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2014: Ingenieure auf einen Blick (Bild: VDI)
2014: Ingenieure auf einen Blick

2014: Ingenieure auf einen Blick

Erwerbstätigkeit, Migration, Regionale Zentren

Die Studie 2014-Ingenieure auf einen Blick zeigt, Ingenieur sein wird immer attraktiver. Die Zahlen der erwerbstätigen Ingenieure und insbesondere auch der Ingenieurinnen in Deutschland sind stark gewachsen: Im Jahr 2011 waren es rund 1,66 Millionen und damit rund 265.000 oder ein Fünftel mehr als noch im Jahr 2005. Dabei erzielte die Gruppe der Ingenieurinnen mit 34 Prozent einen der höchsten Zuwächse. Auch der Gesamtanteil der Ingenieurinnen steigt kontinuierlich: im Vergleichszeitraum bereits um rund 34 Prozent von 205.000 auf 275.000. Trotz dieser Entwicklung liegt der Anteil der Ingenieurinnen in Deutschland jedoch immer noch deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. Neben den Potenzialen der Ingenieurinnen, trägt kontinuierliche und aufeinander aufbauende Nachwuchsarbeit zur nachhaltigen Fachkräftesicherung bei.

 

 

Der Bedarf an exzellent ausgebildetem Nachwuchs bleibt also die größte Herausforderung der nächsten Jahre – wobei die Ausbildungsleistung regional stark variiert. Spitzenreiter ist die Region um Aachen, die mit 171 Ingenieurabschlüssen je 1.000 erwerbstätige Ingenieure um ein Vielfaches über dem Bundesschnitt – und weit über den eigenen Beschäftigungsbedarf hinaus ausbildet. Neben Nordrhein-Westfalen liegen viele Ausbildungszentren im Norden der Republik, während insbesondere Bayern mehr Ingenieure beschäftigt, als es momentan selbst ausbilden kann.

 

 

Die VDI-/IW-Studie zeigt auch, dass besonders häufig in den östlichen und südlichen Bundesländern Ingenieure beschäftigt sind. Mit 78 Ingenieuren je 1.000 Erwerbstätige ist die Region um Dresden Spitzenreiter bei der Ingenieurbeschäftigung, gefolgt von der Region München und Mittelthüringen.


Da der hohe Bedarf an Ingenieuren in Deutschland in den vergangenen Jahren nicht aus dem heimischen Absolventenpotenzial gedeckt werden konnte und auch die Aktivierung der älteren Ingenieure nicht ausreicht, wird insbesondere die Zuwanderung von ausländischen Fachkräften immer wichtiger. Insgesamt 239.000 der in Deutschland erwerbstätigen Ingenieure wurden im Ausland geboren und sind zugewandert, 139.000 davon haben ihren Abschluss im Ausland erworben. Die Zuwanderung im Ausland ausgebildeter Ingenieure trägt aktuell im Umfang von zweieinhalb vollen Absolventen-Jahrgängen deutscher Hochschulen zur Sicherung der Ingenieurbasis in Deutschland bei – und damit nochmals stärker als die Zuwanderung über die Hochschulen.

 

 

Zugehörige Dateien
 

VDI/IW-Studie 2014-Ingenieure auf einen Blick