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VDI-Fachbereich

Engineering und Betrieb

Bild: Linde AG, Wiesbaden

Engineering und Betrieb sind wesentliche Phasen im Lifecycle automatisierter Anlagen. Effizienz und Qualität sind dabei von großer Bedeutung für Anwender und Hersteller. Hier, im VDI-Fachbereich Engineering & Betrieb, können diese untereinander und mit der Wissenschaft neue Lösungen erarbeiten und diskutieren. Dafür gibt es branchenübergreifend kein besseres Forum.

Prof. Dr.-Ing. Alexander Fay, Vorsitzender des VDI-Fachbeirats Engineering & Betrieb

VDI/VDE-Fachbereich Engineering & Betrieb

Innerhalb der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik gibt es den VDI/VDE-Fachbereich Engineering & Betrieb. Er konzentriert sich auf ausgewählte Thematiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das beinhaltet auch den Lebensdauerzyklus von Geräten und Anlagen der Mess- und Automatisierungstechnik.

Die Themen des VDI/VDE-Fachbereichs Engineering & Betrieb umfassen innerhalb des Engineerings die einzelnen Phasen vom Entwurf bis zur Inbetriebnahme sowie die dabei benötigten Softwarewerkzeuge. Beim Betrieb automatisierter Anlagen betrachten die VDI-Expert*innen schwerpunktmäßig die Themen Überwachung, Diagnose und Prozessführung. Gleichzeitig steht im Fachbereich Engineering und Betrieb automatisierter Anlagen die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden, zum Beispiel der NAMUR – der Interessengemeinschaft Automatisierungstechnik der Prozessindustrie – im Mittelpunkt.

Die zentralen Themen des Fachbereichs:

  • Virtuelle Inbetriebnahme
  • Durchgängiges Engineering von Leitsystemen
  • Engineering von sicherheitsgerichteten Systemen
  • Validierung von automatisierten Systemen
  • In der Pharmaproduktion: GAMP-D-A-CH Forum
  • Zuverlässiger Betrieb Ethernet-basierter Bussysteme
  • Prozessführung und gehobene Regelungsverfahren
  • Plant Asset Management

Richtlinien aus dem VDI-Fachbereich Engineering & Betrieb

Unsere Fachausschüsse

Gremium Beschreibung Vorsitz Stellvertretung Mitglieder
VDI/VDE-GMA FA 6.11 Virtuelle Inbetriebnahme

Simulation bildet heutzutage eines der bedeutendsten Werkzeuge im Engineering von automatisierten Produktionsanlagen. Sowohl in der Fertigungs- und Montageindustrie als auch zunehmend in der Prozessindustrie können im Rahmen der Virtuellen Inbetriebnahme (VIBN) Steuerungen getestet werden, noch bevor diese in die reale Anlage installiert werden.

Der Fachausschuss erarbeitet hierfür die notwendigen Randbedingungen, Vorgehensweisen sowie die notwendige Werkzeugunterstützung für den Projektphasen-übergreifenden Einsatz von Simulation. Es werden Methoden zur Reduzierung der Komplexität (Modularisierung, Bibliothekskonzepte, etc.) erarbeitet.

Prof. Dr.-Ing. Jens Jäkel Dipl.-Inform. Oliver Stern, Dr.-Ing. Mathias Oppelt Prof. Dr.-Ing. Mike Barth
M.Sc. Till Heinzerling
Dipl.-Ing. (FH) Mario Hoernicke
Dr. Peter Hoffmann
Dipl.-Ing. Herbert Krause
Dipl.-Ing. Karl Kübler
M.Sc. Marcus Röhler
Dipl.-Math. Roland Rosen
Prof. Dr.-Ing. Reimar Schumann
Dipl.-Ing. Jörg Skudler
und weitere Experten
VDI/VDE-GMA FA 6.12 Durchgängiges Engineering von Leitsystemen

Der Fachausschuss untersucht, welche Auswirkungen der Informations-Technologie-Wandel, der zu offenen und durchgängig vernetzten Systemen führt, auf den Engineering-Workflow hat.

Er fokussiert auf Engineering-Methoden, Abläufe und Werkzeuge der Prozessindustrie sowohl aus Planungs- als auch aus Betreibersicht. Aufbauend auf eine Workflow-Modellierung des Engineerings wurden für bestimmte neuralgische Punkte im Engineering Lösungsvorschläge erarbeitet. Beispielhaft sind hier die Übergabe von Ergebnissen der verfahrenstechnischen und mechanischen Planung an die PLT-Planung oder auch das Zusammenspiel von PLT-Hardware-Planung an die Leitsystemkonfigurierung zu nennen. Auf Basis einer Einordnung innerhalb eines Kriterienkatalogs können Maßnahmen zur gezielten Weiterentwicklung der Engineering Organisation identifiziert und ausgewählt werden. Ein Gliederungsvorschlag für Lasten- und Pflichtenhefte sowie die Modellierung und die Beschreibung technischer Prozesse im gesamten Lebenslauf technischer Systeme durchgeführt (Formalisierte Prozrozessbesreibung).

Das durchgängige Engineering als eines der drei Charakteristika von Industrie 4.0 ist essenziell für die Umsetzung des Zukunftsprojekts Industrie 4.0. Nur mit einem durchgängigen Informationsfluss zwischen wertschöpfenden Prozessen kann Industrie 4.0 ungesetzt werden. Was und wie verändert sich das Engineering durch Industrie 4.0 wird derzeit betrachtet.

Der Fachausschuss veröffentlicht regelmäßig VDI-Statusreports. Der letzte Stausreport ist vom November 2018, heißt "Seamless and dynamik engineering of plants". Er kann über www.vdi.de/publikationen kostenlos bezogen werden. Derzeit wird über die Plattform I4.0 der Report "Seamless and Dynamic Plant Engineering" veröffentlicht.

