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Arbeitskreise

Die fachliche Basis des BV Bremen bilden die Arbeitskreise und Bezirksgruppen. Ihre Struktur orientiert sich an den VDI-Gesellschaften und Fachgliederungen im Gesamt-VDI und sie werden von dort aus unterstützt.
Viele der Facharbeitskreise haben sich mit Initiativen, Vereinen und weiteren Netzwerken in und um Bremen vernetzt.

Eine Gesamtaufstellung der lokalen Arbeitskreise, Netzwerke und Ansprechpartner finden Sie HIER als pdf

Unsere Arbeitskreise

Dipl.-Ing. Klaus Kerwel

Arbeitskreisleiter

Dipl.-Ing. (FH) Jörg Mertens M.Sc.

stellvertretender Arbeitkreisleiter

Energie und Umwelt sind beherrschende Themen unserer Zeit. Von der angewandten Technik hängt die Zukunft unserer Industriegesellschaft und Lebensform ab.  
Der Arbeitskreis "Energie und Umwelt " bietet Fachleuten und allen Interessierten ein Forum an zum fachlichen Austausch und zur beruflichen Orientierung. Er befasst sich mit innovativen Lösungen, informiert über aktuelle Fragestellungen und stellt einen Treffpunkt dar zur Kontaktaufnahme und Netzwerkbildung.

Warum Wasserschutz so wichtig ist

Trinkwasser, ein wichtiges und oftmals unterschätztes und vernachlässigtes Gut. Es ist zwar das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland, doch es gibt besorgniserregende Entwicklungen.

Das komplexe System der Trinkwassergewinnung und -aufbereitung läuft Gefahr gestört zu werden. Es finden sich immer häufiger zu hohe Schadstoffwerte im Grundwasser. Mal ist es Nitrat in hohen Konzentrationen, dann wieder sind es giftige Pestizide und Medikamentenrückstände.

Am 15. Januar gingen 32 Vortragsteilnehmer, zusammen mit unserem Referenten Egon Harms vom OOWV, auf eine kompetent geführte Tour durch das Thema Wassergewinnung und -schutz. Wir erfuhren, dass in unserer Region lediglich ein kleiner Teil des Trinkwassers aus Talsperren stammt und wir ansonsten fast ausschließlich über Grundwasser versorgt werden. Hier treten bei den Förderbrunnen in ca. 90 – 100 m Tiefe hohe Nitratwerte noch selten auf, aber in den Testbrunnen auf 20m Tiefe werden bereits heute besorgniserregende Werte vorgefunden. Bei oberflächennahen Grundwassermessungen wird schon des Öfteren der Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter um mehr als das dreifache überschritten.
Anhand des „Weg-Zeit-Verhaltens des Grundwasserflusses“ sehen wir, dass unser Trinkwasser schon viele Jahre im Untergrund unterwegs war, bevor es in den Leitungen landet. Alte Verfehlungen werden in einigen Jahren unweigerlich durchschlagen, aber ebenso werden sich heutige Korrekturen im sensibleren Umgang mit Verschmutzungen beim Grundwasser schnell bemerkbar machen.
Können wir noch etwas für eine zukünftige Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser tun?
Der OOVW ist bemüht, innerhalb der Wassergewinnungsgebiete größere Bereiche mittels Flächenkauf und Kooperationen mit Landwirten und Gemeinden einer grundwasserverträglicheren Nutzung zuzuführen. Hier befindet man sich auf einem guten Weg und die Anstrengungen werden durch kontinuierlich stattfindende Messungen bestätigt.
Die zukünftige Trinkwasserförderung aus Tiefen > 200 Metern verschafft uns etwas Zeit, dieses ist aber definitiv keine Lösung! Die ersten Schritte sind getan, doch es liegen noch viele vor uns.

Vielen Dank an Herrn Harms für diesen interessanten Vortrag und den Ausflug in die Welt der Trinkwassergewinnung.

Bericht: Klaus Kerwel

Vorträge des AK Energie & Umwelt Bremen in 2018

Auch am Ende des Jahres 2018 nehmen wir uns kurz Zeit für einen Rückblick.

