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Bild: tonton/Shutterstock.com

VDI-Fachbereich

Energie- und Umwelttechnik

VDI-Fachbereich Energie- und Umwelttechnik

Die globalen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte sind groß und dulden keinen Aufschub: Ressourcenschonung, weniger Treibhausgase, Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft, Maßnahmen gegen die Auswirkungen des Klimawandels, weniger Luftschadstoffe, Versorgung mit Nahrungsmitteln und Wasser sowie eine ausreichende Erwerbsarbeit. Der VDI-Fachbereich Energie- und Umwelttechnik begleitet diese Themen mit Stellungnahmen und Analysen rund um den Themenbereich aktiv mit. Er ist Teil der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt.

Zentrale Fragen stellen sich beispielsweise im Bereich erneuerbarer Energieträger, insbesondere hinsichtlich der weiteren Entwicklung und Anwendung. Zudem steht der Ausbau und die Modernisierung der zentralen und dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung im Fokus, um die Strom- und Wärmeversorgung sicherzustellen.

Die unnötige Nutzung von Ressourcen widerspricht grundlegenden ökologischen und ökonomischen Interessen. Mehr noch: Ressourceneffizienz und die effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen sind wesentliche Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Vor diesem Hintergrund stehen die Gesellschaft und auch die Industrie vor enormen Herausforderungen, Ressourcen effizienter zu nutzen. Dazu werden im Fachbereich Energie- und Umwelttechnik neben der Ressourceneffizienz auch Themen des Wirtschaftens in Kreisläufen und der Abfallbehandlung betrachtet.

Wie diese Herausforderungen gelöst werden, wird enormen Einfluss auf globale Umweltbelastungen und den künftigen Energie- und Ressourcenbedarf haben. Das starke Wirtschaftswachstum der Schwellenländer spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Grundlage für alle nationalen und internationalen Maßnahmen muss daher ein Energie- und Umweltkonzept sein, das auf den folgenden Säulen beruht: Klima- und Umweltschutz, Versorgungssicherheit, Sozialverträglichkeit, Innovation und Wirtschaftlichkeit.

Der VDI-Fachbereich Energie- und Umwelttechnik dient als zentraler Ansprechpartner für alle im Bereich der Energie- und Umwelttechnik tätigen Personen. Er widmet sich in seinen Ausschüssen dem gesamten Spektrum der Energiewandlung und -anwendung.

    Unser Fachbeirat

    Gremium Vorsitz Stellvertretung Mitglieder
    Fachbereich 1 Energie- und Umwelttechnik Prof. Dr.-Ing. Ralf Holzhauer Dr. Ralf Brüning, Dr. Ralf Brüning, Dr.-Ing. Markus Umierski Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt

    Unsere Fachausschüsse

    Gremium Beschreibung Vorsitz Stellvertretung Mitglieder
    FA Kraftwerkstechnik

    Der Fachausschuss Kraftwerkstechnik im Fachbereich „Energietechnik“ setzt sich für eine wirtschaftliche, umweltverträgliche und sichere Energieversorgung mit thermischen Kraftwerken ein.

    Fossil befeuerten Kraftwerken kommt eine besondere Bedeutung zu. Sie können mit Unterstützung von  KWK-, Wasserkraftanlagen und Biomassekraftwerken, Speichertechnologien sowie Lastmanagementsystemen die fluktuierende Einspeisung von Wind- und Sonnenenergie ausgleichen und das erforderliche Leistungsgleichgewicht von Angebot und Nachfrage jederzeit sicherstellen. Trotz abnehmendem Anteil der fossil befeuerten Kraftwerke an der Gesamtstrombereitstellung ist dieser Lastausgleich nicht vollständig ohne diese Kraftwerke zu leisten.  Dezentrale Energieanlagen wie BHKW können einen Teil des Lastausgleichs übernehmen. Wie hoch ihr Anteil dabei sein wird, hängt sowohl von den energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen als auch vom umfassenden Ausbau der Strom- und Wärmenetze ab.

     

    Dr.-Ing. Walter Tromm Dr.-Ing. Oliver Then Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
    FA Mikro-KWK

    Ziel des VDI-Fachausschusses ist es, die Nutzung der Mikro-KWK-Anlagen zu fördern und so eine umweltverträgliche und ressourcenschonende Energieversorgung zu ermöglichen. Dabei steht die neutrale, technisch-wissenschaftliche Information der Öffentlichkeit über den Einsatz von Mikro-KWK-Anlagen im Vordergrund. Der Fachausschuss unterstützt die Entwicklung, Demonstration, Markteinführung und kommerzielle Anwendung der Mikro-KWK-Technologie.

