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Publikationen

Bild: Cozine/Shutterstock.com

Veröffentlichungen aus dem Themenfeld Politik und Gesellschaft

Technische Bildung in den allgemeinbildenden Schulen verankern

November 2020: Technische Bildung ist eine Grundvoraussetzung, um die zunehmend technologisierte und digitalisierte Welt zu verstehen, in ihr zu bestehen und sie mitzugestalten. Der Umgang mit Herausforderungen wie Klimawandel, Energiewende oder Mobilität der Zukunft bedarf einer technischen Grundbildung. Die etablierten naturwissenschaftlichen Fächer reichen dazu alleine nicht aus. Sie vermitteln andere Kompetenzen als technische Bildung. Der VDI erarbeitet seit vielen Jahren zusammen mit Technikpädagogen Empfehlungen, wie technische Bildung mit einem anwendungsbezogenen, interdisziplinären Ansatz eine Klammer zwischen unterschiedlichen Lernbereichen bilden und so die Stärken aus den fachspezifisch unterschiedlichen Perspektiven miteinander verbinden kann.

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Ingenieurgesetze auf den Schutz der Berufsbezeichnung "Ingenieurin" und "Ingenieur" begrenzen

November 2020: Wer sich in Deutschland „Ingenieurin“ oder „Ingenieur“ nennen darf, ist seit den 1970er Jahren in den unterschiedlich gestalteten Ingenieurgesetzen der Bundesländer geregelt. Eine Vereinheitlichung ist für die Rechtssicherheit in ganz Deutschland dringend nötig. Die direkte Umsetzung des Musteringenieurgesetzes (MIngG) in der Fassung vom Juni 2018  ist dabei das bevorzugte Mittel, doch der Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz wird immer wieder in Frage gestellt. Die Ingenieurgesetze sollten sich aus Sicht des VDI auf den Schutz der Berufsbezeichnung „Ingenieurin“ und „Ingenieur“ begrenzen, um die Freiheiten der Hochschulen in den Studiengängen nicht einzuschränken. 

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Infektionsschutz hat höchste Priorität für Schulen:
Technische Luftreinigung und Stoßlüften kombinieren

Oktober 2020: In geschlossenen Räumen ist die Gefahr einer Infektion mit SARS-CoV-2 besonders hoch. Die Viren werden durch Aerosolpartikel transportiert, verteilen sich und halten sich so über mehrere Stunden in der Luft. Wird die Luft nicht ausgetauscht oder die Partikel nicht aus der Luft entfernt, steigt die Konzentration mit der Zeit an. Das ist vor allem an Schulen ein Problem: Die wenigsten Schulen verfügen über maschinelle Lüftungsanlagen und in Klassenräumen ist wirksames Stoßlüften oft nicht möglich. Angesichts der kalten Jahreszeit sind schnell umsetzbare technische Lösungen klug zu planen, um das Infektionsrisiko so weit wie möglich zu reduzieren. Die beste Wirksamkeit ist von einer Kombination aus allen verfügbaren technischen und organisatorischen Maßnahmen zu erwarten.

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Ohne Wasserstofftechnologien keine Treibhausgasneutralität bis 2050

Oktober 2020: „Grüner“ Wasserstoff spielt bei der Umsetzung der Energiewende eine große Rolle: Er kann aus Strom aus erneuerbaren Energien mittels Elektrolyse klimaneutral hergestellt werden und so flüssige und gasförmige fossile Energieträger substituieren. Die Elektrolyse selbst dient hierbei als flexibler Verbraucher. Wasserstoff ist relativ einfach zu transportieren und kann als Rohstoff für chemische und metallurgische Zwecke Verwendung finden. Da Wasserstoff in unterschiedlichen Sektoren (Strom, Wärme, Verkehr und Industrie) einsetzbar ist, bietet er Potenzial für die von der Politik gewünschte Sektorkopplung.

