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VDI-Fachbereich

Prozessmess­technik und Strukturanalyse

Bild: VDI/Thomas Ernsting

Cyber-Physikalische Systeme (CPS) erfassen mittels Sensorik Daten über den Zustand der physikalischen Welt, interpretieren diese und machen sie für autonome System verfügbar. Autonome Systeme werden zunehmend unsere Lebensbereiche durchdringen und können uns unterstützen.

Thomas Menze, Vorsitzender des VDI-Fachbeirats Prozessmesstechnik & Strukturanalyse

VDI/VDE-Fachbereich Prozessmesstechnik & Strukturanalyse

Messverfahren liefern wichtige Informationen zu Messgrößen aus der Prozessindustrie sowie zur Sicherheit und mechanischen Stabilität von Bauwerken und Anlagen. Da Bauwerke und Anlagen immer komplexer werden, gewinnt der Themenbereich Strukturanalyse an Bedeutung.

Der VDI-Fachbereich Prozessmesstechnik & Strukturanalyse beschäftigt sich mit der Erfassung der Zustände von Prozessen und Strukturen. Sie sind für alle technischen Anwendungen von hoher Bedeutung. Der VDI-Fachbereich bündelt Aktivitäten von VDI und VDE zur verfahrenstechnischen Messtechnik und zur Strukturanalyse. Denn der VDI-Fachbereich Prozessmesstechnik & Strukturanalyse gehört zur VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik.

Reger Erfahrungsaustausch mündet in VDI/VDE-Richtlinien

In der Prozessmesstechnik arbeiten Fachausschüsse zum Teil in enger Verbindung zur “Interessengemeinschaft Automatisierungstechnik der Prozessindustrie“, bekannt als NAMUR, an Themen wie Füllstand- und Durchflussmesstechnik, Temperatur- und Feuchtemesstechnik sowie der Multigassensorik.

Auch mit dem Strukturmonitoring beschäftigen sich die VDI-Expert*innen. In den Fachausschüssen diskutieren und erarbeiten sie die Mess- und Auswerteverfahren für die Überwachung von Bauteilen, Anlagen und Bauwerken. Das Ergebnis dieses regen Erfahrungsaustauschs: VDI/VDE-Richtlinien für den richtigen Einsatz von Messsystemen in der Praxis.

Zentrale Themen des Fachbereichs:

  • Experimentelle Strukturanalyse/Structural Health Monitoring
  • Elektrische Messverfahren; (DMS)-Messtechnik
  • Optische Messverfahren zur Strukturanalyse und Überwachung
  • Strukturanalyse und -überwachung in der Bautechnik
  • Faseroptische Messverfahren
  • Füllstandmesstechnik
  • Berührungsthermometrie
  • Gasfeuchtemessung
  • Multigassensorik

VDI/VDE-Richtlinien aus dem Fachbereich Prozessmesstechnik & Strukturanalyse

Unsere Fachausschüsse

Gremium Beschreibung Vorsitz Stellvertretung Mitglieder
VDI/VDE-GMA FA 2.11 Elektrische Messverfahren DMS Messtechnik

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 2.11 „Elektrische Messverfahren; DMS-Messtechnik“ beschäftigt sich im weiteren Sinne mit elektrischen Messverfahren zur Erfassung von mechanischen Größen auf den Gebieten der Experimentellen Strukturanalyse, der Werkstoffprüfung und des Produkt- und Systemmonitorings.
 
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Gebiet der elektrischen Dehnungsmessstreifen (DMS). Behandelt werden grundlegende Fragen zu neuen Entwicklungsrichtungen als auch Problemstellungen zur Messwertaufnahme, -übertragung und -auswertung. Regelmäßig vorgestellt werden auch interessante Anwendungen. Weiterhin ist der Fachausschuss aktiv bei der Bearbeitung von VDI/VDE-Richtlinien. Regelmäßig, mehrmals im Jahr, treffen sich Untergruppen des Fachausschusses, um die Bearbeitung von Neuauflagen zu beraten.