Das Frühjahr wurde durch Speicherthemen geprägt und die guten Teilnahmezahlen zeigten, wie unser Umfeld aktuell darauf fokussiert ist. Auch der Ausflug in die Schifffahrt („SWATH“) wurde gut angenommen und soll kein Einzelfall bleiben. Deshalb suchen wir aktuell noch nach einem interessanten maritimen Vortrag.

Der Herbst startete mit dem Thema „Bau und Betrieb eines modernen GuD-Kraftwerkes“. Ein großes Auditorium wurde von unserem Referenten Dipl. Ing. Olaf Busack, swb Erzeugung AG & Co. KG, auf eine interessante Reise durch die mit umweltfreundlichem Erdgas befeuerte 445 Megawatt Anlage mitgenommen.

Wie könnte Energieerzeugung aus regenerativen Quellen, mit Hilfe der immer stärker steigenden E-Mobilität, in die zukünftige Gestaltung von Gebäuden und Quartieren integriert werden? Dieses zeigte Dr.-Ing. Stefan Lösch, Fraunhofer IFAM, mit vielen Anwendungen und Fallbeispielen, dem hoch interessierten Publikum und konnte viele Fragen beantworten.


Für das Abschlussthema des Jahres 2018 „Recycling von Windenergieanlagen“ konnten wir das Expertenduo Prof. Dr.-Ing. Henning Albers und Dr. Frauke Germer von der Hochschule Bremen gewinnen. Wir erfuhren viel über den Materialmix beim Bau von Windkraftanlagen und dass bei deren Recycling noch einige Fragen offen sind. Kritisch sieht es aktuell noch bei den Werkstoffen Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) und Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff (CFK) aus. Die hier ansetzenden Forschungsvorhaben wurden uns vorgestellt und erste Projekterfolge aufgezeigt.


Es ist für unseren kleinen Arbeitskreis nicht immer leicht, interessante Themen zu identifizieren und dafür die kompetente Unterstützung von Experten zu gewinnen. 2018 war ein tolles Jahr, wir hatten ein gutes Händchen bei der Auswahl unserer sieben Vortragsthemen, waren begünstigt durch exzellente Referenten und wurden durch unsere breit angelegte Zuhörerschaft gestützt und getragen. Die Möglichkeit, die schönen und zentral gelegenen Räumlichkeiten der swb nutzen zu dürfen, ist ebenfalls ein Garant für die Durchführung von entspannten Vorträgen.

Allen Teilnehmern und Unterstützern gilt dafür unser herzlichster Dank.


Auch in 2019 halten wir wieder spannende Themen und Ausblicke für Sie bereit und starten schon bald mit den Themen „Grundwasserschutz“ und „Dampfrecycling“.

Wir wünschen eine schöne Weihnachtszeit und einen entspannten Jahreswechsel.

Viele Grüße vom AK Energie und Umwelt des VDI-Bremen


Bericht: Klaus Kerwel

Dr.-Ing. Maike Timm

Arbeitskreisleiterin

Prüfingenieurin für Standsicherheit
STB Sabotke - Timm & Partner
Beratende Ingenieure VBI PartGmbB
Sonneberger Str. 15
28329 Bremen
www.stb-bremen.de

Die Vorträge setzen sich vorwiegend mit Bauplanungen und Bauausführungen im Raum Bremen auseinander und stellen neue Entwicklungen im Bauingenieurwesen vor. Die Mitglieder des Vereins und der Vereinigung werden eingeladen, zusätzliche Vorschläge für Veranstaltungen anzuregen und einzubringen.