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Antibiotikaresistenzen mit Hygienetechnik vermeiden

Oktober 2020: Nicht erst die COVID-19-Pandemie erinnert daran, wie groß die Gefahr durch Infektionskrankheiten ist. Schon seit längerem wirken viele Antibiotika nicht mehr, Bakterien entwickeln zunehmend Resistenzen. Jährlich sterben rund 500.000 Menschen weltweit an Infektionen mit resistenten Keimen. Neuere Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation befürchten bis zum Jahr 2050 bis zu 10 Millionen Todesopfer pro Jahr. Es müssen dringend neue Antibiotika entwickelt werden. Außerdem muss die Ausbreitung von Resistenzen wirkungsvoller als bisher verhindert werden. Aus Sicht des VDI können dabei intelligente Maßnahmen der Hygienetechnik einen großen Beitrag leisten.

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Smart Meter: Erfolgreicher Einsatz erfordert intelligenten Rollout

September 2020: Smart Meter sind ein unverzichtbarer Baustein bei der Umsetzung der Energiewende, insbesondere bei der Koordinierung von Stromangebot und -nachfrage. Die Einführung dieser intelligenten Messsysteme verzögert sich jedoch seit Jahren, obwohl eine abgesicherte Energieinfrastruktur mit Blick auf die Herausforderungen Klimawandel, Digitalisierung und Cybersicherheit ohne Alternative ist und deshalb mit aller Entschlossenheit effizient und lösungsorientiert vorangetrieben werden sollte. Um die Energiewende voranzutreiben, ist aus Sicht des VDI ein klar strukturierter, abgestimmter und kosteneffizienter Rollout unabdinglich.

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Fotovoltaik im Energiesystem: der Joker der Energiewende?

September 2020: Die fotovoltaische Stromerzeugung kann eine der zentralen Schlüsseltechnologien bei der Defossilierung des Energiesystems werden. Im Zusammenspiel mit dem Ausbau der Windenergie unterstützt die Fotovoltaik maßgeblich die Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Die Stromgestehungskosten aus Fotovoltaik-Großanlagen sind enorm günstig und liegen in Deutschland aktuell schon unter 0,04 Euro pro Kilowattstunde. Aufgrund der Langlebigkeit der Fotovoltaikanlagen werden die Stromgestehungskosten künftig weiter sinken.

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Freiberufliche Ingenieur*innen als Solo-Selbstständige gesetzlich besser stellen

September 2020: Freiberufliche Ingenieur*innen sind bei innovativen Unternehmensprojekten äußerst gefragt. Solo-Selbstständige und Freelancer bringen schnell und flexibel tiefgehendes Know-how und Spezialwissen in die Unternehmen. Dieser Trend wird verstärkt durch die digitale Transformation und die damit einhergehenden Veränderungen der Arbeitswelt. Trotz des steigenden Bedarfs erschweren gesetzliche Regelungen die freiberufliche Tätigkeit der Ingenieur*innen. Aus Sicht des VDI sind deshalb insbesondere beim Statusfeststellungsverfahren Anpassungen notwendig.

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Brennstoffzellen- und Batteriefahrzeuge: gezielte Förderung beider Technologien

August 2020: Die Elektromobilität mit Brennstoffzellen- und Batteriefahrzeugen kann einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der umwelt- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung leisten. Aus Sicht des VDI konzentriert sich die aktuelle politische Diskussion zur Elektromobilität zu sehr auf batteriebetriebene Fahrzeuge.

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Mit technischer Bildung die digitale Transformation verstehen

August 2020: Die digitale Transformation verändert unsere Arbeits- und Lebenswelt. Auch in der Schulbildung werden digitale Kompetenzen deshalb immer wichtiger. Schule muss der Ort werden, an dem alle die Möglichkeit erhalten, Wissen, Kompetenzen und Bildung für die digitale Transformation zu erlangen. Dabei gilt, nicht nur die Nutzung neuer Technologien zu vermitteln, sondern auch die Fähigkeit, die Gegebenheiten der digitalen Transformation kritisch zu hinterfragen und zu bewerten. Aus Sicht des VDI müssen Schulen dafür nicht nur mit digitaler Infrastruktur ausgestattet und Lehrkräfte entsprechend aus- und fortgebildet werden. Wichtig ist auch, dass die technische Bildung stärker in den Lehrplan integriert und die Digitalisierung als festes Ankerfach im Lehrplan etabliert wird.

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VDI-Positionspapiere Progressive Web App

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Nadine FreimuthBild: PicturePeople Düsseldorf

Nadine Freimuth

Referentin
Christian Krause

Christian Krause

Leiter Büro Berlin