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VDI-Podcast

Eine Reise in die Arktis

Bild: Dr. Dietrich Althausen/Alfred-Wegener-Institut

Wir begeben uns in dieser Podcast-Folge auf eine Reise in die Arktis. Unser Gast Dr. Dietrich Althausen war nämlich an der Expedition der Polarstern beteiligt. Was der Troposphären-Forscher dort alles gesehen und erforscht hat und wie es um die Arktis steht, besprechen die Moderatoren mit ihm.

Dietrich Althausen ist Senior Scientist am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e.V.. Er berichtet in unserem Podcast von seinen Eindrücken der MOSAiC-Expedition. Ein vergleichbares Vorhaben hat es noch nie gegeben: Ein Forschungseisbrecher ist im Winter in die Nähe des Nordpols vorgedrungen. Nach 389 Tagen ist der Eisbrecher Polarstern nach Bremerhaven zurückgekehrt. Forscher Dietrich Althausen erzählt lebhaft von Alltag auf dem Forschungsschiff und den Veränderungen in der Arktis.

18 Nationen forschten auf der Polarstern-Expedition

Das internationale Abenteuer in der Arktis wurde von 18 Nationen bestritten. Althausen berichtet, dass „alles auf Englisch abging“. Auf die Extrembedingungen wurde alles sehr gut vorbereitet: Es gab passende Polar-Kleidung für die Teilnehmer, spezielles Material wie Kabel, die tiefste Minustemperaturen aushalten, und eine sehr gute medizinische Abteilung.

Dietrich Althausen erzählt, dass „auf der Scholle“ rund 60 Eisbären zu sehen waren. Die „Bärenwache“ gehörte zu den täglichen Aufgaben auf der Expedition. Unser Gast berichtet, dass niemand verletzt wurde – auch kein Eisbär. „Die Wissenschaftler waren immer im sicheren Bereich“, sagt Dietrich Althausen. Die Brücke der Bärenwacht war circa 20 Meter hoch. „Dieser Blick war einmalig. Weiß auf weiß ist jedoch schwer zu erkennen. Die Eisbären habe ich aber immer rechtzeitig gesehen“, fährt er fort.

Mit einem vollen Seesack ging es auf Expedition: „Alles, was man tragen kann, kommt dort hinein – mehr kann man aber auch nicht mitnehmen“, sagt Althausen. Dennoch: Die Daten der Forschung stellen höchstes Gut dar. Deshalb war ihm sein Rechner „das Allerwichtigste“, gibt der Troposphärenforscher an. Die Erhebungen musste er stets direkt sichern. Zu den Aufgaben unseres Gastes zählte unter anderem der Betrieb der Messsysteme für die Aerosolforschung.

Im Podcast erzählt Dietrich Althausen auch von einem „typischen Tag“ auf der Polarstern. Zwischen Frühstück und Mittagessen ging es für die Wissenschaftler aufs Eis. Sein Fazit: Es wird höchste Zeit, dass wir mehr Bewegung in den Klimaschutz bekommen. „Es wird uns sonst einholen.“ So gesehen sind die Erkenntnisse aus der Arktis ein großer Beitrag für die Klima- und Wetterforschung.

Autorin: Sarah Janczura
 

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