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VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik

 

 

28.03.2018
Aufruf zur Mitarbeit
 

Optische Kohärenztomografie (OCT)

VDI-Fachausschuss wird zum Thema Optische Kohärenztomografie gegründet (Bild: Fraunhofer IPT)

VDI-Fachausschuss wird zum Thema Optische Kohärenztomografie gegründet (Bild: Fraunhofer IPT)

Die Optische Kohärenztomographie (OCT) ist ein bildgebendes Verfahren, das sowohl in der industriellen Messtechnik als auch in der biomedizinischen Diagnostik zur Anwendung kommt. Das Ziel des neuen Fachausschusses ist es, eine allgemein akzeptierte Terminologie der verschiedenen OCT-Systeme und -Modi zu entwickeln. Es sollen Vorgehensweisen zur Spezifikation und Kalibrierung dieser Systeme entwickelt werden.

 

Die Optische Kohärenztomographie (OCT) liefert nicht-invasiv tomographische Tiefeninformationen in transparenten und semitransparenten Medien mit einem Auflösungsvermögen von wenigen Mikrometern und kommt sowohl in der industriellen Messtechnik als auch in der biomedizinischen Diagnostik zur Anwendung. Die OCT ergänzt die etablierten bildgebenden Verfahren wie z. B. die Röntgen-Computertomographie sowie die Ultraschall- und MRT-Bildgebung mit ihren spezifischen Leistungsmerkmalen.

 

Ihre Anwendungsfelder von OCT sind in der biomedizinischen Diagnostik vor allem in der Augenheilkunde, immer stärker aber auch in der Gewebediagnostik und der Krebserkennung zu sehen. In der industriellen Messtechnik wird die OCT zunehmend zur Bauteilüberwachung und Regelung in Lasermaterialprozessen und zur Prüfung von Produkten in der Kunststofftechnik eingesetzt.

 

Für das vergleichsweise junge Messverfahren ist eine Vielzahl von Anwendungsfeldern denkbar. Jedoch werden die verfahrensspezifischen Besonderheiten, die verschiedenen Verfahrensvarianten und deren Leistungsmerkmale derzeit nicht einheitlich benannt und beschrieben. Das schränkt die Vergleichbarkeit und damit verbunden eine stärkere Verbreitung der OCT unnötig ein. Das Wissen um und das Vertrauen in OCT soll daher durch technische Regeln gefördert werden, die die relevanten Begriffe definieren, Messverfahren für Leistungskenngrößen definieren und typische Einsatzgebiete beschreiben.

 

Der neue Fachausschuss „Optische Kohärenztomographie“ der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) will hierzu einen wesentlichen Beitrag liefern und entsprechende Richtlinien erarbeiten.

 

Zielsetzung des Fachausschusses

Das Ziel des neuen Fachausschusses ist es, Experten der OCT-Systeme für die unterschiedlichen Anwendungsfelder in der Medizin- und industriellen Messtechnik zusammen zu bringen, um gemeinsam eine allgemein akzeptierte Terminologie zur Beschreibung der Systeme und verschiedenen OCT-Modi zu entwickeln. Es sollen Vorgehensweisen zur Spezifikation und Kalibrierung dieser Systeme entwickelt werden. Der Fachausschuss soll zudem eine Plattform zum fachlichen Austausch zwischen Anwendern und Anbietern dieser Systeme bilden.

 

Die Arbeitsergebnisse sollen in Form von VDI/VDE-Richtlinien veröffentlicht werden. Eine Internationalisierung der Richtlinien wird angestrebt.

 

Interessierte Fachleute von Anwendern der Optischen Kohärenztomographie sowie von Geräteherstellern sind zur aktiven Mitarbeit aufgerufen. Bitte senden Sie uns bei Interesse das Motivationsschreiben ausgefüllt zurück.

 

Ihr Ansprechpartner im VDI:
Dr.-Ing. Erik Marquardt
VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik
Telefon: +49 211 6214-373
Telefax: +49 211 6214 97373
E-Mail: marquardt@vdi.de

Zugehörige Dateien
Motivationsschreiben56 Ki