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VDI/VDE 5565 Blatt 1 - Projekt Optische Kohärenztomografie (OCT); Verfahrensbeschreibungen

Auf einen Blick

Englischer Titel
Optical coherence tomography (OCT); process descriptions
Mögliches Erscheinungsdatum
2021-02
Herausgeber
VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik
Autor
Fachbereich Optische Technologien
Zugehörige Handbücher
Kurzreferat

Die optische Kohärenztomografie (OCT) ist ein auf der kurzkohärenten Interferometrie basierendes optisches Messverfahren, mit der tomografische Schnittbilder von transparenten und semitransparenten Materialien erzeugt werden können. Die OCT ermöglicht hochaufgelöste Bilder mit Auflösungen im Mikrometerbereich durch Messung des zurückgestreuten Lichtreflexes. Die Nutzung von Licht mit kurzer Kohärenzlänge ermöglicht absolute Abstandsbestimmungen. Anwendungen der OCT gibt es zum einen in der biomedizinischen Diagnostik. Im nah-infraroten Spektrum werden Eindringtiefen von mehreren Millimetern in biologischem Gewebe erreicht. Hier findet die OCT z. B. Anwendung in der Augenheilkunde und der kardiovaskulären Diagnostik. In industriellen Anwendungsbereichen kann die OCT für tomografische Bildgebung im Bereich der Material- sowie der Defektprüfung z. B. bei Kunststoffprodukten angewendet werden. Bei Werkstoffen, in die das Licht nicht eindringt (z. B. Metalle) wird die OCT für Oberflächen- und Abstandsmessungen eingesetzt, bspw. in der Lasermaterialbearbeitung.

Die Richtlinie beschreibt die verschiedenen technologischen Ausprägungen, die sich im optischen und mechanischen Aufbau sowie in den Auswertemodalitäten unterscheiden. Weitere Blätter zur Datenauswertung und zur Verarbeitungskette sowie zur messtechnischen Charakterisierung sind in der Richtlinienreihe VDI/VDE 5565 geplant.

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