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Arbeitskreis Frauen im Ingenieurberuf (FIB)

Zu den Veranstaltungen des Netzwerkes FIB

Der Bereich "Frauen im Ingenieurberuf FIB" vertritt im größten technisch-wissenschaftlichen Verein Europas, dem Verein Deutscher Ingenieure, VDI, die Interessen von Ingenieurinnen und Studentinnen der Ingenieurwissenschaften. 

Ziele des Arbeitskreises:

  • Technik-Akzeptanz bei Frauen und Männern erhöhen - das bedeutet mehr Studierende für technisch-naturwissenschaftliche Fächer zu begeistern und den Frauenanteil zu steigern. 
  • Technik gestalten: nach Einfluß streben, um verantwortlich und verantwortungsvoll technische Entwicklungen zu steuern, 
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf forcieren - Kinder und Berufstätigkeit dürfen kein Widerspruch sein. FIB will fortschrittliche Lösungen aufzeigen. 
  • Erfahrungsaustausch von und mit Frauen: Bundesweite Treffen und regionaler Erfahrungsaustausch von und mit Frauen veranstalten. 
  • Ingenieurinnen nicht nur in Deutschland vernetzen, sondern auch die Kontakte im Ausland ausbauen. 
  • Weiterbildung fachlich und persönlich
  • Vertretung der Ingenieurinnen in Politik und Gesellschaft. 
  • Mädchen für Technik interessieren. 


Wir sind an Kooperationen mit Institutionen, Unternehmen, Hochschulen und anderen Netzwerken immer interessiert. Sprechen Sie uns an! 

Das Netzwerk "AK Frauen im Ingenieurberuf"

Das Netzwerk Frauen im Ingenieurberuf im VDI zählt ca. 11.000 Mitglieder. Es vertritt die Interessen der Ingenieurinnen in der Öffentlichkeit und bindet dabei Entscheidungsträgerinnen und –träger aus Beruf und Gesellschaft mit ein. Das Netzwerk gibt es seit 1965; es ging aus einem Ausschuss "Frauen im Ingenieurberuf" hervor, der damals in Würzburg auf einer Sitzung der damaligen VDI-Hauptgruppe Beruf- und Standesfragen tagte. Eine der Gründerinnen ist Jutta Saatweber. Im Dezember 2017 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz. Heute gibt es deutschlandweit 36 Arbeitskreise; der Berliner Arbeitskreis ist seit den 80er Jahren aktiv. Auslöser war der von vielen Ingenieurinnen formulierte Wunsch nach mehr Austausch mit Kolleginnen, der in einem männerdominierten Berufsumfeld oft fehlt. Der Arbeitskreis organisiert Exkursionen in Technologieunternehmen, Podiumsdiskussionen und Fachvorträge. Die Themen sind disziplinenübergreifend, reichen von der "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" über "Selbstmarketing" und "weibliche Führungsstile" bis hin zu technologischen Innovationen und Trends, sowie deren Folgen für die Gesellschaft. Bei allen Veranstaltungen des Arbeitskreises sind auch Männer willkommen. Ein Highlight in Berlin war für uns im Jahr 2016 der 17. VDI-Kongress "Frauen im Ingenieurberuf" zum Thema "Innovation und Nachhaligkeit". An zwei Tagen kamen in Berlin über 200 Frauen aus dem gesamten Bundesgebiet zu Workshops, Fachvorträgen und zum Netzwerken zusammen. 2018 fand der 18. VDI-Kongress "Frauen im Ingenieurberuf" am 8. und 9. Juni in Frankfurt statt. 

Mehr zum bundesweiten Netzwerk "Frauen im Ingenieurberuf" erfahren Sie zentral unter: https://www.vdi.de/aktivitaeten/netzwerke/frauen-im-ingenieurberuf

Zu den Veranstaltungen des Netzwerkes FIB

Claudia Wünsch, M.Eng. privat
Ihre Ansprechpartnerin

Claudia Wünsch, M.Eng.

Arbeitskreisleiterin

Interview mit Claudia Wünsch

Claudia Wünsch ist in Berlin aufgewachsen. Der Ausbildung zur Bürokauffrau folgte ein Studium als Betriebswirtin und ein Studium Veranstaltungstechnik und -management (M. Eng.) an der heutigen Beuth Hochschule für Technik. Sie ist seit 2011 beruflich in den Bereichen Corporate Events, Messen und Ausstellungen und digitale Kommunikation für verschiedene Agenturen tätig. Seit 2014 ist Claudia Wünsch Mitglied im Verein Deutscher Ingenieure und seit 2019 in der Leitung des Netzwerkes Frauen im Ingenieurberuf (FIB) des Bezirksvereins Berlin-Brandenburg. Als eines der jüngsten Mitglieder einer Arbeitskreisleitung gab Sie uns dieses interessante Interview.

Was war entscheidend bei der Wahl Ihrer Ausbildung/Ihres Studiums und damit Ihres Berufes?
Da ich ein großes Interesse an Lichttechnik und Lichtdesign habe, sah ich mich ursprünglich in der Forschung und Entwicklung. Meine Masterthesis drehte sich um OLED-Technologie im urbanen Raum. Im Laufe des Studiums kristallisierte sich allerdings immer stärker heraus, dass meine Fähigkeiten stärker im Bereich der Planung und Organisation liegen.