    Der Fachausschuss "Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (Mikro-KWK) setzt sich mit allen Mikro-KWK-Technologien, von der Entwicklung, Demonstration bis hin zur Anwendung und optimierten Betriebsweise auseinander. Mikro-KWK-Anlagen sind Anlagen, die mit Stirlingmotoren, Brennstoffzellen, Dampfmotoren oder Verbrennungsmotoren gleichzeitig Elektrizität und Wärme bei einer Brennstoffleistung bis zu 70 kW in Anlehnung an die Gasgeräterichtlinie erzeugen.

    Der Fachausschuss engagiert sich auf den Gebieten Aufbau und Wirkungsweise der Anlagen und ihrer Komponenten, Umweltschutzaspekte, Klimarelevanz, Wirtschaftlichkeit und Effizienz, Einsatzbereiche und Anwendungsbeispiele mit Betriebsanforderungen und -erfahrungen,  energiepolitische und -wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Integration in vorhandene Energieversorgungsstrukturen sowie der Unterstützung von F&E-Maßnahmen.

     

    Prof. Dr.-Ing. Bernd Thomas - Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
    FA Thermodynamik

    Der Fachausschuss Thermodynamik bereitet das Thermodynamik-Kolloquium vor und gestaltet die Fachtagung "Fortschrittliche Energiewandlung und -anwendung".

    Er ist zudem aktiv bei der Mitgestaltung von VDI-Richtlinien sowie in der internationalen Wasserdampfforschung (IAPWS) tätig.

     

    Prof. Dr.-Ing. André Bardow Prof. Dr.-Ing. Jadran Vrabec Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
    FA Wärme- und Kälteschutz VDI 2055

    Nicht nur Gebäude, sondern auch technische Anlagen müssen mit ausreichenden Wärme-  oder Kältedämmungen ausgestattet sein. Die Dämmung von betriebstechnischen Anlagen in der Industrie und in der Technischen Gebäudeausrüstung leistet einen wichtigen Beitrag zur Senkung des Energieverbrauchs und zur Minderung von Treibhausgasemissionen.

    Die Richtlinienreihe VDI 2055 unterstützt die Planung durch Berechnungsunterlagen zur Auslegung von Dämmungen, gibt Hinweise zum Nachweis der zugesicherten Eigenschaften von Dämmstoffen und Dämmsystemen.

     

    Dipl.-Ing. Univ. Roland Schreiner - Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
    FA Wasserstoff und Brennstoffzellen

    Wasserstoff und Brennstoffzellen bilden einen Energiepfad, der in zukünftigen Energiesystemen eine wichtige Rolle spielen wird. Die wichtigsten Vorteile der Brennstoffzellentechnik sind die hohen Wirkungsgrade der Stromerzeugung (auch bei Teillast), die geringen Emissionen (CO2, NOx, CO und CH4), Geräuscharmut und Vibrationsfreiheit sowie schnelle Regelbarkeit der elektrischen Ausgangsleistung (Dynamik). Ein Betrieb der Brennstoffzellen mit Wasserstoff bietet darüber hinaus den Vorteil, dass als "Abgas" nur Wasserdampf entsteht. Wasserstoff kann nachhaltig mittels Elektrolyse mit Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. Der Leistungsbereich von Brennstoffzellen reicht von wenigen Milliwatt für portable Anwendungen bis hin zu mehreren Megawatt zur Versorgung von Industriebetrieben mit Strom und Wärme. Einsatzmöglichkeiten für Brennstoffzellen bieten sich sowohl im stationären Bereich als Anlage zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), im mobilen Bereich (Fahrzeuge, Schiffe, Flugzeuge) als auch für portable Anwendungen.

    Der Fachausschuss beschäftigt sich mit dem Informationsaustausch zu aktuellen Entwicklungen, der Bewertung von Technologien - Entwicklungstand und Marktpotenzialen -, der Organisation von themenspezifischen Fachtagungen oder Workshops, Stellungnahmen zu aktuellen relevanten Fragestellungen, Vorschlägen für Normen/ Mitwirkung bei der Erstellung von Normen (VDI/DKE), der Erstellung von Publikationen und Fachartikeln sowie der Kooperation mit anderen Fachausschüssen von VDE und VDI.

     

    Dipl.-Ing. Martin Pokojski Dr.-Ing. Martin Kleimaier Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
    Fachausschuss Aus- und Fortbildung in der Umwelttechnik - Prof. Dr. Ursula Deister - Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
    Fachausschuss Ressourceneffizienz

    Die Ressourceneffizienz stellt eine große Herausforderung und eine wichtige Aufgabe für Ingenieurinnen und Ingenieure dar. Das gebündelte technologische Wissen auf diesem Gebiet ermöglicht es, mit begrenzten natürlichen Ressourcen effizient umzugehen. Innovative Ingenieurlösungen können einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil für den Standort Deutschland schaffen.