Ein wesentliches Anliegen des Fachausschusses ist es, eine im Vergleich zu wissenschaftlichen Tagungen, engere und unkomplizierte Plattform für den direkten Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.

Thomas Lehmann Dipl.-Ing. Thomas Menger Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 2.12 Strukturanalyse und -überwachung in der Bautechnik

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 2.12 „Strukturanalyse und- überwachung in der Bautechnik“ ist die Plattform für den Erfahrungsaustausch bei der Anwendung der Strukturanalyse in der Bautechnik. Es werden neue wissenschaftliche Erkenntnisse, technischer Entwicklungen und spezielle Anwendungen vorgestellt.
 
Die Schwerpunkte der jährlich stattfindenden Sitzung liegen in der Entwicklung, Erprobung und Analyse von Methoden, die zur Beurteilung von Bauwerken und -teilen eingesetzt werden können. Außerdem werden Belastungs- und Messtechnik zur Analyse und Beurteilung der Gebrauchstauglichkeit und Tragsicherheit von Tragwerken behandelt. Ebenso werden In-situ Versuche diskutiert.
 
Aktuell befasst sich der Ausschuss mit der Erschließung neuer Anwendungsfelder im Hinblick auf die Strukturüberwachung und Langzeit-Monitoring von Bauwerken.

Prof. Dr.-Ing. Marc Gutermann Dipl.-Ing. Rainer Ehmann Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 2.15 Optische Messverfahren zur Strukturanalyse und -überwachung

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 2.15 „Optische Messverfahren zur Strukturanalyse und -überwachung“ befasst sich mit der Abnahme und dem Einsatz von optischen Mess- und Prüftechnik in der Strukturanalyse. Es wird an einem einheitlichen Verständnis über die charakteristischen Merkmale, welche die Leistungsfähigkeit eines Systems beschreiben, gearbeitet.
Der FA 2.15 hat sich zum Ziel gesetzt, für die Verständigung zwischen Geräte-/Systemherstellern und Betreibern bzw. zwischen Betreiber und externen Auditoren und zum Nutzen für den Betreiber eine harmonisierte Regelwerksbasis zu schaffen.

Von den Arbeiten des Fachausschusses profitieren vor allem Unternehmen aller Branchen und Größen, die optische Mess- und Prüfverfahren (z. B. Digitale Bild- und Grauwertkorrelationsverfahren, Streifenprojektionsverfahren, elektronische / digitale Speckle-Interferometrie, 2D- und 3D-Fotogrammetrie) in der experimentellen Struktur- und Bauteilanalyse sowie zur zerstörungsfreien Prüfung einsetzen. Außerdem können Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen die Ergebnisse nutzen.

Für Hinweise, Kritiken und Ergänzungen zu der Richtlinie VDI/VDE 2626 Blatt 1 und sonstigen Aktivitäten ist der Fachausschuss dankbar.

Prof. Dr.-Ing. Werner Daum - Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 2.17 Faseroptische Messverfahren - Dr. Katerina Krebber Dr. Stephan Großwig Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 2.20 Füllstandmesstechnik

Der VDI/VDE Fachausschuss 2.20 Füllstandmesstechnik ist das Gremium in Deutschland, wenn es um praxisnahe Planungs- und Einsatzhilfen für Füllstandmessgeräte geht. Die Ergebnisse des Erfahrungsaustausches der Mitglieder werden in Form von Richtlinien veröffentlicht.


Der Fachausschuss 2.20 ist das Forum, wo sich Anwender von Füllstandmessgeräten aus der Prozessindustrie mit den Anlagenplanern und Geräteherstellern austauschen können. Es werden Anwendungserfahrungen gesammelt und bewertet. Außerdem werden technische Neuentwicklungen sowie Veränderungen der Standardisierungen diskutiert. Dazu besteht eine Kooperation bzw. eine Abstimmung mit der NAMUR und der DKE. Das Ergebnis sind praxisnahe und anwenderfreundliche Richtlinien.

