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VDI-Fachbereich

Verfahrens­technische Prozesse

Shutterstock: Zivica Kerkez

VDI-Fachbereich Verfahrenstechnische Prozesse

Am Anfang jeder Produktionskette stehen verfahrenstechnische Prozesse und Methoden. Eine material- und energieeffiziente Produktion mittels chemischer Reaktionstechnik ermöglicht dabei nachhaltiges Wirtschaften. Doch die im Labor entwickelten Reaktionen müssen sich zunächst im Produktionsalltag bewähren.

Ein Schwerpunkt des VDI-Fachbereichs Verfahrenstechnische Prozesse ist die Lebensmitteltechnologie. Dort befasst er sich mit der Umwandlung von Rohstoffen zu verzehrfähigen, sicheren Lebensmitteln. Dem Aspekt „Haltbarmachung“ kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Technische Fragestellungen bei der Planung von Maschinen, Anlagen und Verfahren sowie Hygiene bei der Herstellung stehen im Zentrum der Betrachtung.

Mit Hilfe von technischen Regelwerken (z.B. Richtlinienreihe VDI 4066 - Hygienische Anforderungen an die Herstellung und aseptische Abfüllung von Getränken, www.vdi.de/4066), Wissenstransfer/Expertenforen,  Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchsförderung leistet der Fachbereich einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung verfahrenstechnischer Prozesse.

Gebündelte Kompetenz im „ProcessNet“

Der VDI-Fachbereich Verfahrenstechnische Prozesse (GVC01) und die DECHEMA haben ihre wissenschaftliche Arbeit gebündelt: Unter dem gemeinsamen Dach „ProcessNet“ lassen sich Synergien effizient nutzen. Die Hauptaufgabe des Netzwerks besteht darin, Innovationsprozesse in der chemischen Industrie und ihren vielfältigen Abnehmerbranchen zu stärken. Der Fachbereich ist Teil der VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (VDI-GVC).

Die zentralen gemeinsamen Themen des Fachbereichs GVC01 und „ProcessNet“ sind äußerst
vielfältig:

  • Schwerpunkt: Chemische Reaktionstechnik
    Die Fachgemeinschaft Chemische Reaktionstechnik vereint und koordiniert Gremien zu verschiedensten Aspekten – von der Reaktionstechnik bis hin zu stoff-, verfahrens- und anwendungsbezogenen Disziplinen.
  • Schwerpunkt: Katalyse
    Die Deutsche Gesellschaft für Katalyse (GeCatS - German Catalysis Society) ist die zentrale Interessenvertretung und Informationsplattform im Bereich Katalyse. Die Trägergesellschaften DECHEMA, VDI-GVC sowie GDCh, DBG und DGMK bündeln damit ihre Aktivitäten unter einem gemeinsamen Dach.
    Die GeCatS fördert Forschung und Lehre, unterstützt Ergebnistransfers in die Industrie und verstärkt die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Dabei wird nicht nur die gesamte Bandbreite von der Oberflächenkatalyse bis zur Biokatalyse abgedeckt, sondern auch alle Entwicklungsschritte von der Grundlagenforschung bis zur Verfahrensentwicklung.
  • Schwerpunkt: Fluiddynamik und Trenntechnik
    Die zentrale Aufgabe der Fachgemeinschaft liegt in der Definition ausschussübergreifender Forschungs- und Entwicklungsansätze und in der Zusammenarbeit mit internationalen Fachorganisationen. Sie beschäftigt sich inhaltlich mit Vorgängen und Prozessen in fluiden Phasen, die durch Stoff und Wärmeübergang getrieben werden. Dabei spielen thermo- und fluiddynamische Grundlagen, Prozess- und Apparatedesign und zugehörige Modellierungstechniken wichtige Rollen.
  • Schwerpunkt: Partikeltechnik und Lebensmittelverfahrenstechnik
    Der Fokus der Fachgemeinschaft liegt auf Methoden zur Herstellung, Verarbeitung, Formulierung und Charakterisierung komplexer mehrphasiger Produkte – mit einem jeweils charakteristischen Eigenschaftsprofil. Diese Produkteigenschaften eröffnen unter anderem Anwendungsfelder in der Elektronik, der Energietechnik, den Life Sciences, der Werkstoffe oder der Umwelttechnik.
  • Schwerpunkt: Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Ressourcenschonung
    Heute sind Ingenieure mehr denn je gefordert, eine nachhaltige, energieeffiziente und ressourcenschonende Produktion zu realisieren. Die Fachgemeinschaft beschäftigt sich deshalb im Schwerpunkt mit Verfahren und Prozessen, die einerseits energieeffizient und ressourcenschonend sind, gleichzeitig aber auch Abfälle und Schadstoffe vermeiden und verwerten. Eine fortschrittliche Verfahrenstechnik sowie integrierter und additiver Umweltschutz spielen dabei zentrale Rollen.
  • Schwerpunkt: Bildung und Innovation
    Der Themenschwerpunkt der Fachgemeinschaft umfasst alle Abschnitte von Lehre und Ausbildung. In den jeweiligen Gremien der Fachgemeinschaft werden deshalb Aktivitäten zur Unterstützung der Aus- und Weiterbildung durchgeführt.

Verfahrenstechnische Prozesse und Methoden stehen am Anfang der Produktionsketten in der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Für deren Entwicklung und Optimierung sowie einen fruchtbaren Wissens- und Meinungsaustausch schaffen wir eine einzigartige Verbindung zwischen Spitzenwissenschaft in Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Industrie und Praxis.

Prof. Dr.-Ing. Jörg Sauer, Karlsruher Institut für Technologie
Vorsitzender des Fachbereichs

Weitere Fachbereiche der VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen

Dr. Martin Follmann
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Dr. Martin Follmann

Wissenschaftlicher Mitarbeiter