    Mit den VDI-Richtlinien zur Ressourceneffizienz werden sowohl die Primärenergieverbräuche als auch die eingesetzten Stoffe und Rohstoffe sowie die beanspruchten Umweltgüter und Senken in einem einheitlichen methodischen Bewertungsrahmen zusammengefasst. Einen Überblick über die Hintergründe und Ziele des VDI-Richtlinienkonzepts Ressourceneffizienz gibt die „VDI-Agenda Ressourceneffizienz – VDI-Richtlinien zur Zielerreichung“.

    Der Fachausschuss für die strategische Ausrichtung und Positionierung des VDI zum Thema Ressourceneffizienz für die Fachöffentlichkeit, die Politik und Entscheidungsträger für eine gemeinsame VDI-Stimme nach außen sowie die Erarbeitung von Publikationen zum Thema Ressourceneffizienz zuständig.

    Auf dieser Grundlage sollen weitere VDI-Richtlinien als Branchenleitfäden insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen erarbeitet werden, um sie bei der Umsetzung von Konzepten zur Ressourceneffizienz zu unterstützen.

     

    Dipl.-Wirt.Ing. Klaus Dosch Prof. Dr. Mario Schmidt Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
    FA-Regenerative Energien (FA-RE)

     

     

    Die Transformation des Energiesystems in Deutschland

    erfordert Fortschritte in den drei Verbrauchssektoren Strom, Wärme/Kälte und

    Mobilität. Bislang liegt der Fokus der öffentlichen Diskussion und der

    politischen Maßnahmen vor allem auf dem Stromsektor. Zur erfolgreichen

    Umsetzung der Energiewende und zur Erreichung der Klimagasminderungsziele

    müssen jedoch die Maßnahmen im Wärme-/Kälte- sowie im Mobilitätssektor künftig

    deutlich verstärkt werden. Das schließt auch eine stärkere Beachtung der

    Wechselwirkungen zwischen den Sektoren (z. B. Kraft-Wärme-Kopplung oder

    Elektromobilität) und Nutzung von Synergien ein. 

     

    Die Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien auf 80

    bis 95 Prozent bis zum Jahr 2050 wird mit den in Deutschland vorhandenen und

    potenziell erschließbaren Stromerzeugungspotenzialen zum größten Teil von

    Windkraft und Fotovoltaik getragen werden müssen. Beide Stromerzeugungsoptionen

    ergänzen sich gut, sodass zusätzliche Maßnahmen zur Dämpfung der fluktuierenden

    Erzeugung und die Installation von zusätzlichen Speicherkapazitäten in Grenzen

    gehalten werden können. Eine Verbesserung der Versorgungssicherheit und ein

    Ausbau von erneuerbaren Energien muss aber in ein europäisches Gesamtkonzept

    integriert werden, um die Gesamtsystemkosten zu minimieren und eine europaweit

    harmonisierte Entwicklung zu ermöglichen.

     

    Der künftige Wärmemarkt ist mit unterschiedlichen

    Infrastrukturen denkbar. Infrage kommen dezentrale Beheizung mit Biogas

    (Gasnetz), Wärmepumpen (Stromnetz) oder Holz kombiniert mit Solarwärme sowie

    zentrale Wärmeversorgung mit Kraft-Wärme-Kopplung (Nahwärmenetze).

    Gerhard Stryi-Hipp - Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
    FA-Verbrennungskraftmaschinenanlagen

    Die wichtigsten Aufgaben des Gremiums sind die neutrale, technisch-wissenschaftliche Information der Öffentlichkeit über den Einsatz von Blockheizkraftwerken, Wärmepumpen mit Verbrennungsmotoren, Gasturbinen sowie die Erarbeitung von Richtlinien in diesem Bereich.

    Der Fokus liegt auf den naturwissenschaftlich-technischen Grundlagen, den Begriffsbestimmungen, den Komponenten und Systemen, dem Aufbau und der Wirkungsweise der Anlagen, Umweltschutzaspekten, der Wirtschaftlichkeit, den technisch und wirtschaftlich nutzbaren Potenzialen sowie Einsatzbereichen und Anwendungsbeispielen mit Betriebsanforderungen und -erfahrungen.

     

    Dr.-Ing. Markus Umierski Dipl.-Ing. (FH) Frank Grewe Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt

    Richtlinien aus dem VDI-Fachbereich Energie- und Umwelttechnik

    Weitere Fachbereiche der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt

    Dr.-Ing. Jochen Theloke
    Ihr Ansprechpartner

    Dr.-Ing. Jochen Theloke

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