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Mitgliederversammlung 2019 Verein Deutscher Ingenieure

Neues vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) – Bezirksverein Schwarzwald . Der seit Januar 2019 neu amtierende Vorsitzende Frank Gerlach leitete erstmals die gut besuchte Mitgliederversammlung am Samstag 11. Mai im Kultur + Bürgerhaus Delcanto

in Denzlingen. Neu gewählt wurde Heiner Bauer als stellvertretender Vorsitzender Vielfältige Aktivitäten bei Veranstaltungen, Exkursionen und Vorträgen vorgestellt  

FREIBURG. Die Ingenieure des VDI Bezirksvereins Schwarzwald haben in der Mitgliederversammlung im Kultur + Bürgerhaus Delcanto in Denzlingen Heiner Bauer aus Lörrach zum Stellvertreter  von Frank Gerlach gewählt. Vorsitzender Frank Gerlach, zugleich Siemensniederlassungsleiter in Freiburg legte seinen ersten  Tätigkeitsbericht den Mitgliedern vor. Die derzeitige Mitgliederzahl im Bezirksverein ist leicht rückläufig und liegt derzeit  bei rund 3000 Mitgliedern. “Der VDI sieht sich als Denkfabrik der Technik, ist bestens vernetzt “, und setze Standards . sagte der Vorsitzende mit Blick auf die gut besuchte Veranstaltung.  Auch die Bilanz der vergangenen Veranstaltungen konnte sich sehen lassen: 91 Veranstaltungen wurden auf Initiative des VDI-Bezirksvereins Schwarzwald gemeinsam mit den Arbeitskreisen und Bezirksgruppen durchgeführt.  Besonders erwähnenswert sind dabei  die Großveranstaltungen, wie Regio Career mit 31 Top Firmen unter der Schirmherrschaft von der Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer , die  Science-Days im Europa Park, die Förderpreisverleihungen sowie die Foren an der Hochschule in Offenburg und Furtwangen.  Gerlach  zeigte im Rückblick auf, dass auch die Exkursionen von den VDI-Mitgliedern gut angenommen worden seien. So die Jahresreise zum Brenner, mit einem der zukünftig längsten Eisenbahntunnels Europas mit anschließender Kraftwerksbesichtigung oder auch .der Besuch des VDI Freundeskreises Italia in Mailand zum 50 jährigen Bestehen. Im Fokus stand auch  die jüngste Zielgruppe, welche man schon sehr früh mit den VDIni Clubs an technischje Themen heranführen möchte. “Der VDI hat viel bewegt“, auch im überregionalem Trendforum , welches in der “Firma Herrenknecht zum Thema „Digitalisierung im Tunnelbau “ durchgeführt wurde.  Der anschließend aufgezeigte  Kassenbericht von Schatzmeister Dieter Schlegel, zeigte einen ausgeglichenen Haushalt auf. Zu erwähnen sind natürlich auch die Förderpreisträger der Hochschulen aus der Region, welche mit  innovativen und teils einmaligen Entwicklungen glänzten: So Benedikt Hierholzer von der Hochschule Lörrach. Er trug zur Planung einer getakteten Fließmontage in der Firma Zahoransky vor . Als Dank für besondere Verdienste im Ehrenamt wurde Wolfram Hill die Ehrenplakette des VDI verliehen.  Eine Vielzahl von Ehrungen bis hin zur 60 jährigen Mitgliedschaft  standen ebenfalls im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung.

Der Festvortrag wurde von Thomas Terhorst , dem neuen Leiter für Regionen und Netzwerke aus Düsseldorf gehalten. Er ging auf das Leitbild und auf die  vielfältigen  Netzwerke des VDI ein.  Uns verbindet Technik. Wir wollen die Welt von morgen positiv verändern, wir wollen Problemlöser und nicht Verhinderer sein. Wir übernehmen Verantwortung für die Gesellschaft als Sprecher der  Ingenieure und sind anerkannter Technik Ratgeber. Wir gestalten die Zukunft mit unseren derzeitigen Fokusthemen wie Künstliche Intelligenz, Autonome Systeme, Zirkuläre Wertschöpfung und Ingenieur Ausbildung , so der Referent.  Wir setzen auch auf persönliche Erlebnisse und Treffen , , denn diese lassen sich nicht downloaden.