Behebung von baugrundbedingten Setzungsschäden und Verstärkung von Gründungen bei Lasterhöhungen durch minimal-invasive Injektion von Expansionsharzen

Am 23.01.2019, 18:00 Uhr, hilten Dipl.-Ing. (FH) Jens Gnauck von URETEK Deutschland GmbH und Dipl.-Ing. Michael Soretz vom ELH Erdbaulabor Hannover in den Räumen der Architekten- und Ingenieurkammer Bremen ihren Vortrag. Die Veranstaltung fand statt in Ko

Setzungsschäden an Gebäuden sind weit verbreitet. Die Ursachen sind dabei vielfältig und häufig sehr komplex, liegen jedoch oftmals nicht in der Konstruktion des Fundaments, sondern im Untergrund unterhalb des Fundamentes. Neben der Ursachenbeseitigung steht eine weitgehend bauwerksverträgliche Sanierung im Vordergrund, möglichst ohne Eingriffe in die Gebäudesubstanz. Desweiteren kommt es heute angesichts des Mangels an Grundstücken und an bezahlbarem Wohnraum verstärkt zu Umnutzungen und Aufstockungen von Bestandsgebäuden. Die damit verbundenen Lasterhöhungen können die Fundamente oftmals nicht standsicher aufnehmen, oder die Setzungen werden zu groß. Ein vor mehr als 30 Jahren entwickeltes Injektionsverfahren für Gebäudegründungen steht für eine zerstörungsfreie Sanierung der Gründung bzw. Verstärkung des Baugrundes. Dabei werden stark expandierende Kunstharze in den Baugrund injiziert. Anhand von Praxisbeispielen werden Anwendungsmöglichkeiten und -grenzen dieses minimal-invasiven Injektionsverfahrens vorgestellt und diskutiert (ggf. auch unter bauordnungsrechtlichen Aspekten).
Im Anschluss an den Vortrag gab es bei Imbiss und Getränken die Möglichkeit zu weiterem fachlichen und persönlichen Austausch.

Die Veranstaltung fand statt in Kooperation mit der Landesvereinigung der Prüfingenieure Bremens (VPI).

Bericht: M. Timm

Dipl.-Ing. Walter Müller

Dipl.-Ing. Walter Müller

Arbeitskreisleiter

Bäckerweg 21, 28844 Weyhe-Leeste

Dr.- Ing. Dirk Lehmhus

Arbeitskreisleiter

Fraunhofer IFAM, Wiener Str. 12, 28359 Bremen
 
Wir bieten ein gemeinsames Programm mit der Arbeitsgemeinschaft Wärmebehandlung und Werkstofftechnik e.V. (AWT) an.
Die AWT, deren Bremer Gruppe von Herrn Professor H.-W. Zoch geleitet wird, wendet sich mit einer der unseren sehr ähnlichen Vortragsreihe ebenfalls an alle werkstofftechnisch Interessierten, so dass dieses Zusammengehen unseren Zuhörern sicherlich zu Gute kommt.

Vortragsankündigungen werden wir weiterhin auch elektronisch versenden.
Wenn Sie diesen Service ebenfalls nutzen möchten, informieren Sie uns am Besten per E-Mail, wir nehmen Sie dann gerne in unseren Verteiler auf. Ebenso greifen wir nach wie vor gerne auch die Themenvorschläge unserer Zuhörer auf, wenn es darum geht, zukünftige Veranstaltungsreihen zu planen: Wenden Sie sich an uns!!

 

Andre Abrath

Andre Abrath

Arbeitskreisleiter

Adresse: Arster Heerstrasse 77 E, 28279 Bremen

Der Arbeitskreis befasst sich mit folgenden Themenstellungen:

• Technische Gebäudeausrüstung (Heizung, Wasser, Lüftung, Steuerung, Energieeffizienz, Wärmedämmung, alternative Versorgungskonzepte wie BHKWs, Pellets oder auch ORC-Turbinen,...)
• Anlagentechnik (Verfahrenstechnische Anlagen, Automatisierung, Konzepte, Abwärmenutzung, CO2 Problematik, ...)
• Betriebstechnik (Betrieb von industrielen Anlagen, Konzepte, Optimierung, Automatisierung, ...)
 
Es soll insbesondere auf aktuelle Fragestellungen wie z.B. die Energieeffizienz-Problematik Rücksicht genommen werden. Geplant sind quartalsmäßige Veranstaltungen wie Lesungen, Präsentationen, Diskussionsrunden oder Exkursionen.

