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Wie wir die Segel gesetzt haben

Mit dem 14-Footer in Blau kann es losgehen!

Dank an den Spender!

Wer an einer Regatta mit einem selbstgebauten Boot teilnehmen möchte, muss nicht nur konstruieren und bauen können, sondern sollte auch gut segeln können.

Seit Ende September sind wir mit dem neu erstandenen Trainingsboot diesem Ziel ein gutes Stück näher gekommen und können die Zeit bis zu unserem selbstgebauten Boot überbrücken.

Damit das Regatta-Team und alle Studierenden im Projekt Sail.Ing OWL schon jetzt trainieren können, wurde ein 14-Footer über ein Mitglied des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) beschafft und dem Projekt zur Verfügung gestellt und bereits übergeben. Stellvertretend für das gesamte Team hat die Gruppe von der TH-OWL („hull“) das Boot in Augenschein genommen (Bild) und brennt darauf es auszuprobieren.

Wir wünschen allen Teilnehmern eine Hand breit Wasser unter dem Kiel und viel Erfolg bei den Konstruktionen, Verbesserungen und natürlich der Regatta. Um auch hier den Gedanken der Nachhaltigkeit und Circular Economy im Auge zu behalten, werden alle Teile des Trainingsbootes nach der Trainingsphase ihren Eingang in zukünftige Boote finden.

Segelevent am Steinhuder Meer

Skiff-Segeln und mehr - sail.Ing OWL in Aktion

Das erste Segel-Event am 7. Mai am Lippe See hat allen Beteiligten Spaß gemacht, ob erfahren im Segeln oder nicht, das spielte keine Rolle.

Jetzt folgt das zweite Segel-Event am Steinhuder Meer am Samstag, den 21. Mai 2022

Wer einmal sehen möchte, wie sich so ein Skiff auf dem Wasser verhält, kann das hier erleben. Dazu steht uns das in Lemgo gezeigte Vorjahres-Schiff zur Verfügung und Adrian Riegel kann kurze Probetörns in Begleitung anbieten. Wer mitmachen möchte und einen eigenen Trockenanzug oder zumindest einen Neopren-Anzug hat, darf den gerne mitbringen.   Wer einfach nur einmal das Segeln kennenlernen möchte, kann auf einer 23 Fuß-Yacht mitfahren und das Gleiten mit dem Skiff vom Wasser aus betrachten.

Treffpunkt: 21. Mai 2022 ab 10 Uhr, Landes-Kanu-Verband Niedersachsen e.V., DKV-Weg 19, 31535 Neustadt OT Mardorf, Nordufer Steinhuder Meer

Anmeldung: https://www.vdi.de/veranstaltungen/detail/skiff-segeln-am-steinhuder-meer

 

Hochschulen und Ingenieure auf Kurs 1,5 Grad

Auftaktveranstaltung an der TH OWL belegt notwendigen Kurswechsel.

Lemgo. „Wir haben noch sieben Jahre, um die Hälfte unseres CO2-Fußabdrucks zu halbieren.“ Mit dieser klaren Botschaft machte Professor Dr. Ing. Adrian Riegel während der Auftaktveranstaltung des sail.Ing-Projektes OWL deutlich, wie wenig Zeit uns noch bleibt, die Weltklimaziele zu erreichen. Die Veranstaltung fand am Mittwoch im Audimax der Technischen Hochschule in Lemgo statt. „Da muss man schon genau überlegen, was man künftig noch macht und was nicht. Ich sage: Fleisch weg, Segeln bleibt“, so der Professor.

Damit war die Windrichtung für die Auftaktveranstaltung des sail.Ing OWL-Projektes klar. In dessen Rahmen soll ein Segelboot aus nachhaltigen Werkstoffen gebaut werden, das sich als Hochleistungsboot international messen lassen kann.

