaeudeausruestung/veranstaltungen/schulung-nach-vdi-2047-rueckkuehlwerke-sicherstellung-des-hygienegerechten-betriebs-von-verdunstungskuehlanlagen/termine-schulungen-vdi-2047-rueckkuehlwerke-sicherstellung-des-hygienegerechten-betriebs-von-verdunstungskuehlanlagen/.
05.02.2015
Frage: Wie lange dauert die Schulung zum Referenten (Technik) nach VDI 2047 Blatt 2 und wie hoch sind die Kosten für die Schulung/Prüfung?
Wie lange dauert die Schulung zum Referenten (Technik) nach VDI 2047 Blatt 2 und wie hoch sind die Kosten für die Schulung/Prüfung?

Antwort: Um Referent nach VDI 2047 Blatt 2, gleichgültig ob für den Bereich Technik oder Hygiene zu werden, bedarf es einer geeigneten Berufsausbildung und -erfahrung. Diese werden in der Richtlinie beschrieben. Sie können Sie aber auch auf http://www.vdi.de/technik/fachthemen/bauen-und-gebaeudetechnik/fachbereiche/technische-gebaeudeausruestung/veranstaltungen/schulung-nach-vdi-2047-rueckkuehlwerke-sicherstellung-des-hygienegerechten-betriebs-von-verdunstungskuehlanlagen/ nachlesen. Eine Fachfrau oder ein Fachmann mit diesen Eingangsvoraussetzungen soll, um sich als Referent zu qualifizieren, selber erfolgreich an einer VDI-Partnerschulung nach VDI 2047 Blatt 2 teilnehmen. Die Referentenurkunde wird dann nach Prüfung der Befähigungsnachweise (Details dazu ebenfalls auf der genannten Seite) von der Geschäftsstelle der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik ausgestellt. Schulungen nach VDI 2047 Blatt 2 dauern üblicherweise einen Tag. (Einzelne Schulungspartner bieten ergänzende Module an, mit denen die Schulung dann länger dauern kann.) Die Kosten sind je nach Schulungspartnter unterschiedlich. Eine Übersicht über unsere Schulungspartner und die von ihnen angebotenen Termine finden Sie auf der Webseite http://www.vdi.de/technik/fachthemen/bauen-und-gebaeudetechnik/fachbereiche/technische-gebaeudeausruestung/veranstaltungen/schulung-nach-vdi-2047-rueckkuehlwerke-sicherstellung-des-hygienegerechten-betriebs-von-verdunstungskuehlanlagen/termine-schulungen-vdi-2047-rueckkuehlwerke-sicherstellung-des-hygienegerechten-betriebs-von-verdunstungskuehlanlagen/.
29.01.2015
Frage: In VDI 2047 Blatt 2 ist im Text ausgeführt, dass bei Überschreitung eines Maßnahmenwerts zusätzlich zu den beschriebenen Maßnahmen in den Tabellen mikrobiologische Untersuchungen des Roh- und...
In VDI 2047 Blatt 2 ist im Text ausgeführt, dass bei Überschreitung eines Maßnahmenwerts zusätzlich zu den beschriebenen Maßnahmen in den Tabellen mikrobiologische Untersuchungen des Roh- und Zusatzwassers durchzuführen sind.
Wenn also ein Maßnahmewert überschritten wurde (z. B. Pseudomonaden), muss dann das Zusatzwasser auch nur auf Pseudomonaden oder auf alle mikrobiologischen Parameter hin geprüft werden?
Sollen das Roh- und Zusatzwasser dann auch im monatlichen Rhythmus mit untersucht werden, wenn immer wieder Belastungem im System bei Legionellen zwischen 100 und 999 KBE/100 ml feststellt werden?

Antwort: Die Frage kann in dieser Allgemeinheit nicht beantwortet werden. Bei wiederkehrendem Befall sollte vorrangiges Ziel sein, dass die Ursache gefunden und abgestellt wird. Die dann zu treffenden Maßnahmen sind im Einzelfall zu identifizieren. Grundsätzlich gilt, dass Pseudomonaden, wiewohl sie natürlich selber auch Pathogene sind, in der Richtlinie nicht im Hinblick auf ihre pathogene Wirkung betrachtet werden, sondern als Indikator dafür, dass mit dem System und/oder der Betriebsweise evtl. etwas nicht stimmt. Pseudomonaden gehören zu den Erstbesiedlern von Biofilmen und bereiten einen fruchtbaren Boden für eine Besiedlung auch mit Legionellen. Insofern kann eine Untersuchung der anderen Parameter i. S. der Ursachenermittlung sinnvoll oder gar erforderlich sein.
25.01.2015
Frage: Gibt es auch das Blatt 1 dieser Richtlinie und wenn ja, was beinhaltet es?
Gibt es auch das Blatt 1 dieser Richtlinie und wenn ja, was beinhaltet es?

Antwort: Die obige Tabelle listet alle existierenden Richtlinien in der Reihe auf. Es gibt derzeit nur die Richtlinie VDI 2047 (ohne "Blatt 1"), die Begriffe und Definitionen aus dem Bereich Kühltürme enthält. Übrigens: Wenn Sie die Richtliniennummer oben in der Tabelle anklicken, gelangen Sie auf eine Seite mit Detailinformationen zur Richtlinie, darunter auch Inhaltsverzeichnis und Anwendungsbereich der Richtlinie. (Das gilt für alle unsere veröffentlichten Richtlinien.)
08.12.2014
Frage: Wann ist mit der Herausgabe des Weißdrucks zu rechnen?
Wann ist mit der Herausgabe des Weißdrucks zu rechnen?

Antwort: Der Weißdruck (die endgültige Fassung) zur VDI 2047 Blatt 2 ist für den 1. Januar 2015 zur Veröffentlichung vorgesehen. Ab ca. Mitte Dezember wird die Richtlinie beim Beuth Verlag vorbestellbar sein.
25.11.2014

Weitere Informationen und Ansprechpartner zur Richtlinienreihe VDI 2047 "Hygiene bei Rückkühlwerken".