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Nachhaltigkeitsaspekte in Unternehmensstrategien verankern

VDI-Kommentar zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

Der VDI hat einen Kommentar zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) veröffentlicht. Die DNS wird vom VDI unterstützt. Begrüßenswert wäre darüber hinaus eine Entwicklung, bei der es auch selbstverständlich wird, Nachhaltigkeitsaspekte in Unternehmensstrategien zu verankern.
 

Dabei können neben dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) auch VDI-Richtlinien wie die VDI 4070 „Nachhaltiges Wirtschaften in kleinen und mittelständischen Unternehmen“ oder die VDI 4605 „Nachhaltigkeitsbewertung“ hilfreich sein.
Die Nachhaltigkeitsziele in den beiden Transformationsbereichen Energiewende und Klimaschutz sowie der Kreislaufwirtschaft werden ebenfalls befürwortet. Diese werden auch im VDI im Rahmen der Fokusthemen „1,5° - Energie.Innovationen.Klima.“ und „Zirkuläre Wertschöpfung“ betrachtet. Wie in der DNS dargestellt, sind Erneuerbare Energien neben Energieeffizienzmaßnahmen ein entscheidender Baustein, um die Klimaziele in der Energiewende zu erreichen. Daher sind für Windenergie und Fotovoltaik ein wirksamer Bieterwettbewerb und ausreichend genehmigte Flächen vonnöten. Auch eine Ausweitung des Emissionshandels auf NON-EU-ETS-Sektoren ist von besonderer Bedeutung und begrüßenswert, da damit beispielsweise wichtige Impulse in der Verkehrswende gesetzt werden können. Deutliche Einsparpotenziale werden ebenfalls im Gebäudebereich gesehen, hier wird die fehlende Ambition des GEG die Effizienzsteigerung jedoch massiv bremsen.

Produkte kreislauffähig entwickeln

Im Bereich der Kreislaufwirtschaft ist es wichtig, auch die Produktentwicklung zu betrachten, damit Produkte bereits kreislauffähig entwickelt werden. Nur Produkte, die nach der Nutzungsphase erfasst wurden und technisch geeignet sind, erlauben es, sinnhafte Strukturen einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft zu gestalten. Diese führen wiederum durch den verminderten Energieeinsatz zu deutlichen Einsparpotenzialen und leisten somit auch einen Beitrag zur Energiewende.
Ebenfalls begrüßt werden die Maßnahmen zur Ressourcenschonung und zum Umweltmanagement EMAS. Ausdrücklich befürwortet der VDI, die positive Entwicklung der Gesamtrohstoffproduktivität Deutschlands fortzusetzen und dabei sowohl die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern als auch der ökologischen Verantwortung gerecht zu werden. Dabei leistet das Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess III) einen wichtigen Beitrag. Auch die Digitalisierung sollte zur Steigerung der Ressourceneffizienz mit einbezogen werden, wobei auch die negativen Effekte mitberücksichtigt werden müssen. Ebenso wird der Ausbau der Anreize für die Einführung von Umweltmanagementsystemen wie EMAS befürwortet, insbesondere die Verknüpfung mit einem unternehmerischen Klimamanagement und die Weiterentwicklung zu einem Nachhaltigkeitsmanagement.

Einen ausführlichen Kommentar zu den einzelnen Punkten der DNS finden Sie in der PDF „VDI-Kommentar zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie“.

Ansprechpartner im VDI
Christian Borm, M. Sc.
Koordinator des Fokusthemas 1,5 Grad
E-Mail-Adresse: borm@vdi.de
 

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