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Zirkuläre Wertschöpfung, Allgemein, Deutschland 2030

Kunststoffprodukte: Recycling hat höchste Priorität

Bild: BsWei/Shutterstock.com

Nach Ansicht des VDI muss die Wiederverwertung beim Design von Kunststoffprodukten von Anfang an mitgedacht werden – im Sinne der zirkulären Wertschöpfung. Auch die heute beginnende Internationalen Kunststoffmesse K 2019 in Düsseldorf steht im Zeichen der Kreislaufwirtschaft, in die das Recycling eingebettet ist.

Das A und O bei der Entwicklung neuer Kunststoffprodukte ist nach Ansicht des VDI eine recyclinggerechte Gestaltung. Bereits beim Design kunststoffhaltiger Produkte müssen die Entwickler und Hersteller berücksichtigen, dass diese nach ihrer Nutzung möglichst sortenrein zerlegbar sind, um sie effizient wiederzuverwerten.

Wiederverwertung schon im Design mitdenken

Gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz müssen Produkte zur ordnungsgemäßen, schadlosen und hochwertigen Verwertung sowie zur umweltverträglichen Beseitigung geeignet sein. Um dies zu erreichen, sollten schon frühzeitig im Designprozess die folgenden Fragen geklärt werden:

•  Kann ein recyclingfähiger thermoplastischer Kunststoff eingesetzt werden?
•  Können die verwendeten Kunststoffe für das geplante Produkt sortenrein eingesetzt werden?

Optimales Recycling durch sortenreine Kunststoffe

Wenn Kunststoffprodukte aus sortenreinen Kunststoffen hergestellt werden, so können sie nach dem Ende des Produktlebenszyklus besser und effizienter recycelt werden. Verunreinigte Polymere sind hingegen in dieser Form nicht wirtschaftlich verwertbar. Für sie kommt als Alternative das chemische Recycling in Frage, also die Rückführung in die ursprünglichen Monomere.

Nach Meinung des VDI müssen die Kosten eines Produktlebenszyklus künftig auch im privaten Bereich bei Verbrauchern zum entscheidenden Kaufkriterium werden. Nur auf diese Weise kann ein sparsamer Umgang mit Ressourcen erreicht werden.