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VDI-Gesellschaft Produkt- und Prozessgestaltung (VDI-GPP)

 

Ehrungen und Preise

VDI Value Management Award

(Bild: VDI e.V.)

 

 

 

 

 

Der Fachbereich Value Management/Wertanalyse verleiht jährlich im Rahmen des Wertanalyse-Praxistags den VDI Value Management Award (früher VDI-Innovationspreis Wertanalyse/Value Management) an den besten Beitrag der Tagung. Mit diesem Preis werden Unternehmen, Verwaltungen, Behörden oder Dienstleister in Deutschland ausgezeichnet, die durch Fachwissen, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Mut und nicht zuletzt mit Hilfe der systematischen Vorgehensweise der Wertanalyse bzw. des Value Management einen besonderen Fortschritt ihrer Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen erreichen konnten. Auch können Beiträge ausgezeichnet werden, in denen Methoden geschildert werden, die einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung von VM/WA leisten.
 

Eine unabhängige und mit anerkannten Experten besetzte Jury ermittelt den Preisträger anhand folgender Kriterien (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Allgemeingültige Praxistauglichkeit     
    Beiträge werden besonders gut bewertet, wenn die allgemeingültige Praxistauglichkeit an einem Beispiel beschrieben und/oder im Alltag nachgewiesen bzw. wenn Verfahren eingeführt wurden.
  • Ergebnisdarstellung mit Zielbezug       
    Bewertet werden die Darstellung der Ergebnisse und deren Abgleich mit den beschriebenen Zielvorstellungen. Auch die Darstellung von Erfahrungen und Empfehlungen für die Zukunft fließt in die Bewertung mit ein. Die Zielerreichung selbst ist nicht relevant.
  • Erkennbarkeit der Zielsetzung und Analysephase      
    Bewertet werden der Grad der Analyse der Ausgangssituation (mit Zahlen, Daten, Fakten hinterlegt) und deren Verknüpfung mit der Zielsetzung.
  • Kernelemente der Wertanalyse            
    Die folgenden Aspekte sollten bei den eingereichten Beiträgen erkennbar sein: interdisziplinäre Teamarbeit, Funktionenanalyse (inkl. korrekter Formulierungen der Funktionen), Ideenfindungstechniken, Bewertungstechniken, Berücksichtigung von Kunde/Anforderungen.   
    Dieses Kriterium wird nicht bei Methodenbeiträgen herangezogen.
  • Methodeneinsatz            
    Bewertet wird die Verwendung von Methoden, die in den VDI-WA/VM-Richtlinien beschrieben werden bis hin zu solchen, die neu definiert werden, d.h. auf ein Projekt adaptiert wurden und in die Wertanalyse-Systematik integriert werden können.     
    Dieses Kriterium wird nicht bei Methodenbeiträgen herangezogen.
  • Neuigkeitsgrad des Vortragsinhalts     
    Bewertet wird der Neuigkeitsgrad in Bezug auf den dargestellten Projektstatus bzw. bei methodischen Beiträgen der Neuigkeitsgrad für eine Anwendung im Kontext von Wertanalyse/Value Management bis hin zu völlig neuen Themen, die erstmalig auf einer Tagung vorgetragen werden und bei denen vollkommen neue Methoden oder innovative Produkte entstanden sind.
  • Qualität des Manuskripts          
    Im Rahmen dieses Kriterium wird bewertet, ob ein ausformuliertes Manuskript fristgerecht eingereicht und der vorgegebene Umfang von max. 15 DIN A4-Seiten eingehalten wurde. Außerdem werden die Erkennbarkeit eines roten Fadens hinsichtlich der Darstellung, die Qualität der Bilder mit textlichem Bezug, korrekte Literaturangaben sowie das Erscheinungsbild des Manuskripts (z.B. Formatierung, Orthographie) zur Bewertung herangezogen.
  • Subjektiver Eindruck    
    Bewertet wird der subjektive Eindruck, den der Beitrag bei der Jury hinterlässt. Hier überzeugen vor allem verständliche Manuskripte über Methoden oder Projekte mit Alleinstellungsmerkmal, die den Leser zur Anwendung motivieren und für Wertanalyse/Value Management begeistern.
  • Systematisches Vorgehen          
    Bei Praxisbeispielen wird die Folge und dokumentierte Trennung von Tätigkeiten und Entscheidungen im Projektverlauf sowie die Darstellung auch von nicht realisierten Ideen bewertet. Bei methodischen Beiträgen wird der Bezug zur Wertanalyse-Systematik und ihren Stufen im Arbeitsplan bewertet sowie im Ideal das Aufzeigen der Anwendbarkeit.

 

Bei der Ermittlung des Bewertungsergebnisses werden für methodische Beiträge andere Gewichtungsfaktoren angewendet, als für Praxisbeispiele. Der Preisträger wird mit einer Trophäe und einer Urkunde ausgezeichnet.


    Preisträger

     

    Den VDI-Innovationspreis Wertanalyse/Value Management bzw. den VM Award haben bisher folgende Unternehmen erhalten: 

    • 2005: GreCon Dimter Holzoptimierung Süd GmbH & Co.KG aus Illertissen mit der Umsetzung von marktentscheidenden Innovationen an dem Produkt „Kappsäge“.
    • 2006: Gottwald Port Technology GmbH aus Düsseldorf mit der Entwicklung einer neuen und marktrevolutionierenden Generation von Hafenkränen.
    • 2007: Badischer Landesverband für Prävention und Rehabilitation e. V. aus Renchen mit einer organisatorischen Neugestaltung von ambulanten Arbeitsabläufen.
    • 2008: J. Eberspächer GmbH & Co. KG aus Esslingen/Neckar mit einer Neu-Entwicklung der Produkt Hydronic MFamilie für Wasserheizungen von Nutzfahrzeugen. Dicht gefolgt wurde die Firma  J. Eberspächer von dem 2. Preisträger, der Firma ebm papst St. Georgen GmbH & Co.KG aus St. Georgen mit der Neugestaltung eines Lüfters.
    • 2009: CLAAS KGaA mbH aus Harsewinkel mit dem Projekt "CIT Lenkachse".
    • 2010: Automatik Plastics Machinery GmbH mit dem Projekt zur Granulatorenbaureihe "Sphero".
    • 2011: Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, mit dem Projekt: "Mit Wertanalyse/Value Management das Grenzebach-Hauptprodukt Floatanlagen für künftige internationale Anforderungen marktgerecht und effizient gestalten"
    • 2012: ebm-papst St. Georgen, St. Georgen, mit dem Projekt "QFD als integraler Bestandteil der Wertanalyse".
    • 2013: WashTec Cleaning Technology GmbH Augsburg mit dem Projekt "Entwicklung und Einführung eines modularen Baukastens für Fahrzeugwaschanlagen am Beispiel der Baugruppe Dachtrocknung".
    • 2014: MTU Friedrichshafen GmbH für den erfolgreichen Einsatz der Wertanalyse zur standortübergreifenden Produktentwicklung eines Diesel-Stromerzeuger-Aggregates.
    • 2015: Waldner Laboreinrichtungen GmbH & Co. KG für das Projekt „Wertanalytische Überarbeitung und Kostenreduzierung an einem Laborabzug“.
    • 2016: Robert Bosch GmbH für den Beitrag "Wertanalyse - Innovation, 'Not-Operation' oder 'Not-Aus'?"
    • 2017: Silit Werke GmbH & Co. KG für das Projekt „Topfserie zur Erreichung des Niedrig-Preis Segments“
    Raymond Engelbrecht, Geschäftsführer ebm-papst St. Georgen (rechts), und Dr.-Ing. Marc Pauwels, Vorsitzender Fachbeirat VM/WA (links), gratulieren dem Preisträger Dominic Becker MEng. (Bild: ebm-papst)
    Aktueller Preisträger
    (Bild: VDI)
    Ansprechpartner

    Ihr Ansprechpartner zur VDI 4521:
    Dr.-Ing. Daniela Hein
    Fachbereich Value Management/ Wertanalyse
    Telefon: +49 211 6214-336
    Telefax: +49 211 6214-97 336
    E-Mail: hein@vdi.de