Wahlen: Stellvertretender Vorsitzender :  Heiner Bauer

2. VDI Trendforum 2019 Baden-Württemberg

Fünf Abende - fünf Bezirksvereine - eine Konferenz

 

Der VDI-Landesverband plant die zweite Veranstaltungsreihe, die sich im jährlichen Rhythmus mit einem aktuellen Thema aus der Welt der Ingenieurinnen und Ingenieure beschäftigt.  Die Veranstaltungen werden zusammen mit und in den Räumen von fünf gastgebenden Unternehmen durchgeführt.

 

                                        Gesamtthema der Veranstaltungsreihe 2019:

                                                              Autonome Systeme

Als Frau in der Männerdomäne - Kamingespräch

Pressemeldung vom 08.05.2019

Vier Ingenieurinnen stellten sich am 08. Mai 2019 den Fragen der Studentinnen der Uni und der Hochschule Konstanz. Ihre Erfahrungen in einem männlich geprägten beruflichen Umfeld, mit der Vereinbarkeit von Beruf und Karriere und die Bedeutung von Netzwerken wurden beleuchtet.

 

13 Studentinnen sind der Einladung zum Kamingespräch von Gudrun Damm und Roxane Soergel gefolgt. Die beiden koordinieren das gemeinsame Mentoringprogramm von Uni und Hochschule, in dem über 300 Mentorinnen aus verschiedenen Fachrichtungen den Studentinnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das Kamingespräch ist eines der verschiedenen Formate des Programms, bei dem die Studentinnen in kleinen Gruppen direkt ihre Fragen an die Ingenieurinnen richten können.

 

Die jungen Frauen sind positiv überrascht, wie spannend und unterschiedlich die Karrierewege der Ingenieurinnen aussehen, die sie heute kennenlernen durften. „Ich gehe mit einem total positiven Gefühl nach Hause“, sagt Luisa Neuburger, Studentin im Bauingenieurwesen. „Jetzt weiß ich, dass es durchaus auch Vorteile hat, als Frau in einer Männerdomäne zu arbeiten.“ Die Ingenieurinnen hatten aus unterschiedlichen Perspektiven berichtet, wie sie oft trotz anfänglicher Vorbehalte von Kollegen und Mitarbeitern nach kurzer Zeit Vertrauen gewinnen und mit Einfühlungsvermögen und Sachverstand anstehende Änderungen vermitteln und Herausforderungen meistern konnten.

 

Unterschiedliche Berufe, Lebenswege und Lebensphasen

Die Geodätin Dr. Stefanie Schulte-Hinsken hat nach langer Karriere in der Industrie den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und bietet nun Beratung und Trainings zu Themen rund um Qualitäts-management, Prozess- und Projektmanagement, Führung und Kommunikation an.

Annelise Scherer Farina ist Elektrotechnikerin mit deutsch-brasilianischem Doppeldiplom, arbeitet beim Verteilnetzbetreiber Badenova in Freiburg und steht noch ganz am Anfang ihrer Berufslaufbahn.

Automatisierungs- und Industrie-4.0-Spezialistin Petra Itter ist bei der Maschinenbau-Firma Breyer in Singen tätig. Das jüngste von drei Kindern geht noch zur Schule. Nebenberuflich engagiert sie sich im Mentoringprogramm in Konstanz und im Netzwerk der „Frauen im Ingenieurberuf“ des VDI.

Worke Woldesemayat ist Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieurin und hat langjährige Erfahrung im Anlagenbau sowie der Antriebs- und Installationstechnik. Sie ist Mutter von vier schulpflichtigen Kindern und arbeitet derzeit an ihrer Dissertation.

„Ich bin positiv überrascht, wie offen und direkt die Ingenieurinnen unsere Fragen beantwortet haben“, kommentiert Studentin Lisa Nern den gelungenen Abend.

 

Generationsübergreifender Austausch in beide Richtungen

Stefanie Schulte-Hinsken ist schon lange als Mentorin in Konstanz dabei. Sie schlug die Brücke zum Arbeitskreis „Frauen im Ingenieurberuf“ des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), aus dem die Gesprächspartnerinnen gewonnen werden konnten. Denn Frauen aus technischen Berufen sind rar und manchmal schwer zu finden. „Ich bin begeistert von diesem Austausch und finde es sehr interessant, wie die jungen Frauen ihr Leben anpacken. Die Bereicherung durch so einen Netzwerkabend geht in beide Richtungen“, stellt Stefanie Schulte-Hinsken zum Abschluss fest.

 

Die „Frauen im Ingenieurberuf“ Schwarzwald, Bodensee, Schweiz treffen sich regelmäßig zu abendlichen Stammtischen, sie organisieren gemeinsame Betriebsbesichtigungen oder Vorträge. (Kontakt unter katharina.buss@hs-furtwangen.de)