VDI-Arbeitskreis Gebäude-Anlagen-Betriebstechnik beim Ersatzbrennstoffkraftwerk hkw in Blumenthal

Am 09.09.2018 öffnete die BREWA und das hkw blumenthal die Tore zum Tag des offenen Denkmals. Die BREWA betreibt das Ersatzbrennstoffkraftwerk hkw blumenthal in Bremen-Blumenthal. Es wurden ein historisches Kraftwerksgebäude mit einem Hallenkran von 1910 gezeigt, Infotafeln zur Anlage vorgestellt und eine Fotoausstellung der lokalen Künstlerin Christine Müller gezeigt. Der Tag wurde von den ca. 130 Teilnehmern durchweg positiv aufgenommen und eine weitere Veranstaltung dieser Art ist geplant.
Bericht: Andre Abrath

Birte Haker

Birte Haker

Arbeitskreisleiterin

Dipl.-Ing. Oliver Harten

Arbeitskreisleiter

Der Arbeitskreis soll ein Forum zum fachlichen Austausch von Aktiven und Interessierten in dieser Branche sein. Um diesen Austausch zu ermöglichen werden Vorträge zu aktuellen Themen aus Entwicklung, Forschung und Fertigung, sowie dem Betrieb von Luft- und Raumfahrtgeräten organisiert und angeboten. Es sollen Wissen und die Erfahrung von Spezialisten an ein interessiertes Publikum anschaulich vermittelt werden.

Weiterhin wird ein monatlicher Stammtisch angeboten, an dem in entspannter Atmosphäre interessante Diskussion geführt werden können. Außerdem werden Exkursionen geplant.
Die Veranstaltungen finden statt in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt Liliental-Oberth e.V. (DGLR), Bezirksgruppe Bremen.

Preisverleihung des Kreativwettbewerbs Faszination Raumfahrt für Schülerinnen und Schüler

Was kann man im All alles machen?

Am Freitag, den 7. Dezember 2018, fand am Nachmittag bei Airbus in Bremen die Preisverleihung des VDI-Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler zum Thema „Faszination Raumfahrt“ statt.
Die Teilnehmenden hatte zahlreiche Beiträge eingereicht zur Beantwortung der Frage, was sie sich vorstellen können, was man im All in Zukunft alles machen könne. Unter den Gewinnerbeiträgen waren dann z.B. ein phantastisches Kochbuch mit Weltraum-Rezepten und ein Video mit der Darstellung von Weltraum-Sportarten.
Vorab gab es den Vortrag eines Experten, der das Leben im All jetzt schon kennen gelernt hat: Astronaut Thomas Reiter erzählte für die großen und kleinen Fans der Raumfahrt von seinen Erfahrungen im All in der Raumstation ISS. Wie lebt man in der Schwerelosigkeit, wie kann man dort schlafen, essen, fit bleiben? Mit Bildern aus der Station und aus dem Weltraum und auch von den alltäglichen Lebensumständen präsentierte der Raumfahrer anschaulich seine Arbeit als Astronaut in den bemannten Expeditionen. Unfassbar, dass man in der Raumstation ISS alle 90 Minuten einen Sonnenaufgang- und -untergang zu sehen bekommt. Logisch, dass man das Essen aus den Konserven ganz vorsichtig auslöffeln muss, weil es dem Hungrigen sonst im wahrsten Sinnen des Wortes um die Ohren fliegt. Im Anschluss an den Vortrag konnte das Modell der ISS auf dem Gelände von Airbus besichtigt werden. Birte Haker vom VDI Arbeitskreis Luft- und Raumfahrttechnik freute sich sehr über das große Interesse der Kinder und Jugendlichen: „Wir haben gesehen und gehört, wohin die Technik uns bringen kann. Und wir hoffen, dass die Jungen und Mädchen Lust darauf bekommen, als Ingenieurinnen und Ingenieure in Zukunft dabei mit zu gestalten.“

Bericht: Anja Riemer