Wie erinnern Sie Ihre erste Begegnung mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI)? Was waren damals Ihre stärksten ersten Eindrücke vom VDI?
Meine Dozentin an der Beuth Hochschule, Anna Biermann, die heute beim Deutschen Frauenrat tätig ist, hat mich auf die Existenz des VDI aufmerksam gemacht. Da ich mit meinem Master-Thema beim VDI-Wettbewerb „Mensch und Technik“ mitgemacht hatte, konnte ich ein Jahr als „Mitglied auf Probe“ reinschnuppern. Und das hat sich bis zur Arbeitskreisleitung bei den FIB entwickelt.

Was ist der VDI für Sie? Was sollte er sein?
Für mich ist der VDI ein Verein der Innovation fördert und ein gutes und aktives Netzwerk bietet. Er sollte sich stärker darum bemühen, jüngere Mitglieder zu gewinnen. Beispielsweise gibt es auf der Hannover Messe jährlich eine Standparty, wo viele Studenten sind. Dieses Konzept finde ich super, Ähnliches sollte öfter stattfinden.

Was bringen Sie ihrerseits in den VDI (BV BB) ein? Was wollen Sie bewegen?
Ich bin seit Anfang 2019 als Arbeitskreisleiterin tätig und versuche gemeinsam mit Anna Biermann und Antoinette Beckert spannende Veranstaltungsformate zu entwickeln und so Frauen ein stärkeres Gewicht im Verein zu geben. Mittels Vorträgen, Führungen und weiteren Formaten wie Unternehmensbesichtigungen versuchen wir die Verbindung von „Frau und Technik“ zu stärken.

Was finden Sie reizvoll an der Arbeit in einer Arbeitskreisleitung? Was macht weniger Spaß?
Es macht mir wahnsinnig viel Spaß, neue Formate zu entwickeln und umzusetzen. Dass ich das gemeinsam mit anderen tollen Frauen tun kann, macht es natürlich umso schöner. Wenn dann noch die internen Abstimmungen reibungsloser klappen würde, gäbe es fast nichts mehr anzumerken.

Können Sie Ihr Engagement im VDI mit Ihrer beruflichen Tätigkeit verbinden? Gibt es Synergien?
Meine Expertise und Erfahrungen helfen mir bei meinen Aufgaben im VDI. Ob allgemein oder ganz konkret, zum Beispiel wenn es um Kontakte zu Locations oder Referenten geht. Umgekehrt ist bei vielen Fragen das VDI-Netzwerk Gold wert auch in der beruflichen Praxis.

Welche Themen und Projekte wollen Sie demnächst in Ihre VDI-Arbeit einbringen?
Ich möchte andere Frauen bei ihrem Karriereweg unterstützen, besonders bei den Themen Gründung und Nachhaltigkeit. Da sehe ich durchaus noch Nachholbedarf.

Meinen Sie, dass der VDI als größter technischer Verein Deutschland die aktuell wichtigsten und gesellschaftlich relevanten Themen mit Technikbezug in geeigneter Weise aufgreift und verfolgt?
Mehr ist immer besser... Vor allem wenn es um die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz geht.
Die neuen Fokus-Themen wie „Zirkuläre Wertschöpfung“ und „Energie und Umwelt: das 1,5-Grad-Ziel“ zeigen allerdings, dass die Probleme erkannt wurden und der VDI ihre Lösung befördert.

Was würden Sie anderen Ingenieur*innen raten, die sich für den VDI interessieren?
Einfach mitmachen und sich vernetzen auf unseren Veranstaltungen. Und sich dann vielleicht auch für die Leitung eines Arbeitskreises bewerben.

Vielen Dank!

(Juni 2020)

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Presse-Kontakt:

Michael Diehl
VDI Bezirksverein Berlin-Brandenburg e.V.,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
diehl@ vdi-bb.de, Tel: 0172 / 3913461
 

Ana Remis
Arbeitskreisleitung

Ana Remis

Jenny Dawon
Arbeitskreisleitung

Jenny Dawon

Mehr zu unserem Netzwerk und unseren Aufgaben in Berlin-Brandenburg in der IHK Zeitschrift 2018 https://www.vdi.de/fileadmin/vdi_de/redakteur/bg-bilder/fib/Arbeitskreise/201806_BV_BB_IHK_Berliner_Wirtschaft_Ausgabe_Mai_5_2018.pdf
BERLINER WIRTSCHAFT 05/2018

Werden Sie Mitglied in unserem FIB-Netzwerk! SEID DABEI!

Schnuppern Sie gerne bei unseren u.g. Veranstaltungen vorbei und bringen Sie gerne immer eine Kollegin oder Freundin mit! Wir freuen uns auf den Austausch. Der Arbeitskreise ist auch für angehende Ingenieurinnen offen. Liebe Studentinnen kommt gerne vorbei. Wir wollen ein breites Netzwerk der Generationen sein von 18-98 Jahren.

Hinweis für die männlichen Besucher: Das Netzwerk ist selbstverständlich auch immer für Ingenieure offen. Sollten wir eine Veranstaltung nur für Frauen ausrichten, ist dies explizit angegeben. Kommen Sie also gerne vorbei und tauschen Sie sich mit uns über ihre beruflichen Erfahrungen und mit ihren Ideen aus. Wir freuen uns!