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 VDI-Fachbereich Ressourcenmanagement

Richtlinienreihe VDI 2343 "Recycling elektrischer und elektronischer Geräte"

Richtlinienreihe VDI 2343 "Recycling elektrischer und elektronischer Geräte" (Bild: Dr.-Ing. Ralf Brüning, Brake)
Richtlinienreihe VDI 2343 "Recycling elektrischer und elektronischer Geräte" (Bild: Dr.-Ing. Ralf Brüning, Brake)

Die Richtlinienreihe VDI 2343 „Recycling elektrischer und elektronischer Geräte" ist zur adäquaten Bearbeitung der komplexen Detailfragen entlang der logistischen Abfolge beim Elektro- und Elektronischrott-Recycling in folgende Blätter gegliedert: 

Ziel der Richtlinienreihe VDI 2343 ist es, praxistaugliche und rechtskonforme Handlungsempfehlungen für das Recycling elektrischer und elektronischer Geräte zu erarbeiten und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die Richtlinien unterstützen alle betroffenen Kreise wie zum Beispiel Entsorger, öffentlich rechtliche Entsorgungsträger, Hersteller, Verkäufer, Wiederverwendungseinrichtungen und Gesetzgeber in ihrer Arbeit.

Schlagwörter zu dieser Richtlinienreihe: Abfall, Abfallbehandlung, Abfallverwertung, Abluftreinigung, Aufbereitung, Demontage, elektrisches Gerät, externe Logistik, elektronisches Gerät, Gebrauchsgut, interne Logistik, Investitionsgüter, Klassierverfahren, Logistik, Probenahme, Rechtsgrundlage, Recycling, Rohstoff, Rohstoffrückgewinnung, Rückgewinnung, Rücknahme, Schrott, Sondermüll, Sortieren, Stofffraktionen, Terminologie, Trennverfahren, Umweltschutz, VDI 2343 Blatt 1, VDI 2343 Blatt 2, VDI 2343 Blatt 3, VDI 2343 Blatt 4, VDI 2343 Blatt 5, VDI 2343 Blatt 6, VDI 2343 Blatt 7, Werkstoff, Wiederverwendung, Wiederverwertung, Zerkleinerungstechniken, Zerlegung, Müll.

VDI 2343 Blatt 1 "Recycling elektrischer und elektronischer Geräte - Grundlagen und Begriffe"

Das Blatt 1 "Grundlagen und Begriffe" (Ausgabe Mai 2001) benennt die Ziele und Zielgruppen der Richtlinienreihe und erläutert die Fachbegriffe. Es gibt eine Übersicht über die rechtlichen Rahmenbedingungen des Recyclings elektr(on)ischer Geräte. Dabei legt es besonderes Gewicht auf die Produktverantwortung der Hersteller und erläutert ökonomische, ökologische und technische Bewertungsverfahren.

Richtlinie VDI 2343 Blatt 2 "Recycling elektrischer und elektronischer Geräte - Logistik"

Die Verpflichtung der Hersteller zur Rücknahme von Elektro(nik)altgeräten und die damit einhergehenden Rücknahme- und Logistiksysteme werden durch das ElektroG geregelt. Unter der Voraussetzung (9 Abs. 9 ElektroG), dass die Sammlung und Rücknahme von Altgeräten so durchzuführen ist, dass eine spätere Wiederverwendung, Demontage und Verwertung nicht behindert werden, sieht das ElektroG grundsätzlich vier verschiedene Entsorgungswege vor: 1. Rücknahme von Altgeräten aus privaten Haushalten über kommunale Übergabestellen und Übergabe an die Herstellersysteme gemäß 9 Abs. 4 und 5 ElektroG; 2. Rücknahme von Altgeräten aus privaten Haushalten über kommunale Übergabestellen und eigenständige Entsorgung durch den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger gemäß 9 Abs. 6 ElektroG; 3. Rücknahme von Altgeräten aus privaten Haushalten über Vertreiber oder freiwillige Herstellerrücknahmesysteme gemäß 9 Abs. 7 und 8 ElektroG; 4. Altgeräteentsorgung aus gewerblicher Bereichen gemäß 10 Abs. 2 ElektroG. Ziel derRichtlinie VDI 2343 Blatt 2 ist es, den betroffenen Kreisen z. B. ÖRE, Systembetreiber, Handel und Hersteller sowie Betreiber von Behandlungsanlagen Handlungsempfehlungen für die notwendigen Planungen und deren Realisierung bezüglich der Inhalte und Abläufe der Logistik zur Verfügung zu stellen. Die Schaffung von Strukturen zur effizienten Erfassung von Elektro(nik)altgeräten, das Betreiben von Sammelstellen und/oder Übergabestellen sowie die Verbringung in Behandlungsanlagen sind logistische Herausforderungen, die unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten gesetzeskonform umzusetzen sind.

VDI 2343 Blatt 3: "Recycling elektrischer und elektronischer Geräte - Demontage"

Die vorliegende Richtlinienreihe wendet sich an alle am Produkt- und Materialkreislauf beteiligten Gruppen (z.B. Gesetzgeber, Hersteller, Händler, Importeure, Produktanwender oder Entsorger). Der Zweck von Blatt 3 ist es, konkrete Handlungsanweisungen und Empfehlungen (z.B. Mindeststandards) für die Demontage von Elektro(nik)altgeräten zu geben, um Fehlinvestitionen zu vermeiden und neue Rationalisierungs- und Investitionspotenziale zu erschließen.

Richtlinie VDI 2343 Blatt 4: "Recycling elektrischer und elektronischer Geräte -  Aufbereitung"

Die Richtlinie gibt konkrete Handlungsanweisungen und Empfehlungen für die Aufbereitung von Elektro(nik)altgeräten und berücksichtigt Vorgaben und Einflüsse wie gesetzliche Rahmen, Herstellervorgaben, Absatzmärkte für zurück gewonnene Stoffströme und die Art und Tiefe der Demontage. Die Aufbereitung umfasst im Wesentlichen das Zerkleinern, Klassifizieren und Sortieren in entsprechenden Anlagen. Die Zielsetzung liegt in der Abtrennung von Schad- und Störstoffen nach technischen und rechtlichen Vorgaben sowie die Herstellung von Stoffströmen zur Verwertung und schadlosen Beseitigung.

Richtlinie VDI 2343 Blatt 5: "Recycling elektrischer und elektronischer Geräte - stoffliche und energetische Verwertung und Beseitigung"

Die Richtlinie gibt konkrete Handlungsanweisungen und Empfehlungen für die stoffliche und energetische Verwertung von Elektro(nik)altgeräten im Sinne der aktuellen Rechtssituation. Die Handlungsanweisungen und Empfehlungen beziehen sich u.a. auf die in Elektro(nik)altgeräten zugrundeliegenden Stofffraktionen. Als Stofffraktionen sind beispielsweise Metalle und Glas zu nennen.

Richtlinie VDI 2343 Blatt 7: "Recycling elektrischer und elektronischer Geräte - Re-use"
Die Richtlinie soll aufzeigen, dass mit dem Re-use von Produkten ein wirtschaftliches Potenzial erschlossen werden kann. Gleichzeitig kann durch eine sparsame Verwendung von natürlichen Ressourcen der Vorrat von Rohstoffen zur Herstellung von Produkten geschont und bei wiederholtem Einsatz von Produkten können zusätzlich Ressourcen gespart werden. Die Richtlinie behandelt vor allem rechtliche, technische und ökonomische Themenbereiche, wobei zusätzlich ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt werden.