„Unser interdisziplinäres Projekt sowie die Teilnahme am 1001 Vela Cup 2023 in Italien werden einen Paradigmenwechsel in der Projektarbeit einläuten“, ist sich Professor Riegel sicher. „Wir müssen unsere alten Tugenden wiederentdecken und an die Möglichkeiten der neuen Technologien andocken, dann schaffen wir das auch“, ermunterte er das aus Studierenden, VDI- und Unternehmensvertretern bestehende Publikum. Riegel lehrt Holzbearbeitungsmaschinen und –technologien an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

Professor Dr. Jürgen Krahl, Präsident der TH OWL, freut sich auf das Projekt, weil es genau in die Lehrphilosophie der Technischen Hochschule passe. „Wir verbinden bei diesem Projekt das, was die Menschen im Alltag benötigen mit moderner Technik. Kurz: Angewandte Wissenschaften und gelebte Nachhaltigkeit. Beides liegt uns am Herzen und beides macht die TH OWL aus.“

Auf einen Innovations- und Motivationsschub innerhalb der Region durch das Projekt hofft auch Professorin Dr. Merijam Gotzes, Vorsitzende des VDI OWL „Wir haben ja schon bei den bisherigen Projekten mit Professor Riegel kooperiert. Bei diesem ehrgeizigen Projekt entstand nun die Idee, das Projekt weiter zu öffnen. Schließlich haben wir in OWL alles, was man für innovative Ansätze beim Bootsbau braucht: Hochschulen, Unternehmen und Werften“, so die Professorin für Informatik und Computervisualistik an der Hochschule Hamm-Lippstadt. Die Verbindung von Konstruktionsmethodik, Werkstofftechnik, Informatik, Stromungstechnik, Medizin, Sicherheit, Meteorologie, Logistik und Kommunikation erschließe neues Wissen in allen Disziplinen.

Damit sind für das Projekt allerdings auch besondere Fähigkeiten bei denjenigen Studierenden gefragt, die mitwirken wollen. Sie wurden von den Holztechnik-Masterstudenten Michael Vogt und Justus Doerfert (TH OWL) vorgestellt. „Es geht in diesem Projekt um interdisziplinäres Weiterbilden: jeder Fachbereich hat ja einen eigenen Blick auf das gleiche Problem. Deshalb ist es wichtig, dass diejenigen, die an dem Projekt mitwirken, offen für Neues sind, eigene Ideen einbringen und den Mut zu Veränderungen haben“, so Michael Vogt. Zuvor hatte Justus Doerfert den Zuschauern erläutert, wie er gemeinsam mit anderen Studierenden auf die Idee des interdisziplinären, gemeinsamen Studierens gekommen ist.

Studierende der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, der Hochschule für Musik Detmold, der Fachhochschule Bielefeld, der Hochschule Hamm-Lippstadt, der Universität Bielefeld und der Universität Paderborn können am Projekt sail.Ing OWL teilnehmen.

Als Botschafter der Kampagne haben die Macher des Projektes den 19-jährigen Bad Salzufler Einhand-Profisegler Melwin Fink gewinnen können. Obwohl er erst in der vergangenen Woche sein neues Boot durch einen Mastbruch verloren hatte, ließ er es sich nicht nehmen, im Audimax mit einem lebhaften Foto- und Videovortrag von seinem unverhofften Triumph mit der Sign for Com der Serie 920 beim Mini Transat Cup 2021. Dort belegte Fink bei seiner ersten Teilnahme an der Atlantik-Überquerung nach einem für ihn dramatischen Rennen den dritten Platz.

Foto: Vor dem Modell des bisher letzten konstruierten Holzbootes: Michael Vogt, Justus Doerfert (Holztechnikstudenten der TH OWL), Professorin Merijam Gotzes, Vorsitzende des VDI OWL, Professor Dr. Ing. Adrian Riegel von der TÄH OWL und Einhand-Profisegler Melvin Fink als Projektbotschafter (v.l.) - Sie erhoffen sich mit der sail.Ing OWL einen Innovationsschub in der Projektarbeit der Hochschulen und für die Region OWL.

