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Bezirksverein

Westsächsischer Bezirksverein Chemnitz

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Herzlich willkommen beim Westsächsischen Bezirksverein Chemnitz des VDI

Ihr Ansprechpartner

Rosemarie Schumann

Neefestraße 88, 09116 Chemnitz

News

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Geschichte

Anläßlich des 130jährigen Jubiläums des VDI in Chemnitz erschien 1996 eine Festschrift "130 Jahre VDI in Chemnitz". Sie enthält eine vom Arbeitskreis Technikgeschichte erarbeitete Chronik des Westsächsischen Bezirksvereins Chemnitz des VDI, die Sie hier als pdf-Datei finden. Der folgende kurze Abriß stützt sich auf diese Chronik.

Die Entwicklung des Bezirksvereins steht in engen Zusammenhang mit der Entwicklung von Handwerk, Manufaktur, Industrie und der technischen Bildung in Chemnitz. Eine Zeittafel dazu finden sie hier ( pdf-Datei ).

Gründung

Prof. Kankelwitz, Lehrer für Maschinentechnik im Verband der Höheren Gewerbeschule zu Chemnitz und Mitbegründer des VDI rief am 01. Januar 1866 den Bezirksverein Chemnitz (BVC) ins Leben. Ende des Jahres 1870 löste sich der Verein jedoch wieder auf, da es nicht gelungen war, genügend Interessenten zu finden und neue Mitglieder zu werben. Im Zuge des industriellen Aufschwungs in Sachsen gründeten Ingenieure aus Chemnitz, Leipzig und Dresden am 11. Februar 1882 den Sächsischen Bezirksverein des VDI in Leipzig. Vier Jahre später, ebenfalls am 11. Februar gründete sich der Chemnitzer Bezirksverein neu.

Aufschwung
Nachdem sich der Vorstand in den ersten Jahren nach der Neugründung auf die Entwicklung des Vereinslebens konzentriert hatte, traten in den Folgejahren die ingenieurwissenschaftliche Ausbildung und die Mitwirkung an der Gesetzgebung zu Technikfragen im Königreich Sachsen stärker in den Mittelpunkt der Vereinstätigkeit. 1911 feierte der BVC sein "Silber-Jubiläum" im Rahmen des 25jährigen Stfitungsfestes, an dem zahlreiche Persönlichkeiten aus der Politik, der Chemnitzer Wirtschaft und des VDI teilnahmen.

Kriegsjahre
Im Jahre 1914 beschloß der Vorstand infolge des Krieges, vorläufig keine Vereinssitzungen mehr durchzuführen. Dringende geschäftliche Angelegenheiten sollte der Vorstand erledigen. Trotz eingeschränkter Vereinstätigkeit während des 1. Weltkrieges wurden Fachveranstaltungen des Vereins durchgeführt, die stets gut besucht waren. Zum Ende des Krieges hatte der Bezirksverein 451 Mitglieder. Im ersten Nachkriegsjahr 1919 wurde die Ingenieurhilfe gegründet, die das Ziel verfolgte, "in Not geratenen Fachgenossen zu helfen." Von Anfang an wurde die Ingenieurhilfe vom CBV unterstützt.

Stabilisierung
1920 wurde im Rahmen des Vereins eine Ortsgruppe der "Arbeitsgemeinschaft deutscher Betriebsingenieure (ADB)" gegründet. Im Zuge der wachsenden Aktivitäten des Vereins entstanden in den Folgejahren zahlreiche Facharbeitsgruppen des ADB. 1922 überstieg die Mitgliederzahl erstmalig die Zahl 500. Die Vortragstätigkeit im Verein befaßte sich stark mit den für Deutschland neuen Methoden der amerikanischen Industrie. Im Zusammenhang mit der Weltwirtschaftskrise sank die Mitgliederzahl 1932 wieder unter 500 Mitglieder.

Verlust der Eigenständigkeit
Bereits im Jahre 1933 fand am 01. Oktober in Eisenach eine außerordentliche Hauptversammlung des VDI statt, auf der eine neue Satzung beschlossen wurde, die auch eine änderung der Satzung des BVC zur Folge hatte. Die neue Satzung regelte u. a., daß der Vorsitzende des Bezirksvereins nicht mehr von den Mitgliedern in der Hauptversammlung gewählt wurde, sondern nach dem "Führerprinzip" vom Vorsitzenden des Gesamtvereins zu berufen war. Leitende Positionen durften nur noch Mitglieder der NSDAP einnehmen ("Gleichschaltung"). Anfang 1934 gab es Bestrebungen, die technisch-wissenschaftlichen Vereine mit dem nationalsozialistischen "Kampfbund Deutscher Architekten und Ingenieure" zusammenzuschließen. Damit begann die systematische Beseitigung der Eigenständigkeit des VDI und seine Integration in die Struktur der NS-Organisationen. Der alliierte Kontrollrat verhängte deshalb nach Ende des 2. Weltkrieges ein Auflösungsdekret über den VDI, das in der ehemaligen DDR bis 1989 Gültigkeit behielt.

Neugründung
Nach der politischen Wende in der ehemaligen DDR gab es unter den Ingenieuren und Technikwissenschaftlern Bestrebungen, Kontakte mit dem Verein Deutscher Ingenieure aufzunehmen. Frühere Mitglieder wollten Ihre Mitgliedschaft wieder aufnehmen, jüngere Ingenieure und Technikwissenschaftler hofften, durch den VDI interessante berufliche Perspektiven zu erhalten. Daraus entstanden Kontakte zum Bezirksverein Nürnberg und der VDI-Hauptgeschäftsstelle in Düsseldorf, die zu der gemeinsamen Absicht führten, den VDI auf dem Gebiet der ehemaligen DDR wiederzubeleben. Am 29. März 1990 gründeten 32 Interessenten in Leipzig deshalb den "Verein Deutscher Ingenieure, Gliederung DDR". Aus dieser Gesamtorganisation sollten neue Bezirksvereine entstehen. Am 13. Oktober 1990 wurde daraufhin der "Westsächsische Bezirksverein Chemnitz" gegründet.