Prof. Dr.-Ing. Alexander Fay - Prof. Dr.-Ing. Thomas Bartsch
Dipl.-Ing. (FH) Robert Chroszewski
Prof. Dr.-Ing. Rainer Drath
Dr.-Ing. Oliver Drumm
Dipl.-Phys. Georg Gutermuth
Dr.-Ing. Nasser Jazdi
Dipl.-Ing. Dietmar Krumsiek
Prof. Dr. Ulrich Löwen
Dr.-Ing. Tina Mersch
Andreas Schertl
Dr.-Ing. Miriam Schleipen
Dr.-Ing. Sebastian Schröck
und weitere Experten
VDI/VDE-GMA FA 6.13 Engineering von sicherheitsgerichteten Systemen

Ziel des Fachausschusses ist es, die Richtlinienreihe VDI/VDE 2180 "Funktionale Sicherheit in der Prozessindustrie" stets aktuell zu halten und rechtzeitig an den aktuellen Stand der Technik anzupassen. Den Anwendern wird damit ein Leitfaden zur Planung, Erstellung und zum Betrieb von PLT-Schutz- und PLT-Schadensbegrenzungseinrichtungen an die Hand gegeben.

Die letzte, vollständige Überarbeitung stammt aus den Jahren 2019/2020.

Dipl.-Ing. Norbert Matalla - Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 6.14 GAMP AK IT-Supplier-Audit - Dr. Thierry Dietrich Dipl.-Phys. Univ. Reinhard Voglmaier Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 6.14 GAMP AK Validierung von Schnittstellen - Prof. Dr.-Ing. Hartmut Hensel - Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 6.14 GAMP D-A-CH Forum

Ziel und Zweck von GAMP D-A-CH ist es, die Akzeptanz, die Bekanntheit und die Anwendung des aktuellen GAMP-Leitfadens im Bereich der Lifescience-Industrie, der Lieferanten und der Behörden in den deutschsprachigen Ländern Deutschland (D), Österreich (A) und Schweiz (CH) zu stärken, eine neutrale Plattform für den Informationsaustausch zu schaffen und zu Weiterentwicklungen und dem Erfolg des GAMP-Leitfadens beizutragen.

GAMP D-A-CH ist eine Unterorganisation der ISPE D/A/CH und der VDI/VDE-Gesellschaft Mess-und Automatisierungstechnik (GMA). Es wird geleitet durch ein Lenkungskomitee mit zehn Mitgliedern, von denen mindestens vier aus den Lifescience-Unternehmen, eines aus den Behörden und die restlichen aus Lieferantenunternehmen, Beraterfirmen oder Universitäten kommen sollen.

Das Lenkungskomitee wird durch einen Leiter und einen stellvertretenden Leiter geführt. Berichtet wird sowohl an den ISPE D/A/CH-Leiter als auch  an den GMA-Fachbereichsleiter. Vertreten ist das GAMP D-A-CH Forum sowohl im GAMP Europe Steering Committee als auch im GAMP-Council.

Die GMA-Geschäftsstelle übernimmt die Sekretariatsaufgaben.

Prof. Dr.-Ing. Hartmut Hensel Markus Kaufmann Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 6.22 Prozessführung und gehobene Regelungsverfahren

Fachliche Schwerpunkte sind sowohl "Advanced Process Control" als auch die industrielle Realisierung regelungstechnischer Methoden und die anwendungsorientierte Regelungstechnik und Prozessführung.

Der Fachausschuss versteht sich als neutrales Fachgremium zur Erarbeitung von Veröffentlichungen und Richtlinien. Er will Gesprächspartner zwischen Industrie, Hochschulen und Forschungsinstituten sein und den Erfahrungsaustausch der Mitglieder und die industrielle Umsetzung des Themas fördern.

Dipl.-Ing. Manfred Rode Prof. Dr. Sebastian Gaulocher Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 6.23 Plant Asset Management

Ziele der Arbeiten sind die Etablierung eines gemeinsamen Verständnisses von Plant Asset Management in Abstimmung mit anderen Gremien - dazu zählen Begriffsdefinition, Modellbeschreibung, Aufgaben, Methoden, Schnittstellen und Nutzen von Plant Asset Management. Der Fachausschuss versteht sich als Gesprächspartner zwischen Anbietern und Anwendern unterstützt durch Hochschulen und Forschungsinstitute. Er dient dem Erfahrungsaustausch der Mitglieder und fördert die industriellen Umsetzung des Plant Asset Managements. Er erstellt Richtlinien.

Mit Konzepten des Plant Asset Management entstehen neue Möglichkeiten zum "übergreifenden" Management von Produktionsanlagen - insbesondere in der Prozessindustrie. Mittels Plant Asset Management werden im Idealfall Informationen über die "Produktionsfähigkeit" der Anlage, die Effektivität des Einsatzes aller Anlagenkomponenten und die Effizienz der Produktion ständig verfügbar gemacht, so dass darauf basierende Optimierungen von Betrieb und Instandhaltung vorgenommen werden können.

Plant Asset Management war früher ein nur vage beschriebenes Konzept, das bei den verschiedenen „Stakeholdern“, das heißt Anlagenbetreibern, Herstellern, Anbietern, Anlagenentwicklern, Analysten etc. verschiedenste Vorstellungen auslöst. Das hat sich durch die Arbeit des Fachausschusses geändert.

Der Fachausschuss kooperiert sehr eng mit dem NAMUR Arbeitskreis 4.13 Asset Management.

Dipl.-Ing. Herbert Grieb - Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
Dr. Heinz Bedenbender
Ihr Ansprechpartner

Dr. Heinz Bedenbender