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VDI 4332 Blatt 1 Monitoring der Wirkungen des Anbaus gentechnisch veränderter Organismen (GVO) - Standardisierte Erfassung von Wildbienen

Auf einen Blick

Englischer Titel
Monitoring the effects of the cultivation of genetically modified organisms (GMOs) - Standardised sampling methods for wild bees
Erscheinungsdatum
2016-03
Herausgeber
VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences
Autor
VDI-Fachbereich Biodiversität, GVO-Monitoring und Risikomanagement VDI-Fachbereich Biodiversität GVO-Monitoring und Risikomanagement
Zugehörige Handbücher
Seitenanzahl
39
Erhältlich in
Deutsch, Englisch
Kurzreferat

Die Richtlinie gilt für das Monitoring der Umweltwirkungen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) entsprechend den Maßgaben der EU-Richtlinie 2001/18/EG und der Ratsentscheidung 2002/811/EG. Das beschriebene Monitoring von Wildbienen zielt darauf ab, potenziell negative Einflüsse von GVO bzw. dem GVO-Anbausystem auf die Umwelt zu detektieren. Die Richtlinie beschreibt die im Gelände anzuwendenden Erfassungsmethoden und die erforderlichen Erfassungszeiträume und -zeitpunkte.

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Preis
106,80 EUR inkl. MwSt.
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FAQ

Antwort:

Die Uni Ulm bietet regelmäßig im Frühjahr Basiskurse (ohne Vorkenntnisse) und im Herbst Kurse für Fortgeschrittene an. Ansprechperson für die Schulungen ist Dr. Sabrina Krausch (sabrina.krausch@uni-ulm.de).

Antwort:

Nahrungsvielfalt schaffen:
Nahrungsangebot für Wildbienen und andere Insekten im heimischen Garten oder auf dem Balkon steigern. Gebietsheimische Wild- und Kulturpflanzen und über die gesamte Vegetationsperiode blühende Saatgutmischungen sind mittlerweile überall zu erhalten.

Worauf Sie achten sollten:
Exotische Baumarktpflanzen und Pflanzen mit gefüllten Blüten sollten das Angebot nicht dominieren, da die Wildbienen diese nicht nutzen können. Auf Insektizide, Herbizide und Pestizide jeglicher Art sollte unbedingt verzichtet werden, nicht nur zum Schutz der Tiere.

Nistmöglichkeiten für die in Hohlräumen nistenden Wildbienen bereitstellen:

Variante 1:
Bambus- oder Schilfrohre in eine alte Konservendose möglichst eng packen, am Dosenboden festkleben und waagerecht in südliche oder süd-östliche Richtung anbringen.

Variante 2:
Alte Baumscheiben oder Holzklötze verwenden, die beim Heimwerken übrig geblieben sind. Es müssen verschieden große Löcher eingebohrt werden (Innendurchmesser zwischen drei und sechs Millimetern). Nach dem Bohren müssen die Löcher noch einmal mit feinem Schleifpapier glatt geschliffen werden, damit sich die Insekten nicht an den scharfen Holzsplittern die Flügel aufreißen.

Worauf Sie achten sollten:
Keine Harthölzer wie Eiche und Buche verwenden und keine Nadelhölzer, die durch den Harz die Flügel der Insekten verkleben können. Keine Behandlung mit Holzschutzmitteln, um die Tiere nicht zu vergiften. Beim Bohren ist es wichtig, nicht in die Stirnseite der Hölzer, sondern in die Längsseite (an der Seite der Rinde) zu bohren. Die Stirnseite reißt beim Trocknungsprozess mit der Zeit und kann die Brutröhren zerstören. Wenn Holzstämme oder -scheiben verwendet werden, muss die Rinde entfernt werden, da auch diese mit der Zeit reißt und die Brutröhren zerstört.

Nistmöglichkeiten für bodenbrütende Wildbienenarten bereitstellen:
Unbearbeitete, offene Bodenstellen und Bereiche mit sandigem oder lehmigem Boden anlegen. Kleine Hügel aus einem Sand-Lehm-Gemisch in sonnenexponierter Lage mit Abbruchkanten, aber auch mit flachen Flächen können in ruhigen, eher ungenutzten Bereichen der Gärten bereitgestellt werden.

Worauf Sie achten sollten:
Die Flächen und Hügel sollten ab und an von wildem Bewuchs befreit werden.

Für steilwandnistende Wildbienenarten kann mit Lehm und Sand eine geeignete Nisthilfe geschaffen werden. Einfach das Lehm/Sand-Gemisch in eine Kiste drücken und trocknen lassen. Das richtige Lehm-zu-Sand-Verhältnis muss durch ausprobieren getestet werden, da verschiedene Lehm- und Sandarten auch verschiedene Härtegrade erreichen können. Mit einem Stock mehrere Löcher in den noch weichen Lehm vorbohren, damit die Bienen gut Röhren graben können.

Worauf Sie achten sollten:
Über die Lehmwand und die anderen Nistgelegenheiten sollten kleine Dächer aus Dachpappe oder Holzbrettern genagelt bzw. geschraubt werden, damit die Larven vor Regen geschützt sind.

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