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sail.Ing OWL auf Kurs 1,5 Grad

Trainingswoche am Steinhuder Meer - 17.07.2022 - 21.07.2022

Unterbringung: eigene Zelte (Zelte auch ausleihbar bei Prof. Dr. Riegel), Zeltplatz Walter-Künne-Heim LKV-NDS

Kosten (Unterbringung Segelverein): Standplatz für Zelt (2 Erwachsene) 14€ (inkl. Strom & Parkplatz)
(Ab 4 Übernachtungen 10% Rabatt -> 12,60€ pro Zelt)

Verpflegung: Selbstverpflegung (Vorschlag: gemeinsames Kochen auf Campingkochern, Grillen, Essen holen/gehen)

Inhalte:

  • Viel gemeinsam Segeln
  • Am Projekt arbeiten
  • Theoriekurs Segeln / Hydro- und Aerodynamik (aufs Projekt bezogen)
  • Morgens Joggen/Laufen oder Schwimmen
  • Sich kennenlernen, Grillen und Chillen

Typischer Tagesablauf:

08:00    Jogging
09:00    Frühstück
10:00    Theorie
10:30    Aufriggen
11:00    Segeln
13:00    Mittagessen
14:00    Theorie
14:30    Segeln
17:30    Abriggen, Boote reparieren
19:00    Abendessen
20:00    bei Bedarf Theorie, Krafttraining, Balance

Spezielle Events/Anlässe:

  • Sonntag: Begrüßung, Aufbauen (Zelte, usw.),
  • Montag: Regelkunde (1001 VelaCup Reglement, generelle Regatta Regeln)
  • Dienstag/Mittwoch: spezielles Teambuilding Event/Spiel)
  • Donnerstag: Verabschiedung, Abbauen

Material:

Boote: RS800, (ggf. Tagliato, Varianta „Mia“, Prof. Dr. Riegels Eigenbau „CatKit“, „OWL“, Riegels C2-Renn-Canadier)

Neoprenanzüge: selbst mitbringen, wenn möglich. Ausleihe möglich

Schwimmwesten: selbst mitbringen, wenn möglich. Ausleihe möglich

Zur Anmeldung

Kein guter Student sein, sondern ein guter Ingenieur werden - Warum ich mich am Boots-Bau-Projekt beteilige

Interdisziplinär und in Kooperation mit Studierenden aus ganz OWL und Lippstadt

Als ich mir nun selbst die Frage stellte warum ich an einem der wieder neu aufgelegten Projekte, die selbstverständlich eine Zusatzbelastung darstellen, teilnehmen sollte kam ich für mich persönlich zu der Erkenntnis, dass ich mein Studium nicht begonnen habe, um danach ein besonders guter Student zu sein, sondern um im Anschluss ein guter Ingenieur zu werden.

Auch wenn mir hier wahrscheinlich so mancher Angehöriger des Hochschulsystems widersprechen würde, bereitet der Lehrplan in Ingenieurstudiengängen Studenten leider wenig auf die tatsächlich in der Praxis auftretenden Anforderungen, die über das technische Fachwissen hinausgehen, vor. Es fehlt also noch etwas, um mehr aus dem Studium zu holen als sich nur „mit dem Wind im Rücken“ treiben zu lassen.

Was bringt also nun das Projekt sail.Ing mit, was nicht auf dem Lehrplan steht? Der Bau und die Nutzung eines Segelbootes vereinen in der Komplexität der Konstruktion und den hohen Anforderungen im späteren Einsatz eine große Bandbreite verschiedenster Ingenieursdisziplinen. Nun wollen wir aber sicherlich nicht alle Bootsbauer, -konstrukteure oder Profisegler werden, dennoch verbirgt sich hinter diesem speziellen Projekt eine Fülle an Themen die unabhängig vom Studiengang eine Bereicherung für jeden jungen Menschen darstellen.

Das Wachsen an Herausforderungen außerhalb geschützter Hörsäle, nämlich das Lösen echter Probleme, das Treffen von Entscheidungen und das Übernehmen von Verantwortung bilden sicherlich einen großen Teil dieses Projektes. Das Boot wird schließlich nicht nur theoretisch nach Tabellenwerken entworfen und konstruiert, sondern wirklich gebaut und beim späteren Segeln auf Biegen und Brechen ausgetestet.

Interdisziplinäres Weiterbilden und das Blicken über den eigenen Tellerrand sind bei einem so komplexen Gebilde wie einem regattatauglichen Segelboot unerlässlich. Gerade deshalb ist das Mitmachen an diesem Projekt nicht nur für Holztechniker oder Schiffsbauer interessant, sondern es kann aus nahezu allen Fachbereichen betrachtet und optimiert werden. Ganz besonders steht auch das ständige mitdenken der Nachhaltigkeit im Zentrum des sail.Ing Projektes. Ein Punkt der in meinen Augen ohnehin von KEINER Disziplin im 21. Jahrhundert mehr außer Acht gelassen werden darf! Und was würde sich hierfür besser eignen als die Kombination der nachwachsenden Ressource Holz und der nachhaltigen Energiequelle Wind.

Einen weiteren, besonders in Corona-Zeiten wichtigen, Punkt nimmt das Netzwerken ein. Das Projekt sail.Ing OWL ist nicht nur ein hochschulübergreifendes Projekt in der Region Ostwestfalen-Lippe für den regen Austausch von Studenten verschiedenster Fachbereiche, sondern auch noch in die gleichnamige, vom VDI OWL begleitete Kampagne eingebettet. So können sich junge Ingenieure mit den Erfahreneren des VDI austauschen und vernetzten. Darüber hinaus soll die Kampagne von diversen Vorträgen und Workshops begleitet werden.

Es geht also nicht allein um den Bau des Bootes, sondern vor allem um das gemeinsame Lösen von Problemstellungen im Team mit unterschiedlichsten studentischen Herangehensweisen und natürlich auch um das gemeinsame Segeln gehen und lernen.

Wir suchen für das Projekt also keine Profis im Bootsbau oder erfahrende Regattasegler (auch wenn es sicher nicht schadet), sondern vor allem Leute mit eigenen Ideen und Einsatzbereitschaft. Das Projekt ist kein Kurs mit vorgegebenen Inhalten, die von einem Dozenten präsentiert werden und einer anschließenden Teilnahmebescheinigung. Es soll dynamisch sein und von den Teilnehmern selbst gestaltet werden. Deswegen sind fachbereichsübergreifendes Interesse und der Mut zur Veränderung, also das Entdecken und Beschreiten neuer Wege, Kernpunkte der Teilnahme.

Hochschulen und Ingenieure auf Kurs 1,5 Grad

Auftaktveranstaltung an der TH OWL belegt notwendigen Kurswechsel.

Lemgo. „Wir haben noch sieben Jahre, um die Hälfte unseres CO2-Fußabdrucks zu halbieren.“ Mit dieser klaren Botschaft machte Professor Dr. Ing. Adrian Riegel während der Auftaktveranstaltung des sail.Ing-Projektes OWL deutlich, wie wenig Zeit uns noch bleibt, die Weltklimaziele zu erreichen. Die Veranstaltung fand am Mittwoch im Audimax der Technischen Hochschule in Lemgo statt. „Da muss man schon genau überlegen, was man künftig noch macht und was nicht. Ich sage: Fleisch weg, Segeln bleibt“, so der Professor.

Damit war die Windrichtung für die Auftaktveranstaltung des sail.Ing OWL-Projektes klar. In dessen Rahmen soll ein Segelboot aus nachhaltigen Werkstoffen gebaut werden, das sich als Hochleistungsboot international messen lassen kann.

„Unser interdisziplinäres Projekt sowie die Teilnahme am 1001 Vela Cup 2023 in Italien werden einen Paradigmenwechsel in der Projektarbeit einläuten“, ist sich Professor Riegel sicher. „Wir müssen unsere alten Tugenden wiederentdecken und an die Möglichkeiten der neuen Technologien andocken, dann schaffen wir das auch“, ermunterte er das aus Studierenden, VDI- und Unternehmensvertretern bestehende Publikum. Riegel lehrt Holzbearbeitungsmaschinen und –technologien an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

Professor Dr. Jürgen Krahl, Präsident der TH OWL, freut sich auf das Projekt, weil es genau in die Lehrphilosophie der Technischen Hochschule passe. „Wir verbinden bei diesem Projekt das, was die Menschen im Alltag benötigen mit moderner Technik. Kurz: Angewandte Wissenschaften und gelebte Nachhaltigkeit. Beides liegt uns am Herzen und beides macht die TH OWL aus.“

Auf einen Innovations- und Motivationsschub innerhalb der Region durch das Projekt hofft auch Professorin Dr. Merijam Gotzes, Vorsitzende des VDI OWL „Wir haben ja schon bei den bisherigen Projekten mit Professor Riegel kooperiert. Bei diesem ehrgeizigen Projekt entstand nun die Idee, das Projekt weiter zu öffnen. Schließlich haben wir in OWL alles, was man für innovative Ansätze beim Bootsbau braucht: Hochschulen, Unternehmen und Werften“, so die Professorin für Informatik und Computervisualistik an der Hochschule Hamm-Lippstadt. Die Verbindung von Konstruktionsmethodik, Werkstofftechnik, Informatik, Stromungstechnik, Medizin, Sicherheit, Meteorologie, Logistik und Kommunikation erschließe neues Wissen in allen Disziplinen.

Damit sind für das Projekt allerdings auch besondere Fähigkeiten bei denjenigen Studierenden gefragt, die mitwirken wollen. Sie wurden von den Holztechnik-Masterstudenten Michael Vogt und Justus Doerfert (TH OWL) vorgestellt. „Es geht in diesem Projekt um interdisziplinäres Weiterbilden: jeder Fachbereich hat ja einen eigenen Blick auf das gleiche Problem. Deshalb ist es wichtig, dass diejenigen, die an dem Projekt mitwirken, offen für Neues sind, eigene Ideen einbringen und den Mut zu Veränderungen haben“, so Michael Vogt. Zuvor hatte Justus Doerfert den Zuschauern erläutert, wie er gemeinsam mit anderen Studierenden auf die Idee des interdisziplinären, gemeinsamen Studierens gekommen ist.

Studierende der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, der Hochschule für Musik Detmold, der Fachhochschule Bielefeld, der Hochschule Hamm-Lippstadt, der Universität Bielefeld und der Universität Paderborn können am Projekt sail.Ing OWL teilnehmen.

Als Botschafter der Kampagne haben die Macher des Projektes den 19-jährigen Bad Salzufler Einhand-Profisegler Melwin Fink gewinnen können. Obwohl er erst in der vergangenen Woche sein neues Boot durch einen Mastbruch verloren hatte, ließ er es sich nicht nehmen, im Audimax mit einem lebhaften Foto- und Videovortrag von seinem unverhofften Triumph mit der Sign for Com der Serie 920 beim Mini Transat Cup 2021. Dort belegte Fink bei seiner ersten Teilnahme an der Atlantik-Überquerung nach einem für ihn dramatischen Rennen den dritten Platz.

Foto: Vor dem Modell des bisher letzten konstruierten Holzbootes: Michael Vogt, Justus Doerfert (Holztechnikstudenten der TH OWL), Professorin Merijam Gotzes, Vorsitzende des VDI OWL, Professor Dr. Ing. Adrian Riegel von der TÄH OWL und Einhand-Profisegler Melvin Fink als Projektbotschafter (v.l.) - Sie erhoffen sich mit der sail.Ing OWL einen Innovationsschub in der Projektarbeit der Hochschulen und für die Region OWL.

Pressemitteilung der Technischen Hochschule OWL - Hier als Download!

 

Was bringst du mit? Und wie geht es weiter?

Wir suchen für das Projekt also keine Profis im Bootsbau oder erfahrende Regattasegler (auch wenn es sicher nicht schadet), sondern vor allem Leute mit eigenen Ideen und Einsatzbereitschaft. Das Projekt ist kein Kurs mit vorgegebenen Inhalten, die von einem Dozenten präsentiert werden und einer anschließenden Teilnahmebescheinigung. Es soll dynamisch sein und von den Teilnehmern selbst gestaltet werden. Deswegen sind fachbereichsübergreifendes Interesse und der Mut zur Veränderung, also das Entdecken und Beschreiten neuer Wege, Kernpunkte der Teilnahme.

Das Projekt wird zunächst von der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe als Initiator, im Besonderen durch Prof. Dr.-Ing Adrian Riegel, koordiniert. Die Organisation soll Hochschulübergreifend von verschiedenen studentischen Projektteams übernommen werden, welche jeweils Teilaufgaben bearbeiten. Angedacht ist auch das Angebot von Abschlussarbeiten im Rahmen des Projektes. Eingerahmt wird das Ganze durch gemeinsame Aktivitäten wie Workshops und Segel(übungs-)tagen aller Teilnehmer. Am Ende steht selbstverständlich der Bau des Bootes und die Teilnahme am 1001VelaCup in Italien 2023. Begleitet und unterstützt wird das Projekt durch den VDI OWL und weitere Sponsoren.

Wer mitmachen will oder noch Fragen hat, kann sich gerne melden bei mir melden:  Michael Vogt: michael.vogt@stud.th-owl.de oder bei Prof. Dr.-Ing Adrian Riegel: adrian.riegel@th-owl.de.

sail.Ing OWL auf Kurs 1,5 Grad

Der Umbau unserer Industriegesellschaft zur Nachhaltigkeit ist eine Herausforderung.

Wir wollen die Angebote der Natur mit technischen Innovationen erschließen, ohne den Planeten zu schädigen.

Hochleistungssegelsport begeistert Menschen mit genau dieser Kombination.

Im Segelsport versammeln sich weltweit begeisterte Segler:innen, Konstrukteur:innen, Unternehmen und gesellschaftliche Initiativen, um mit dem Wind richtig voranzukommen. Hier bestehen die Herausforderungen, die nötigen Hochleistungswerkstoffe so zu gestalten, dass sie den modernen Anforderungen an den Carbon Footprint, Recyclingfähigkeit und Schadstofffreiheit gerecht werden.

Eine große, junge und engagierte Community auch in OWL brennt darauf, sich hier zu engagieren. Sie wollen ihre Ideen zusammen mit Unternehmen, Hochschulen und der gesellschaftlich breit aufgestellten Segler-Community mit Rückenwind realisieren.

Die Verbindung von Konstruktionsmethodik, Werkstofftechnik, Informatik, Strömungstechnik, Medizin, Sicherheit, Meteorologie, Logistik und Kommunikation erschließt neues Wissen in allen Disziplinen.

Die Akteure bringen modernes Umsetzungsknowhow, Innovationsmanagement durch international vernetzte Arbeitswelten und die Zusammenführung unterschiedlichster Milieus mit.

Ein Zukunftsprojekt, das fachlich und gesellschaftlich weit über den Segelsport hinauswirkt.Ostwestfalen-Lippe entwickelt sich zum Player in diesem Gewässer: Nicht nur zahlreiche Unternehmen sind hier als Komponentenentwickler, Zulieferer oder Dienstleister aktiv, auch anden Hochschulen begeistern sich die jungen Leute für die Sache:

Unter dem Projekttitel sail.Ing OWL versammeln wir die Akteurinnen und Akteure aller Disziplinen, um die Studierendengruppe dabei zu unterstützen, einen international  konkurrenzfähigen Hochleistungssegler gemäß Nachhaltigkeitskriterien zu konstruieren und zu bauen.

Unser Ziel: Beim 1001 Vela Cup in Italien will das Team zeigen, was die vielschichtige Kompetenz der OWL Unternehmen und Hochschulen an den Wind bringen kann.

Das wollen wir jetzt angehen:

1. Unternehmen und Mentoren:innen fürden Support gewinnen.
2. Das Team aus Teilnehmenden an denHochschulen OWLs bilden.
3. Spannende Themen durch Studienarbeitenerforschen und realisieren.
4. Prototypen beim Segeln testen.
5. Sponsor:innen gewinnen.

Wie können Sie dabei sein?

1. Als Studierende:r mit bauen, mitsegeln oder eine Projektarbeit schreiben.
2. Als Professor:in studentische Arbeiten betreuen, Know-How einbringen, mitsegeln.
3. Als Unternehmen als Sponsor:in und/oder Mentor:in mitwirken.
4. Jede:r kann sich als Mentor:in mit Know-How einbringen und Kontakte vermitteln.

Wir wollen den 1001 Vela Cup 2023 in Italien gewinnen!

Heuern Sie jetzt an beim VDI OWL!

Kontakt

  • Bei Interesse am Bootsbau-Projekt melden Sie sich bitte bei Prof. Dr.-Ing Adrian Riegel, TH OWL, Fachgebiet Holzbearbeitungsmaschinen:

adrian.riegel@th-owl.de

  • Für alle Angelegenheiten rund um die Kampagne melden Sie sich bitte bei Prof. Dr. Merijam Gotzes, Vorsitzende VDI OWL:

bv-owl@vdi.de