Pressemitteilung der Technischen Hochschule OWL - Hier als Download!

 

Was bringst du mit? Und wie geht es weiter?

Wir suchen für das Projekt also keine Profis im Bootsbau oder erfahrende Regattasegler (auch wenn es sicher nicht schadet), sondern vor allem Leute mit eigenen Ideen und Einsatzbereitschaft. Das Projekt ist kein Kurs mit vorgegebenen Inhalten, die von einem Dozenten präsentiert werden und einer anschließenden Teilnahmebescheinigung. Es soll dynamisch sein und von den Teilnehmern selbst gestaltet werden. Deswegen sind fachbereichsübergreifendes Interesse und der Mut zur Veränderung, also das Entdecken und Beschreiten neuer Wege, Kernpunkte der Teilnahme.

Das Projekt wird zunächst von der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe als Initiator, im Besonderen durch Prof. Dr.-Ing Adrian Riegel, koordiniert. Die Organisation soll Hochschulübergreifend von verschiedenen studentischen Projektteams übernommen werden, welche jeweils Teilaufgaben bearbeiten. Angedacht ist auch das Angebot von Abschlussarbeiten im Rahmen des Projektes. Eingerahmt wird das Ganze durch gemeinsame Aktivitäten wie Workshops und Segel(übungs-)tagen aller Teilnehmer. Am Ende steht selbstverständlich der Bau des Bootes und die Teilnahme am 1001VelaCup in Italien 2023. Begleitet und unterstützt wird das Projekt durch den VDI OWL und weitere Sponsoren.

Wer mitmachen will oder noch Fragen hat, kann sich gerne melden bei mir melden:  Michael Vogt: michael.vogt@stud.th-owl.de oder bei Prof. Dr.-Ing Adrian Riegel: adrian.riegel@th-owl.de.

sail.Ing OWL auf Kurs 1,5 Grad

Der Umbau unserer Industriegesellschaft zur Nachhaltigkeit ist eine Herausforderung.

Wir wollen die Angebote der Natur mit technischen Innovationen erschließen, ohne den Planeten zu schädigen.

Hochleistungssegelsport begeistert Menschen mit genau dieser Kombination.

Im Segelsport versammeln sich weltweit begeisterte Segler:innen, Konstrukteur:innen, Unternehmen und gesellschaftliche Initiativen, um mit dem Wind richtig voranzukommen. Hier bestehen die Herausforderungen, die nötigen Hochleistungswerkstoffe so zu gestalten, dass sie den modernen Anforderungen an den Carbon Footprint, Recyclingfähigkeit und Schadstofffreiheit gerecht werden.

Eine große, junge und engagierte Community auch in OWL brennt darauf, sich hier zu engagieren. Sie wollen ihre Ideen zusammen mit Unternehmen, Hochschulen und der gesellschaftlich breit aufgestellten Segler-Community mit Rückenwind realisieren.

Die Verbindung von Konstruktionsmethodik, Werkstofftechnik, Informatik, Strömungstechnik, Medizin, Sicherheit, Meteorologie, Logistik und Kommunikation erschließt neues Wissen in allen Disziplinen.

Die Akteure bringen modernes Umsetzungsknowhow, Innovationsmanagement durch international vernetzte Arbeitswelten und die Zusammenführung unterschiedlichster Milieus mit.

Ein Zukunftsprojekt, das fachlich und gesellschaftlich weit über den Segelsport hinauswirkt.Ostwestfalen-Lippe entwickelt sich zum Player in diesem Gewässer: Nicht nur zahlreiche Unternehmen sind hier als Komponentenentwickler, Zulieferer oder Dienstleister aktiv, auch anden Hochschulen begeistern sich die jungen Leute für die Sache: