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VDI 3478 Blatt 2 - Überprüft und bestätigt Biologische Abgasreinigung - Biorieselbettreaktoren

Auf einen Blick

Englischer Titel
Biological waste gas purification - Biological trickle bed-reactors
Erscheinungsdatum
2008-04
Herausgeber
VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) - Normenausschuss
Autor
Fachbereich Umweltschutztechnik
Zugehörige Handbücher
Seitenanzahl
70
Erhältlich in
Deutsch, Englisch
Kurzreferat

Die Richtlinie VDI 3478 behandelt die Reinigung von Abgasströmen, die durch gasförmige luftfremde Stoffe verunreinigt sind. Vorwiegendes Einsatzgebiet ist die Minderung organischer Emissionskomponenten, die mit hinreichender Geschwindigkeit biologisch abbaubar sind, sowie von Schwefelwasserstoff und Ammoniak. Der typische Anwendungsbereich umfasst Massenkonzentrationen von organischen Verbindungen bis ca. 1 g/m<(hoch)3>. Das Verfahren dient zur Minderung von Emissionen, die aufgrund ihres Wirkungscharakters potenziell gesundheitsgefährdend und/oder belästigend sind. Die Richtlinie gibt einen Überblick über die Lösungsmöglichkeiten und über die zugehörigen, für eine sachgerechte Auslegung notwendigen Grundlagen und Bewertungskriterien. Die in der Richtlinie gegebenen Verfahrensbeschreibungen sind Anwendungsbeispiele von Anlagen, die zum Teil auch als Pilotanlagen betrieben werden. Alle Volumenangaben für Gase in dieser Richtlinie beziehen sich auf den Normzustand (273 K, 1013 mbar) nach Abzug des Wasserdampfanteils. Auf Ausnahmen wird besonders hingewiesen. Auf die für den Bau und Betrieb der Anlagen insbesondere geltenden Gesetze, Verordnungen, Verwaltungs- und sonstigen Vorschriften und die technischen Regeln wird an entsprechender Stelle verwiesen (siehe auch Schrifttum). Die Richtlinie VDI 3478 Blatt 2 legt den Stand der Technik für das nachstehend beschriebene Biorieselbettverfahren fest. Die Eignung des Verfahrens für das Abgas der vorgeschalteten Anlage ist im Einzelfall zu überprüfen. Dabei sind folgende technische und wirtschaftliche Kriterien zu beachten: Wirksamkeit hinsichtlich der Emissionsbegrenzung, Anlagenverfügbarkeit, Lebensdauer der Anlage, Anlagensicherheit, Vermeiden von neuen Emissionen und Emissionsverlagerungen (z.B. Luftverunreinigung wird zur Wasserverschmutzung), Investitions- und Betriebskosten (z.B. Wasser/Abwasser, Überschussschlamm, Energie und Wartung), Platzbedarf, Berücksichtigung von An- und Abfahrvorgängen. Beschrieben werden Biorieselbettreaktoren, durch die die Abgasbestandteile sorbiert und biologisch abgebaut werden. Das Verfahren beruht auf der stofflichen Umsetzung der Lösungsmittel oder Geruchsstoffe mittels biologisch aktiver aerober Mikroorganismen, die als biologischer Rasen auf den Einbauten oder Füllkörperpackungen der Biorieselbettreaktoren angesiedelt werden. Diese gesamten Vorgänge zum Stoffumsatz finden in wenigen Sekunden statt. Für die Anwendung von Biorieselbettreaktoren müssen die ausgewaschenen Abgasbestandteile löslich und aerob mikrobiologisch abbaubar sein.

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