Der Fachausschuss trifft sich etwa zweimal pro Jahr. Aktuell wird die Richtlinienreihe VDI/VDE 3519 überarbeitet. Sie ist die einzige umfangreiche Beschreibung und Bewertung der Füllstand-Messverfahren. Der Fachausschuss ist offen für Interessierte, insbesondere Anwender und Anlagenplaner, die sich einbringen möchten. Generell freut sich der Fachausschuss über Anregungen und Kritik zu den Richtlinien.

Volker Lenz Dietmar Haag Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 2.52 Berührungsthermometrie

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 2.52 Berührungsthermometrie erstellt und pflegt ein fundiertes Richtlinienwerk zu der am häufigsten gemessenen Größe in der Prozessmesstechnik: Temperatur.
 
Der Fachausschuss 2.52 schafft Transparenz bei der Kalibrierung und Bestimmung von Kennwerten. Erreicht wird dies durch einheitliche und verständliche Vorgehensweisen. So werden rückführbare Messungen der Temperatur ermöglicht und eine Vergleichbarkeit der Thermometer und Messverfahren sichergestellt. Durch die Sensibilisierung der Anwender und den Erfahrungsaustausch werden die Messungen in der Praxis verbessert.
 
Von den Ergebnissen und dem Erfahrungsaustausch profitieren:
- Thermometerhersteller
- Mitarbeiter in Kalibrierlaboren, Nationale Metrologie Institute
- Mitarbeiter von Universitäten, Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen
- Anwender von Thermometern in der Industrie

Aktuell befasst sich der Ausschuss mit dem Thema „Oberflächentemperaturmessung mit Berührungsthermometern“. Dazu finden in der Regel zwei Sitzungen pro Jahr statt. Anregungen zum aktuellen Thema und auch zu bestehenden technischen Regeln sind herzlich willkommen.

Dipl.-Ing. Silke Augustin Marc Schalles Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 2.62 Multigassensorik

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 2.62 Multigassensorik befasst sich mit der Untersuchung komplexer Gaszusammensetzungen. Außerdem werden Sensoren zur Messung vom VOC-Gasen zur Bewertung der Güte der Innenraumluft und Gerüchen thematisiert. In dem gemeinsamen Erfahrungsaustausch werden die Weiterentwicklung von Verfahren und Technologien angeregt und nicht zuletzt Richtlinien erstellt.
 
Der FA 2.62 hat sich zum Ziel gesetzt eine harmonisierte Regelwerksbasis zu schaffen. Diese Basis unterstützt die Verständigung zwischen Geräte-/Systemherstellern, den Betreibern davon und den externen Auditoren. Diese Richtlinien sollen als Leitfaden Informationen und Erläuterungen für die korrekte und sichere Arbeit mit Multigassensoren liefern. Ein Qualitätsstandard ist notwendig, der den Anwendern hilft, Messergebnis und messtechnischen Einsatzbereich besser zu verstehen. Anwender sollen Sensordaten optimal nutzen können, um eine bessere Akzeptanz zu erreichen und neue Märkte für Sensorsysteme zu erschließen.
 
Gassensorische Mess- und Prüfverfahren sind für die Anwendungskategorien Komfort, Diagnose, Prozessüberwachung und Sicherheit hoch relevant. Mit der richtigen Sensorik wird bei korrekter Anwendung der Betrieb von Luftreinigungs- und Lüftungsanlagen verbessert. Für die Hygiene der Innenraumluft müssen relevante physikalische und chemische Einflussgrößen bestimmt werden.
 
Von den Ergebnissen der Arbeiten profitieren Unternehmen aller Branchen und Größen, Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die gassensortechnische Kalibrier- und Prüfverfahren einsetzen.

Der Fachausschuss trifft sich in der Regel zwei Mal pro Jahr. Aktuell widmet sich der Ausschuss intensiv einem Standard für die Prüfanweisungen und Prüfgase für VOC-Detektoren. Dazu werden derzeit noch technische Gebäudeausrüster gesucht, die ihre fachliche Expertise einbringen möchten.

Für Hinweise, Kritiken und Ergänzungen zu den Richtlinien ist der Fachausschuss dankbar.

Dr. rer. nat. Carlo Tiebe - Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
Sascha Dessel, M.Sc.
Ihr Ansprechpartner

Sascha Dessel, M.Sc.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter