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VDI-Fachbereich

Industrielle Informations­technik

Bild: Gorodenkoff/Shutterstock.com

VDI-Fachbereich Informationstechnik

Die Informationstechnik, kurz IT, beeinflusst alle Bereiche: von der Technik über die Wirtschaft bis hin in die Gesellschaft. Das führt gleichzeitig zu völlig neuen Anforderungen an den Ingenieurberuf. Der VDI-Fachbereich Informationstechnik beschäftigt sich mit diesem Einfluss.

Die Expert*innen im VDI-Fachbereich Informationstechnik betrachten die Themen Wissensmanagement im Engineering, wissensbasierte Konstruktion, „reverse Engineering“, Manufacturing Execution Systems (MES) sowie den Einsatz von Information- und Kommunikationstechnik in der Ingenieurarbeit der Zukunft. Dabei widmen sie sich den Themen in einer interdisziplinären, querschnittsorientierten Vorgehensweise. Im Mittelpunkt steht insbesondere die anwendungsnahe Informationstechnik.

Relevante Interessengruppen können ihre Expertise einbringen

Der VDI-Fachbereich Informationstechnik gehört zur VDI-Gesellschaft Produkt- und Prozessgestaltung. Innerhalb des VDI-Fachbereichs werden aktuelle Themen der IT aufgegriffen und neue Aktivitäten initiiert. Das geschieht im Rahmen von VDI-Fachausschüssen, die sich mit bestimmten Themen beschäftigen. Ihre Arbeit erfolgt stets auf ehrenamtlicher Basis unter Beteiligung von Expert*innen aus dem entsprechenden Themengebiet. Bei der Besetzung der VDI-Fachausschüsse ist gewährleistet, dass alle relevanten Interessengruppen vertreten sind und ihre Expertisen einbringen können.

Diskussionen in der Fachöffentlichkeit anregen

Damit auch die Ingenieur*innen von der Arbeit des VDI-Fachbereichs profitieren, werden die Einsatzgebiete der Informationstechnik regelmäßig vorgestellt. Das kann im Rahmen von Expertenforen, Fachtagungen, als Veröffentlichung in Form einer VDI-Richtlinie oder Fachpublikation geschehen. Auf den wichtigen Branchenmessen gestalten die VDI-Ausschüsse Diskussionsforen. Das bietet den VDI-Mitgliedern die Möglichkeit, über ihre Arbeit zu berichten und gleichzeitig die Diskussion von Themen in einer breiten Fachöffentlichkeit anzuregen.

Der VDI-Fachbereich Informationstechnik stimmt sich eng mit anderen VDI-Fachbereichen ab, die sich mit weiteren Spezialthemen der IT beschäftigen. Schwerpunkt der Arbeit ist die Bündelung der Themenvielfalt und der Etablierung neuer IT-Themen. Der VDI-Fachbereich erweitert seine Aktivitäten ständig und passt sie an.

Richtlinien aus dem VDI-Fachbereich Informationstechnik

Unsere Fachausschüsse

Gremium Beschreibung Vorsitz Stellvertretung Mitglieder
VDI-GPP FA140 MES - Manufacturing Execution Systems

Gegenstand und Ziele der Arbeiten
MES ist in den letzten Jahren zum wichtigen Thema der produktionsnahen IT geworden. MES sorgt insbesondere für die vertikale Integration und ist somit ein Bindeglied zwischen den Maschinensteuerungen und den Systemen der Unternehmensleitebene. Eindeutige Definitionen sind jedoch noch kaum etabliert und es ist durchaus unklar welche Funktionen seitens eines MES und welche durch Systeme der anderen Ebenen zu erfüllen sind.

Im VDI-Fachausschuss MES engagieren sich Experten aus Unternehmen und Organisationen, die MES anbieten, beraten, forschen oder Anwender von MES sind, für die Schaffung einheitlicher Definitionen und für die Bewahrung des Begriffs MES vor einer marketinggetriebenen "Erosion".  Potenzielle MES-Anwender sollen hierdurch ihre Anforderungen besser formulieren können und werden so bei Auswahl von Systemen und Konzepten unterstützt.

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Kletti - Dr. Michael Baumann
Dipl.-Ing. Carsten Brandner
Dr. Harald Hoff
Markus Tobollik
Dr.-Ing.habil. Hans-Hermann Wiendahl
und weitere Experten
VDI-GPP FA151 MES und Industrie 4.0

Die Industrie 4.0.-Kampagne der Bundesregierung hat inzwischen erheblich um sich gegriffen und hat für weltweite Resonanz gesorgt. 

Aus dem ursprünglichen Nebel der Cyber Physical Systems und dem Internet der Dinge haben sich eine Reihe von konkreteren Aktivitäten herauskristallisiert. Vieles ist im Dunkeln geblieben und vor allem die industrielle Fertigung sucht nach wie vor nach konkreten Industrie-4.0.-Lösungen. 

Der Ausschuss zeigt mittels einer Richtlinie auf, an welchen Stellen sich aufgrund von I4.0-Vorgaben Änderungen an der Konzeption, am Aufbau und am Einsatz von MES ergeben. Das hilft Unternehmen sich in Bezug auf die Anpassung ihres MES im neuen Marktumfeld und dem damit veränderten Produktionsumfeld zurecht zu finden. Die Richtlinie gilt als Leitfaden sowohl im Unternehmen für Entscheider, Prozessverantwortliche und Nutzer als auch für Beteiligte im Auswahl- und Einführungsprozess mit ihren fachlichen Schwerpunkten und Anbieter von Software, Hardware und Integrationslösungen bzw. -dienstleistungen.

Prof. Dr. Stephan Hähre - Dr. Michael Baumann
Dipl.-Ing. Carsten Brandner
Dipl.-Ing. (BA) Markus Diesner
M.Sc. Andreas Günter
Prof. Dr. Tim Pidun
Markus Tobollik
und weitere Experten
VDI-GPP FA152 MES und Schnittstellen

Die Umsetzung des Zukunftsprojektes „Industrie 4.0“ der Bundesregierung nimmt immer weiter Gestalt an und eine zunehmende Anzahl betroffener Bereiche werden in entsprechenden Standards, Richtlinien und Empfehlungen detailliert und spezifiziert. Nichtsdestotrotz gibt es aber auch noch Bereiche, welche einer näheren Betrachtung und Schärfung bedürfen. Einen dieser Bereiche stellt mit Sicherheit die Rolle und Stellung eines MES (Manufacturing Execution System) in einer zukünftigen IT-Infrastruktur in der industriellen Fertigung dar.

Unbestritten ist dabei die angestrebte Vernetzung aller auf dem Shop-floor befindlichen Geräte untereinander, aber auch mit den Systemen und Services der darüberliegenden Level, wie zum Beispiel dem MES.

Weiterhin soll die aktuelle Diskussion, welche das MES als zentrales Tool (Interoperabilitätsmanager) bei der Umsetzung von Industrie 4.0 sieht, aufgegriffen werden. Zusätzliche Schnittstellen zu weiteren Systemen und Services sollen beschrieben werden.

Carsten Eckardt - Dr. Michael Baumann
Prof. Dr. Tim Pidun
Dr.-Ing. Kenny Saul
Dipl.-Inform. Andreas Zerfas
und weitere Experten
Dr. Heinz Bedenbender
Ihr Ansprechpartner

Dr. Heinz Bedenbender

Wissenschaftlicher Mitarbeiter